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Musiker Magazin 01/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2013 – Rückblick Deutscher Rock & Pop Preis 2014 – Anmeldung Tokunbo – Queen of Folk Noir Heinz Rudolf Kunze – „Stein vom Herzen“ Wattenläufer – Rockin’ all över de Dörp Judith Holofernes – Helden-Frontfrau schwingt „Ein leichtes Schwert“ Barbara Zanetti – ihre Lieder erzählen von tiefen Gefühlen und beschwinglichen Erlebnissen Christin Kieu – Deutsche Songpreisträgerin 2013 Mike Sprunkel Band – Vier Männer und ein Groove, der die Erde beben lässt Archiv der Klänge – Das Deutsche Musikarchiv GEMA-Petition – Beschlussergebnis Deutscher Bundestag Aspekte des „Samplings“ – Eine Frage des Sounds? Coverversionen

62 CD-REZENSIONEN

62 CD-REZENSIONEN JÜRGEN SCHWAB »Luftschlösser« Mit seiner Debüt-CD „heute noch“ und den entsprechenden Live-Konzerten konnte Jürgen Schwab viele Menschen be - geistern, die sein Faible für handgemachte Musik und niveauvolle Texte teilen. Auch von Seiten der Presse gab es viel Lob. Nur der jüngere Teil des Publikums zeigte sich an den „Liedern aus der Mitte des Lebens“ verständlicherweise weniger interessiert. Also nahm sich Schwab vor, in seinem neuen Programm das Thema „Älter werden“ auszuklammern und stattdessen vornehmlich von schönen Dingen zu singen. Mit dem augenzwinkernden Titelsong ist ihm das ebenso gelungen wie mit einem Loblied auf das Lesen, einer Ode an Venedig, einem Liebeslied für die Bretagne oder einer Moritat mit Waschmaschine. Geblieben ist die bewährte Mischung aus nachdenklichen und humorvollen Texten, genau wie der musikalische Mix aus Folk, Jazz, Pop und Chanson. Neu ist, dass einige ausgewählte Gedichte die in den Liedern behandelten Themen noch einmal aus einem anderen Blickwinkel poetisch beleuchten. In der Tradition deutscher Lieder macher wie Reinhard Mey und amerikanischer Singer/Songwriter wie James Taylor begleitet sich Jürgen Schwab auf der Gitarre. Auf dieser verfügt der studierte Jazzgitarrist allerdings über eine breitere musikalische Palette als die meisten Folksänger. Nicht umsonst sagte der Konzertveranstalter Fritz Rau: „Ich kenne keinen Künstler, der so detailmeisterlich Brücken schlägt vom Jazz zum Blues und von Pop zu Chanson, und der dabei so glaubwürdig und eigenständig ist.“ Der ein oder andere „geschmackvoll, eigenwillig“ (FAZ) interpretierte Klas - siker darf da natürlich auch nicht fehlen. juergenschwab.de HOPMAN »Epitome« Seit 1993 veröffentlicht HOPMAN seine Lieder. Anfangs un - terstützt von einem Gitarristen, schon bald musiziert der Mann mit dem auffälligen blonden Zopf als Solo-Barde. Einem Liedermacher gleich, stellt er Aussagen und Lyrics in das Zentrum. Akustikgitarren umschmeicheln die mehrstimmigen Gesangsarrangements. Eine akzentuierende Rhythmus sek - tion verstärkt die feinen Arrangements. Sinnbildlich führt HOPMAN in den (Alp-)Traum eines Online-Shooter-Games in „Hazy Dream“. In „Enlighten“ lässt er die geniale Lennon-Zeile „Happiness is a warm gun“, gleich einer akustischen Hallu zi - nation, erklingen. Auch sonst lässt HOPMAN eine Beatles- Affinität erkennen, wie sie in ähnlicher Weise die Schwaben von Fools Garden pflegen. „Underwater Garment“, eine psychedelische Piano-Ballade, ist mein Favorit. Sie klingt mit diesem Chorusgesang so wunderschön wie lange nichts mehr. HOPMAN alias Christian Höpfner hat mit „Epitome“ einen Reigen aus Melodien und Erzählungen kreiert, der wohlgefällig den erwachsenen Klängen der Sechziger und dem melodiösen „AOR-Rock“ der Siebziger und Achtziger huldigt. www.hopman-music.com C.S. THE HAMBURG BLUES BAND »Friends For A LIVEtime« Als sich 1982 Dick Heckstall-Smith, Stretch, Darryl Van Raalte, Manne Kraski und Gert Lange aufmachten, Blues in Deutschland die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen, waren