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Musiker Magazin 4/2017

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36 STORIES ANN DOKA New

36 STORIES ANN DOKA New Country ist Pop – ganz ohne Plastik Ann Doka hat sich dem New Country verschrieben, seitdem sie als Teenie „I Swear“ von John Michael Montgomery im Radio hörte. Mittlerweile reist sie regelmäßig nach Nashville, wo sie sich musikalisch zu Hause fühlt. MM: Du warst schon öfter in den USA – hast dort Konzerte gespielt und eine EP in der „Music City“ Nashville produziert. Wie war es für dich, im Heimatland des Country zu spielen und aufzunehmen? ANN DOKA: Ich bin mindestens einmal pro Jahr in den USA. Am liebsten in Nashville, wo ich mittlerweile schon Leute gefunden habe, mit denen ich Songs schreibe, auftrete oder im Studio aufnehme. Es ist spannend, so etwas in einem fremden Land zu tun. Aber es ist für mich immer wieder eine Herausforderung. Immerhin bin ich keine Englisch-Muttersprachlerin, schreibe und singe aber auf Englisch. Ich gehe meine Texte nach dem Schreiben noch mal mit Muttersprachlern durch – allein schon wegen der Aussprache. MM: Welches war dein prägendstes oder schönstes Erlebnis dort? ANN DOKA: Da gibt es viele – aber im Grunde sind es die Gegensätze in dieser Stadt. Mal stand ich mit Musikergrößen wie Chris Rodriguez (Gitarre – Kelly Clarkson & Keith Urban) und Vail Johnson (Bass – Whitney Houston) im Tonstudio und habe musiker MAGAZIN 4/2017

STORIES 37 meine eigenen Songs aufgenommen. Vier Stun - den später sitze ich ganz gemütlich auf irgendeiner Veranda in East Nashville und jamme mit 15 Mu - sikern ein bisschen Bluegrass auf einer „Pickin‘ Party“, zu der ich spontan eingeladen wurde. Dazu gibt es Barbecue und etwas zu trinken. Wenn ich in Nashville bin, schlafe ich kaum. Von früh bis spät gibt es nur Musik. MM: Inwiefern unterscheiden sich deine Kon zerte hier von denen in Amerika? ANN DOKA: Als „the German girl“ hatte ich immer viel Spaß auf den Konzerten. Die Menschen in den USA sind offen, kontaktfreudig und lieben Deutschland. Auch die Musiker in Nashville habe ich als offen kennengelernt. Da wird man spontan während des Konzerts eines anderen Mu sikers als Gast auf die Bühne geholt. Das passiert in Deutschland selten. Hier denkt man eher an Kon kurrenz, in den USA an Kooperationen. Man hilft sich gegenseitig, voranzukommen. MM: Du wirst gern mit Taylor Swift verglichen. Wie gefallen dir solche Zuschrei bungen? ANN DOKA: Taylor Swift ist eine erfolgreiche Künstlerin – von daher finde ich diese Vergleiche nicht schlimm. Ganz im Gegenteil sehe ich gerade in den letzten Jahren immer mehr Parallelen. Auch Taylor Swift startete mit Country und hat sich von da aus in die Mainstream-Ohren der Radio - sender gespielt. Mir geht es ähnlich. Meine Songs waren New-Country-Pop. Mittlerweile überwiegt der Pop. Und neben den kleinen Radiosendern haben auch schon einige größere Sender meine Musik in ihr Programm aufgenommen. MM: Schon als Teenie hast du Country für dich entdeckt. In dem Alter hören andere eher Mainstream-Musik. Wie kam es, dass du Country gehört hast? ANN DOKA: Ich habe mit 14 natürlich auch viel Radio-Mainstream gehört – Mariah Carey, a-ha, Phil Collins, Elton John, Celine Dion … Einer meiner Lieblingssongs war „I Swear“ von All4One. Eines sonntags stolperte ich auf dem Radio sender AFN über eine Countryversion dieses Songs. Ich dachte, es sei nur eine Coverversion – bis dann der Moderator sagte, dass es das Original von John Michael Montgomery ist. So kam ich zum Country. Allerdings habe ich immer nur New Country gehört, der wie Radio-Pop klingt. Cow - boyhüte und Westernstiefel sind nicht so meins. Bis heute. Ich will ein modernes Bild von Country vermitteln, wie es in den USA heutzutage gelebt wird. Beeinflusst haben mich Tracy Chapman und einige US-Countrystars wie Jo Dee Messina, Keith Urban und Lee Ann Womack. MM: Was ist für dich das Wichtigste an deiner Musik? ANN DOKA: Das Kreative, dass man sich hinsetzen kann und Melodien und Text schreibt, die Menschen berühren. Ich finde es wichtig, dass man sich musikalisch stets weiterentwickelt und Songs schreibt, die mit gewohnten Mustern brechen. Keine Perfektion – mehr ‚trial and error‘. MM: Wie finden deine Freunde, Familie etc., dass du Musik machst? ANN DOKA: Sie sind stolz, glaube ich. Zumindest sind sie bei Konzerten oft in der ersten Reihe und unterstützen mich jederzeit. Das finde ich toll. MM: Dein neues Album soll 2018 rauskommen. Was erwartet uns? ANN DOKA: Mein neues Album „Lost But Found“ ist ein Spiegel meiner letzten Jahre. Es handelt vom Weggehen aus der Heimat, dem Ankommen in einer fremden Stadt, des Sich-verloren-Fühlens und der Frage, wo man sich aufgehoben und zu Hause fühlt. Das war wie eine spannende Reise mit mir selbst. Es ist weniger Country, eher ein Songwriter-Pop-Album. MM: Wo willst du in fünf Jahren musikalisch stehen? MM: Welche Songs haben dich beeinflusst bzw. welche Songs bedeuten dir viel? ANN DOKA: Die Liste ist lang! In den letzten Jahren höre ich querbeet. Aber meine Vorlieben liegen im Bereich Singer-Songwriter und Pop. Ich mag Mainstream, solange die Melodien ins Ohr gehen und die Texte nicht zu trivial sind. ANN DOKA: Auf der Bühne der Festhalle Frank - furt! (lacht) Im Ernst: Ich habe keinen festen Plan. Einfach weitermachen, viel live spielen und Songs schreiben, die ich mir auch selbst anhören würde. Songs, zu denen ich weinen und tanzen kann. Der Rest ergibt sich. INTERVIEW: JANINA HEINEMANN »Die Musiker in Nashville habe ich als offen kennengelernt. Hier denkt man eher an Kon kurrenz, in den USA an Kooperationen. Man hilft sich gegenseitig, voranzukommen.« ANN DOKA – NASHVILLE EP „COULD’VE BEEN MINE“ HTTP://WWW.ANNDOKA.COM | WWW.FACEBOOK.COM/ANNDOKA 4/2017 musiker MAGAZIN

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