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Musiker Magazin 4/2018 | 1/2019

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Musiker-News, Deutscher Rock & Pop Preis 2018 – Gewinner und Festivalrückblick; Deutscher Rock & Pop Preis 2019 – Anmeldung; Sophia. – »Meine Musik begründet sich komplett auf dem Inhalt des Textes«; Betty Gee – »I love to s(w)ing for you«; Alexandra Lomkina – »Du und ich«; OMNITAH – »Man muss den Mut haben, etwas zu wagen, ohne zu wissen, was es bringt«; Razzmattazz – Ass-kickin Hard Rock; Corny Held – Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin; Schamanisches Leben – Interview mit Janine Jabs; SteilFlug – Deutschsprachige Rockmusik aus Trier; Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 13: John Mayall – The Godfather of British Blues (Teil 1; Das Urheberrecht bei Musik – Wer ist Inhaber einer Melodie? Public Domain Day: Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

42 STORIES SteilFlug

42 STORIES SteilFlug Deutschsprachige Rockmusik aus Trier Trier ist als ehemalige nördliche Bastion des Römischen Reiches die älteste Stadt Deutschlands, und vergangenheitsbewusst ist auch Bandkopf Chris Steil. Seine gestandenen Mitmusiker und er berufen sich seit ihrer Gründung im Herbst 2011 auf klassischen Hardrock insbesondere der 1970er und krönen ihn mit Texten, die vielmehr in der Tradition kluger deutscher Liedermacher von Niedecken bis Lage stehen, gleichwohl mit internationalem, zeitlosem Anspruch. MM: Gerade habt ihr den Deutschen Rock & Pop Preis als beste Hardrock-Band abgesahnt. Was bedeutet euch der Preis? STEILFLUG: Der Preis ist für uns der Wahnsinn, eine riesige Auszeichnung für uns. Wir haben nicht damit gerechnet und waren schon megastolz darauf, überhaupt für die Finalrunde in Siegen no - miniert worden zu sein. Es war ein äußerst starkes Teilnehmerfeld, alle hoch professionell, und das macht den Preis natürlich umso wertvoller. Als dann Platz 3 und 2 verkündet wurden, habe ich gedacht, okay, wir sind nicht unter den ersten drei. Der olympische Gedanke hat sich dann bei mir eingestellt. Als dann bekanntgegeben wurde, dass wir Platz 1. sind war die Emotion unbeschreiblich. MM: Wie war die Veranstaltung für euch? STEILFLUG: Wir haben uns schon im Vorfeld sehr wohl und sehr gut betreut gefühlt. Dies hat sich dann gleich bei unserer Ankunft an der Sieger land - halle bestätigt. Alles top organisiert und durchdacht. Von der Betreuung der Musiker bis hin zur Technik. Alles bärenstark. Die Atmosphäre und die Stimmung im Publikum waren toll. Während unseres Auftrittes hatten wir richtig Spaß. Für uns stand die Veranstaltung auch unter dem Motto „Come together“. Wir haben viele alte Be - kannte getroffen und tolle neue Leute kennengelernt. Wir müssen daher ein großes Dankeschön an alle aussprechen, die das möglich machen. MM: Wie ist eure aktuelle Bandbesetzung? STEILFLUG: Momentan sind wir die Ideal be set - zung. Michael Schömer am Schlagzeug hat in L.A. Schlagzeug und Tontechnik studiert, Joma Gitsels musiker Magazin 4/18 | 1/19

