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Musiker Magazin 3/2019

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FESTIVAL: Deutscher Rock & Pop Preis 2019 – Konzept; STORIES: Sigi Schwab – Der vielsaitige Champion; Albert Böhne spricht über seine Karriere und die Zusammenarbeit mit Tony Liotta; Interview mit Linda B.; 50 Jahre Peter Maffay – Pünktlich zu seinem siebzigsten Geburtstag erschien das Jubiläumsalbum »Jetzt!«; Achim Amme – »Ammerica«; Die Historie der Rock- & Popmusik – Teil 14: The Rolling Stones – the greatest rock & roll band in the world (Teil 1); HAzel The Nut – »Animal Birthday Party«; DECADANCE DANCE – »We All Get lost ... Sometimes«; UDOMAT & Panikgenossen; MAKIA – Wenn man Musikerherzen öffnet – ist da die ganze Welt zu hause; MUSIKBUSINESS: Mit Musik auf Youtube Music einnahmen erzielen (teil 2) – Deine Musikkarriere auf andere Arten über Youtube vorantreiben; MUSIK & RECHT: Fundamentale Weichenstellung: EUGH-Urteil über Sampling in der Musikproduktion; RUBRIKEN: Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

28 STORIES MM: Am 10.

28 STORIES MM: Am 10. Mai erschien dein neues Album AmmeRica. Woher kommt dein starker Ame rika-Bezug? ACHIM AMME: Das hat biografische und mu - sikalische Gründe. Mein Vater war ein großer Jazz-Fan und seine Favoriten waren eben amerikanische Musiker. Vielleicht hat er das aus der amerikanischen Gefangenschaft mitgebracht … Ich selbst habe ungefähr ab Mitte der 60er- Jahre regelmäßig die amerikanischen Top 20 im Deutschlandfunk gehört. Die britischen Sender habe ich natürlich auch eingeschaltet. Schließlich standen wir ja unter dem Einfluss der Besat zungs - mächte. Als ich 15 Jahre alt war, hatten wir einen amerikanischen Austauschschüler in meiner Familie. Ich selbst war 1968/69 auf einer amerikanischen High School und habe dort auch meinen Abschluss gemacht. Ich bekam in dem Jahr einen tiefen Einblick ins amerikanische Familien - leben. Tiefer, als mir manchmal lieb war. Trotzdem: Vielen Dank an Mom and Dad. Gott habe sie selig! Und an die Brüder, die ihre Liebe mit mir teilen mussten. ACHIM AMME „Ammerica“ VÖ: 10. MAI 2019 ACHIM-AMME.DE MM: Wie lief die Produktion des Albums? ACHIM AMME: Julian Dawson war schon als Musiker auf meiner CD „Ich habe dich so lieb“ vertreten. Als ich dann hörte, dass er Niedecken von BAP produziert hat, dachte ich, es wäre eine gute Wahl, ihn dabeizuhaben, sowohl als musikalischen Berater und Musiker als auch bei der Kor - rektur der Texte – sofern das noch nötig war. Die Musiker, die er wiederum dabeihaben wollte, kannte ich – bis auf Fontaine Burnett (b) – von früheren Produktionen, also Uli Kringler (g) und Heinz Lichius (dr). Zwei Songs habe ich unabhängig von Julian produziert, mit Jens Wrede (b) und Volkwin Müller (v). Vor allem aus zeitlichen Gründen war es nicht anders möglich. MM: Was hat es mit dem Cover auf sich? ACHIM AMME: Na ja, mit dem Cover gab es diverse Probleme. Ich habe erst eine Umfrage unter Freunden mit verschiedenen Entwürfen gestartet. Plötzlich kam meine Designerin Evelyn Engel mit dieser Idee an (eine Dollarnote in den Grenzen der USA auszuschneiden). Ich war sofort begeis - tert. Schließlich haben wir nur noch das Foto auf dem Geldschein ausgetauscht. Für die Erlaub nis ACHIM AMME »AMMERICA« bin ich der Fotografin Rosa Frank sehr dankbar. Tempowechsel, was Julian nicht gefiel. Und ich Sie zeigte sich sofort kooperativ. muss zugeben, dass er recht damit hatte. MM: Wie entscheidest du, welche Songs es MM: Du bist nicht nur Musiker, sondern auch auf das Album schaffen? Schauspieler und Autor. Sind dir da die Texte besonders wichtig? ACHIM AMME: Im Großen und Ganzen habe ich das mit Julian gemeinsam entschieden – bis auf ACHIM AMME: Ja, genau. Das ist der Haupt grund, die beiden Ausnahmen: „The Clown“ und „My weshalb ich mit dem Theater aufgehört habe. Ego And I“. Die beiden Titel waren mir wichtig. Ich wollte meine eigenen Texte schreiben, nicht immer nachplappern, was andere sich ausgedacht hatten. Und wenn es noch so gute Autoren Wenn man bedenkt, dass ich in dem Aus - tausch jahr 19 Songs geschrieben habe, ist der waren. Ich wollte meine eigene Sprache entdecken Output gar nicht mal so übel. Auf der LP ist noch und weiterentwickeln. Dass ich jetzt noch gelegentlich im Fernsehen zu sehen bin, ist ein Über - ein zusätzlicher Song, sodass letztlich nur vier Songs rausgeflogen sind. Die enthielten extreme bleibsel aus alten Tagen. Es ist finanziell interes- musiker Magazin 3/2019