gerade andere musikalische Modewellen „in“. THE HAMBURG BLUES BAND schwammen gegen einen Strom von Romantic Wave, Neue Deutsche Welle und Rap. Der 80er-Metal begann seinen Siegeszug mit Van Halen, Judas Priest und den Scorpions, die damals noch von einer Band namens Bon Jovi supportet wurden. Eine Stadt wie Hamburg hatte all die Jahre zuvor die Einflüsse des „British Blues Revival“ aufgesogen. Nun präsentieren THE HAMBURG BLUES BAND Kol la borationen mit Musikern der weltgrößten Blues- und Rock bands, wie Pete Brown, der schon für Cream die Lyrics schrieb, sowie Maggie Bell, Pete York (Spencer Davis), Ken Hensley (Uriah Heep) und „Maestro“ Jon Lord, der zu früh von uns gegangen ist. Der Mitgründer von Deep Purple und überirdische Hammond-Organist spielt auf dieser vorliegenden Live-CD mit den Hamburger Bluesern die vielleicht genialste Purple-Ballade „When A Blind Man Cries“. Die Live-Scheibe von Deutschlands „Blues-Insitution No.1“ versammelt viele Stücke, die beim Burg-Herzberg-Festival aufgenommen wurden und so sicher Einmaligkeitswert haben. Favorisiert habe ich die Ver sion von Stevie Wonders „Super- stition“. Phantastisch groovig ist aber auch der „Inner City Blues“ mit seinem markanten Bass lauf, der im LOGO zu Hamburg 1982 aufgenommen worden war. Dieses Blues- Album rockt ungemein und bedeutet schon heute Ton gewordene Musik geschichte. www.hamburgbluesband.de C.S. SEBASTIAN KRÄMER »Tüpfelhyänen« Auf vielen Bühnen tanzt er. Nein, er dichtet, er singt, hastet von Wort zu Wort, denkt und spricht ungebremst Gedanken aus. Sebastian Krämer war als Schüler schon ein Kabarettist und gewann bis heute zahllose Kleinkunst- und Kulturwett - bewerbe. Jeder Menge Engagements folgte die Tätigkeit als künstlerischer Leiter am Zebrano-Theater in Berlin. Bekannt war er in den Neunzigern durch seine regelmäßigen Auftritte im Theatercafé in Freiburg und seither durch Präsenzen bei den Berliner Wühlmäusen, beim Quatsch Comedy Club, bei Neues aus der Anstalt und auch bei Ottis Schlachthof im bayerischen Fernsehen. Zu seiner umfangreichen Vita gehören seine Erfolge als Poetry Slammer und Chansonnier. Sein Album „Tüpfelhyänen“ lässt an seinen Gedankensprüngen und paradoxen Stillleben allzu alltäglicher Situationen teilnehmen und mithören. In „Plattenspielerlied“ preist er das Medium aus Vinyl. In „Politiker können auch nichts dafür“ spiegelt er dem deutschen Wähler seine Verantwortung wider. Wohl be dacht hat Krämer in seinem 22 Stücke umfassenden Werk das Lied Nummer 12 mit „Pause“ betitelt. Lediglich eine freundliche, digitale Frauenstimme informiert den Hörer: „Es folgt eine Pause von wenigen Minuten“. Diese Fuge nutzt der kleinkunstaffine Hörer, um seine Konzentration auf die illustre zweite Hälfte zu lenken, beginnend mit dick aufgetragener Melan cholie, pianolastig, manchmal orchestral und dann über das bluesige „Heul doch“, endend im A-cappella-Gedicht „Reiselied“. Ein Chanson- und Spaß-Album von manischer Wortgewandtheit. www.sebastiankraemer.de C.S. WATTENLÄUFER »Strand! Goot!« „Die Familie Van Watt“ bildet ein Band-Konstrukt, entstanden aus einem Studioprojekt namens Folkysound. WATTENLÄUFER machen auf ihrem Album „Strand! Goot!“ „Rock Op Platt“. Für Nicht-Friesen: Rock auf Plattdeutsch. Eigenes und Covers in - terpretieren sie mit E-Gitarren, Cajon, Penny Whistle, Ak kor - deon und Synthesizer in knackiger Rockbesetzung mit den starken Stimmen der beiden Sängerinnen Judy und Tara. Die 7-köpfige Band sieht sich als wahrhaftige Live-Band. Ihr Studio werk haben sie in den Panic Studios in Seattle (USA) mastern lassen. Eine heiße Stimmung ist bei ihren Songs garantiert, wie in „Ieskoolt“ – ein Song ganz im Geiste des NDW-Hits „Ich möchte ein Eisbär sein“. Weiter geht es mit der Neuen Friesischen Welle in „In dr Boot förr mi“, der Platt- Version von „Im Wagen vor mir“. Abrocken kann der Friese bei der Version von „Whiskey in the Jar“. „Ick bliev bi di“ ist eine veritable Stimmungs-Rockballade. Der Top-Abräumer wird wohl Achim Reichels „Aloha Heja He“ sein, der auf Platt - deutsch klingt, als habe ihn Achim genau so gedacht. WATTENLÄUFER werden sicher noch weit über das Watt hinaus Bühnen rocken. So sicher, wie der Ebbe die Flut folgt. www.wattenläufer.de C.S. musiker MAGAZIN 1/2014

