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Musiker Magazin 4/2018 | 1/2019

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Musiker-News, Deutscher Rock & Pop Preis 2018 – Gewinner und Festivalrückblick; Deutscher Rock & Pop Preis 2019 – Anmeldung; Sophia. – »Meine Musik begründet sich komplett auf dem Inhalt des Textes«; Betty Gee – »I love to s(w)ing for you«; Alexandra Lomkina – »Du und ich«; OMNITAH – »Man muss den Mut haben, etwas zu wagen, ohne zu wissen, was es bringt«; Razzmattazz – Ass-kickin Hard Rock; Corny Held – Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin; Schamanisches Leben – Interview mit Janine Jabs; SteilFlug – Deutschsprachige Rockmusik aus Trier; Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 13: John Mayall – The Godfather of British Blues (Teil 1; Das Urheberrecht bei Musik – Wer ist Inhaber einer Melodie? Public Domain Day: Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

48 STORIES erschienen

48 STORIES erschienen waren, Jahr zehnte später außerdem mehrere Mayall-Live-Alben. Im Zeitalter der CD wurden außerdem die Mayall-Decca-LPs mit meist reichhaltigem Bonusmaterial wiederveröffentlicht. Man kann aus dem Vollen schöpfen! Mayall hatte zwischenzeitlich beim Label Polydor unterschrieben und brachte zum Neustart 1969 die spannende Live-LP mit dem passenden Titel „The Turning Point“ heraus. Das Album ist ein Meilenstein in Mayalls Karriere. Sein Titel traf auch in anderer Hinsicht zu. Mayall lebte mittlerweile in den USA, und das Album war ohne Schlagzeug aufgenommen worden. Die Band setzte sich aus Mayall, dem Akustik-Gitarristen John Mark, dem Bassisten Steve Thompson, der schon an „Blues From Laurel Canyon“ mitgewirkt hatte, und dem Bläser Johnny Almond zusammen. Mit dem Stück „Room To Move“ gelang dem Blues-Musiker sogar ein Hit, bei dem Mayall insbesondere mit mundgemachter Percussion brilliert. „Room To Move“ wurde zu einem der am häufigsten gespielten Stücke von Mayalls Kon zerten. 1969 wurde überdies die 24-minütige Dokumentation „The Turning Point“ gedreht, die 2003 bei Eagle Vision gemeinsam mit Peter Gibsons BBC-Dokumentation „The Godfather of the British Blues“ aus demselben Jahr über Mayall anlässlich seines 70. Geburtstages auf einer insgesamt sehenswerten DVD erschien. Vor allem „The Turning Point“ bietet als das wohl erste bekannte „rockumentary“ trotz seiner Kürze hochinteressante Einblicke in die Zeit der Rockmusik der ausgehenden 1960er-Jahre. Selbst Peter Green, von dem nur sehr wenig zeit genössische Filmaufnahmen überliefert sind, gibt ein kurzes Statement ab. Delta Entertain - ment verwertete das „rockumentary“ unter dem Titel „Bits and Pieces“ about John Mayall 2006 mit etwa 15 Minuten neueren Interviews versehen noch einmal und legte eine CD mit Mayall- Stücken bei. Interessant sind schließlich einige Live-Aufnahmen von Mayalls „Turning-Point“- Band von 1970. Sie sind in mäßiger Bildqualität gemeinsam mit anderen Live-Aufzeichnungen, vorwiegend aus dem Jahr 2010, von XXL Media als Sweet Little Angel/Live On Stage 2012 auf den Markt geworfen worden. Bei Polydor legte Mayall bis 1977 insgesamt neun Alben vor. Auf dem „Turning-Point“-Nach- folger „Empty Rooms“ war 1969 als Gast - musiker der bei Canned Heat ausgeschiedene Larry Taylor dabei. „Empty Rooms“ bescherte Mayall mit „Don’t Waste My Time“ einen weiteren, aber kleineren Hit und markierte im Übrigen eine weitere Abkehr von den Decca-Tagen der Bluesbreakers. Rockelemente traten zurück. Die einfacher gewordene Musik bediente erst recht nicht den Mainstream und zog die Platten - käufer nicht wie gewohnt an. An den Erfolg von „The Turning Point“ konnte „Empty Rooms“ nicht anknüpfen. Auch die hervorragende LP „USA Union“ von 1970 entstand ohne Drummer, wieder mit Larry Taylor und außerdem dem Canned-Heat-Gitarristen Harvey Mandel und dem Jazz-Geiger Don „Sugarcane“ Harris. „Back »Mayall brachte zum Neustart 1969 die spannende Live-LP mit dem passenden Titel „The Turning Point“ heraus. Das Album ist ein Meilenstein in Mayalls Karriere. Sein Titel traf auch in anderer Hinsicht zu. Mayall lebte mittlerweile in den USA, und das Album war ohne Schlagzeug aufgenommen worden.« To The Roots“ hieß es 1971 mit dem guten, rokkigen Doppelalbum und guten Stück. Das Schlag zeug hatte wieder Einzug gehalten. Neben dem Ensemble von „The Turning Point“ hatte Mayall sowohl die Drummer Keef Harley und Paul Lagos als auch seine beiden ehemaligen Star-Gitarristen Clapton und Mick Taylor für das Projekt gewinnen können. Die hochgesteckten Hoffnungen auf die Rückkehr zu den musiker Magazin 4/18 | 1/19