STORIES 29 Es hilft beim Einfühlen. Bei John Lennon hat mich vor allem interessiert, welche persönlichen Erfah run gen dazu geführt haben, dass die Beatles so erfolgreich werden konnten. Im Grunde eine tragische Geschichte. MM: Obwohl du schon lange mit verschiedenen Programmen auf der Bühne stehst, hast du immer noch Spaß an der Sache. Wie bewahrt man sich das? ACHIM AMME: Das ist der große Unterschied zum Theater: Ich bin mein eigener Regisseur. Daneben noch Dramaturg, Produzent, Manager, Fahrer. Niemand kann mir reinreden, höchstens das Publikum mit seinen Reaktionen und die Mitspieler, die ich immer häufiger dabeihabe. Und die freuen sich, dabei sein dürfen. Ganz wichtig noch: Ich muss nicht jeden Tag auf der Bühne stehen. Aber wenn, dann mit ganzer Leidenschaft. Das bin ich mir und dem Publikum schuldig. Meinen Mitspielern sowieso. Ich glaube, dabei kommt auch rüber, dass die Leute merken, da hat jemand sein Hobby zum Beruf ge macht. Kann es etwas Schöneres geben?! »Dem vielseitigen Künstler gelingen veritable Pop-Songs, die eine bestens aufgelegte Band in Ton gegossen hat. (…) Es treffen sich die Stilrichtungen Mainstream Rock’n’Roll, hanseatischer Charme und lennoneske Melodien. Wie könnte ein Mann das fünfzigste Jubiläum seiner ersten Reise in die USA besser feiern als mit diesen inspirierten und beseelten Songs?« santer als Theater und kostet nicht so viel Zeit. Für die grauen Zellen ist es auch nicht schlecht. MM: Du tourst unter anderem mit Program - men über John Lennon oder Bob Dylan zum Beispiel. Die Lesungen werden mit Einspielungen aufgelockert und auch du selbst in - ter pretierst ihre Songs. Wie stellst du deine Programme zusammen? ACHIM AMME: Aus dem Bob-Dylan-Programm ist leider nichts geworden – zu wenig Interesse bei den Veranstaltern. Aber Ringelnatz mache ich nach wie vor gerne. Mich interessiert stets die Geschichte hinter den Geschichten. Also ich stürze mich in die Biografien und versuche herauszufinden, was die Menschen im Innersten bewegt hat. Wenn ich Parallelen zu meinem eigenen Leben entdecke – umso besser. MM: Gibt es rechtliche Probleme, wenn man zu den verschiedenen Interpreten ein Pro - gramm zusammenstellt und aufführt? ACHIM AMME: Klar. Da muss man Genehmi gun - gen einholen oder schauen, wer ist schon 70 Jahre tot. Bei Lennon benötigte ich z. B. die Ge neh mi - gung vom Droemer Verlag, der die Bio grafie von Philip Norman rausgegeben hat, auf der mein Pro - gramm wesentlich fußt. An dieser Stelle noch einmal mein herzliches Dankeschön an den Verlag, der mich bis heute großzügig dabei unterstützt. MM: Was sind deine musikalischen Ein flüsse? ACHIM AMME: Angeblich ist das bei dieser Schei - be besonders deutlich zu hören. In erster Linie waren es die Beatles, die mich aus meinem musi - kalischen Dornröschenschlaf geweckt haben. Überhaupt die Musik der 60er-Jahre, mit der ich aufgewachsen bin, also Kinks, Stones, Motown usw. Ich war auch immer ein großer Fan der Beach Boys mit ihrem mehrstimmigen Gesang. Noch so eine tragische Geschichte hinter dem Erfolg dieser Band. Oft ist Erfolg eben teuer erkauft. INTERVIEW: RONJA RABE FOTO: NIKOLA_STOCK.ADOBE.COM 3/2019 musiker Magazin

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