TITELSCHUTZANZEIGEN 63 Titelschutzanzeigen müssen uns fertig layoutet zugesandt weden. Sie können nur noch gegen Bargeld veröffentlicht werden Anzeige 45 x 20 mm (fertig layoutet): 20,– € für Mitglieder 30,– € für Nichtmitglieder JORG RABUS „Die Friedenslieder“ VÖ: 01.01.2014 www.jorg-rabus.de STEVE OX „How can I tell“ VÖ: 04.10.2013 so72@hotmail.de VOLTRAID „Enter the world“ VÖ: 19.04.2013 www.voltraid.com OLIVER SCHELL „Some Songs“ VÖ: 20.12.2013 CHRISTIN KIEU „Big Star“ – Single – VÖ: 27.09.2013 www.christin-kieu.com STEVE OX „Songs from 2012/2013“ VÖ: 12.04.2013 so72@hotmail.de OVERVOICE „Rock’n’Roll will never die“ VÖ: 13.12.2013 JAYCE TRUISE „Du bist da“ VÖ: 20.09.2013 DANNY JUNE SMITH „Für dich ganz allein“ VÖ: 12.04.2013 www.overvoice.de taner-y@hotmail.de www.danny-june-smith.de THE HURRICANES „Storm’n’ Stresses“ VÖ: 22.11.2013 MAEGIE KOREEN „Die Seele des Chansons“ VÖ: 20.09.2013 info@chanson-cafe.de DANNY JUNE SMITH „Made in June“ VÖ: 12.04.2013 www.danny-june-smith.de MAKARIBA „Cosmic Unity“ Aubaah „Urnenwahl“ MAEGIE KOREEN „RUHRPOTT SOLO“ VÖ: 01.11.2013 VÖ: 30.08.2013 VÖ: 22.02.2013 www.makariba.com aubaah2005@email.de www.chanson-cafe.de Titelschutz in Anspruch für den Namen „TONZENTRALE“ in allen Schreibweisen, Schriftarten, Wortfolgen, Variationen,Abkürzungen, Darstellungsformen als Musikprojekt-, Künstler-, Band-, Label- und Produktnamen in allen in- und ausländischen Print-, Bild- und Tonmedien, elektronischen Medien und Nachfolgemedien, sowie Film-, Ton-, Buḧnen und sonstigen vergleichbaren Werken. // Bea Dickas, Vereinsstraße 9, 51103 Köln. JÖRG KUHFUSS „Transwarp“ VÖ: 01.11.2013 ANYONE „Coming out“ VÖ: 09.08.2013 cuzilovemusic@yahoo.com MAEGIE KOREEN „Kleine Bühne im Exil“ VÖ: 08.02.2013 www.chanson-cafe.de BARRY MALLONEY „Nevertheless“ VÖ: 18.10.2013 INFOOSION „Zuhause“ VÖ: 02.08.2013 REINER KAVALIER „Die schönste der Rosen“ VÖ: 08.02.2013 www.barrymallony.com www.infoosion.com www.walter-strom.de MAN-FRED! „Tiger (Nur für dich)“ VÖ: 11.10.2013 SIGGI ROSE „Der Ring an deinem Finger“ VÖ: 26.07.2013 www.siggi-rose.de EDGAR WEILER „Love Hurts – Eddition VIII“ VÖ: 01.02.2013 www.edgarweiler.de CD-Veröffentlichungen in den weltweiten digitalen Downloadportalen über – MUSIKER ONLINE – Infos: info@musikermagazin.de MIRIAM KÖPKE „Devil or Angel“ VÖ: 11.10.2013 www.miriamkoepke.de Reiner Kavalier „Die Rosen von Malaga“ VÖ: 05.07.2013 www.walter-strom.de CONTRACRASH „Apocalypse rising“ VÖ: 16.11.2012 www.contracrash.com NIGHT TRACE „Light shade“ CHRISTIN KIEU „Big Star“ MANUELA SIEBER „Kann sein“ STEVE OX „Bank“ VÖ: 12.10.2012 sven.hamers.filmmusik@gmx.de VÖ: 11.10.2013 www.christin-kieu.com VÖ: 21.06.2013 info@manuela-sieber.de VÖ: 16.11.2012 so72@hotmail.de SEHERPSALMS „SeherPsalms“ VÖ: 28.09.2012 www.seherpsalms.net BARRY MALLONEY „When will the wind“ VÖ: 11.10.2013 www.barrymalloney.com BATISSE „Hallo Erde!“ VÖ: 07.06.2013 ablinger@qwelle.de KNIGHT MOVE „Share my desire“ VÖ: 09.11.2012 www.knightmove.de TRAUMFAHRT „Bleiben“ VÖ: 24.01.2014 www.produzent-musiker.de MAEGIE KOREEN „Maegie Koreen singt Ringelnatz“ VÖ: 04.10.2013 www.chanson-cafe.de STEFANIE RUMMEL „Send In The Songs“ VÖ: 10.05.2013 kontakt@one-womanshow.de KNIGHT MOVE „The tales of Dorian Grey“ VÖ: 09.11.2012 www.knightmove.de 1/2014 musiker MAGAZIN

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