STORIES 49 Erfolgen der 1960er-Jahre erfüllten sich indessen nicht. Das Interesse am Blues begann langsam abzuklingen, was auch anderen Bands wie Canned Heat zu schaffen machte. Mayalls Stern sank langsam, aber stetig. 1971 folgte die LP „Memories“, wieder ohne Drummer, der aber ab der leben digen LP „Jazz Blues Fusion“ von 1972, deren Titel Pro gramm ist, regelmäßig dabei sein sollte. Die Riege von Mayalls Musikern lässt sich sehen. Neben dem Bassisten Taylor sind so bemerkenswerte Musiker wie der Trom peter Blue Mitchell und der Gitarrist Freddy Robinson dabei, Mayalls musikalische Weg gefährten auch auf den hörenswerten Alben „Moving On“ und „Ten Years Are Gone“, beide aus dem Jahr 1973. Beide haben musikalisch Einiges zu bieten, dennoch blieben gute Ver kaufs zahlen aus. Mit „The Latest Edition“ aus dem Jahr 1974 lief Mayalls Polydor-Vertrag aus. Bis dahin hatte Mayall in den Jahren 1972 bis 1974 als Mundharmonika-Spieler in Blue Mitchells Band mitgewirkt. Die Aufnahmen er schienen erst 1983 als „Casa Blues“ unter Mayalls Namen mit dem Hin weis „featuring Blue Mitchell“. „Casa Blues“ lohnt sich, aber mit Mayalls gewohntem Blues bringt man diese Musik weniger in Ver bin dung. Treffend heißt die Wieder ver öf - fent lichung der Stücke 2017 auf CD denn auch „Blues’ Blues“. Über Mayalls Schaf fens periode bei Decca und Polydor liegt das empfehlenswerte 4-CD-Set „So Many Roads. An Antho - logy 1964 – 1975“ von Universal Label UMC vor, das in Zusam - men arbeit von Decca und Polydor entstand und einen guten Über blick gewährt. Ready to go NAchste FolGe: JOHN MAYALL – THE GODFATHER OF BRITISH BLUES (TEIL 2) WeB: WWW.JOHNMAYALL.COM text: NORBERT APING Fotoquelle: JOHN MAYALL GrAFik: © KISHIVAN / FOTOLIA.COM DR. NORBERT APING Geboren 1952, Buchautor und Direktor des Amtsgerichts a. D. in Buxtehude. Besuch uns auf der Prolight + Sound: Halle 8.0 Stand A60 Das König & Meyer Kopfhörer Tischstativ 16075 · Dein Kopfhörer perfekt aufbewahrt · Solides Stativ in modernem Design · Gummierte Auflagefläche schützt den Kopfhörer vor Beschädigungen · Made in Germany www.k-m.de Made in Germany 5 Jahre Garantie

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