STORIES 43 am Bass ist so ziemlich der bekannteste Rock - basser in unserer Region und Heiko Wilhelmus an der Leadgitarre wird nur der Kreisrockminister genannt. Das sagt alles ... Besser geht es nicht. Alles erfahrene Rockmusiker, die sich auch außer - halb der musikalischen Arbeit blendend verstehen. Wir leben und lieben Rockmusik. MM: Wie liefen die Aufnahmen zu „Startbahn Trier West“? STEILFLUG: Das war zu Beginn etwas holprig. Als dann unser Technik-Meister Michael Schömer die Sache in die Hand genommen hat, ging die Fahrt so richtig ab. Wir haben zunächst alle Auf - Zeppelin, Deep Purple und viele andere sind unsere Einflüsse. Lemmy von Motörhead, Rory Gallagher und Stevie Ray Vaughan gehören dazu. Teilweise auch die alten Deutschrocksachen der 80er-Jahre. Der frühe Westernhagen oder die frühen BAP-Nummern. Bei Michael spielt diese Musik auch eine große Rolle. Er bringt allerdings auch noch immer etwas Neueres mit. Wir alle hören gerne Metallica, und Heavy-Metal-Ikonen wie Slayer und Destruction kommen bei mir auch noch dazu. MM: Wie habt ihr euch eigentlich zusammen - gefunden? *„Deutscher Hardrock-Preisträger 2018 STEILFLUG: Wir haben in Trier eine gut funktionierende Musikszene. Man kennt sich. Da bleibt es nicht aus, dass man auch schon in anderen Formationen zusammen gespielt hat oder dass man sich bei Festivals über den Weg läuft und ein Bier zusammen trinkt. SteilFlug haben bereits einen guten Ruf, und es besteht eigentlich nur die Schwierigkeit, alles unter einen Hut zu bringen. Aber das bekommen wir gut hin. MM: Was waren eure bisher größten Erfolge? STEILFLUG: Wir haben bereits einige regionale Wettbewerbe gewonnen oder vordere Plätze be - legt. Bei Radio Bob waren wir im letzten Jahr im Monat April die Newcomer des Monats. Außerdem haben wir tolle Kritiken in der Fach - presse erhalten, nachdem unser Album auf dem Markt war. Für uns zählt allerdings vielmehr, wie die Re so - nanz der Leute auf unsere Musik ist. Und da haben wir uns schon eine tolle Fangemeinde erarbeitet. Jeder Auftritt und jedes Festival, auf dem wir spielen, ist für uns ein Erfolg, den wir richtig feiern. »Jeder Auftritt und jedes Festival auf dem wir spielen ist für uns ein Erfolg, den wir richtig feiern.« nahmen in Trier gemacht, und dann ging es zum Feintuning nach Los Angeles, wo Michael saugute Kontakte hat. Gemischt wurde zunächst im Studio von Mike Harrison. Das war schon alles echt stark. Leider mussten wir nach einem Mu si - ker wechsel die Bass-Spuren neu aufnehmen und den finalen Mix und das Mastering hat dann Michael übernommen. Das Ergebnis ist so, wie wir uns das gewünscht haben. MM: Warum Hardrock mit deutschen Tex ten? STEILFLUG: Liegt das nicht auf der Hand? :-) Ich spreche zwar Französisch und Englisch, aber Deutsch ist meine Muttersprache, in der ich mich halt am besten ausdrücken kann. Deutsch ist eine wunderbare Sprache, wenn man damit umgehen kann. Die englischen Texte klingen außerdem irgendwie immer gleich „mind, blind, find“ usw. Wenn du auch noch Bot schaften loswerden willst, müssen die Menschen dich verstehen können. Zudem ist unsere Sprache in der Rockmusik stark unterrepräsentiert. Im klassischen Hardrock sowieso. MM: Wer sind eure Vorbilder und musikalischen Einflüsse? MM: Was meint ihr, welchen Stellenwert hat die Rockmusik aktuell in Deutschland? STEILFLUG: Rock, gerade die etwas härtere Gangart bis hin zum Metal, hat in Deutschland einen immensen Stellenwert. Es gibt da eine riesige Fangemeinde. Das zeigt nicht zuletzt der Erfolg von Wacken und der anderen Festivals. Da ist es umso bedauerlicher, dass die Medien und auch die großen Labels dies nicht richtig würdigen. Im Radio und TV läuft immer der gleiche Einheitsbrei. Schlager, Singer-Songwriter, Deutschpop und Volksmusik haben natürlich ihre Berechtigung. Auseinanderhalten kann ich die be kannten Künstler in den einzelnen Genres aber nicht. Gerade die Deutschpopwelle. Hier ist alles gleichgeschaltet, ohne Ecken, Individualität und Botschaft. Das ist in der Rockmusik anders. Hier sind noch Typen unterwegs. MM: Was sind eure weiteren Ziele und was würdet ihr gern noch erreichen als Band? STEILFLUG: Zunächst arbeiten wir gerade an einigen Auftragsarbeiten und stellen in diesem Jahr unser nächstes Album fertig. Das wird schon einiges an Zeit beanspruchen. Unser Ziel ist es natürlich, auf größeren Festivals zu spielen. Wir wünschen uns selbstverständlich Wacken, Rock am Ring und die anderen großen Gigs. Unser Ziel ist es, von der Musik leben zu können. Dabei geht es nicht um die große Kohle, sondern um das, was sich wohl jeder wünscht. Wir freuen uns allerdings auch über viele kleine Auftritte, denn die machen auch einen riesigen Spaß. – Wir möchten unsere Botschaft „Keep on rockin“ verbreiten. WEB: STEILFLUG.INFO INTERVIEW: RONJA RABE FoToS: PIRATE PICS STEILFLUG „Startbahn Trier-West“ VÖ: 28. OKTOBER 2016 Ein riesiger Erfolg war auch unser erstes Musik - video zum Gewinnersong „Kein Morgen“. STEILFLUG: Joma, Heiko und ich sind musikalische Kinder der wilden 70er-Jahre. AC/DC, Led STEILFLUG.INFO 4/18 | 1/19 musiker Magazin

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