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Musiker Magazin 2/2021

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FESTIVAL: Deutscher Rock & Pop Preis 2021 – Konzept; STORIES: TONLAND – Zwei Menschen, zwei Stimmen, viel Gefühl; Kerstin Bogensee – Musikerin aus Leidenschaft und Optimistin aus Überzeugung; Sam Reckless – »Dark Times On Glamroad«; Mick Zimmer – »Das neue Jahr«; VOYAGER IV – »Pictures At An Exhibition«; SAMIYA – Die Stimme einer neuen Generation Soul; Paul Bartsch – Träume im Kopf, Wut im Bauch, Wärme im Herzen; SIHNA MAAGÉ – Soul mit Blick für den Zeitgeist; SPACEMUELLER – Melodischer Indie-Rock mit viel Zerre auf den Gitarren und abgedrehten Rhythmen; ARREST – True Power Metal Band from Germany; Die Historie der Rock- & Popmusik: Randy California und SPIRIT; MUSIKBUSINESS: The Singer’s Coach von LeeZa Nail – Teil 2: Vocal Skills; RUBRIKEN: Musiker-News; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

40 STORIES True Power

40 STORIES True Power Metal Band from Germany MM: 2020 habt ihr beim 38. Deutschen Rock & Pop Preis ordentlich abgeräumt. Wie ist es für euch, so eine Auszeichnung zu erhalten? ARREST: Das ist schon eine ganz besondere Ehre, die uns vonseiten der Experten auch in ge wisser Weise in unserem Schaffen und Engage ment be - stätigt. Insofern fühlen wir uns in unserer Kreati - vität gestärkt und auf dem richtigen Weg, „unser Ding“ zu machen. MM: Mögt ihr etwas über die Band ge schichte von ARREST erzählen? Wie habt ihr euch kennen gelernt und wie ist es dazu gekommen, dass ihr gemeinsam Musik macht? ARREST: Sehr gerne, wobei das schon einiger Text wird, da wir bereits einige Jahre zusammen sind. Der „Grundstein“ für ARREST wurde schon 1992 gelegt, als die erstmalige Idee entstand, gemeinsam eine professionell orientierte Rock - band ins Leben zu rufen. Über „urige“ Zeitungs - annoncen haben wir uns dann als Musiker alle Step by Step zusammengefunden, wobei wir an - fänglich noch gar nicht genau wussten, in welche musikalische Richtung sich die Band entwickeln würde. Es vergingen aber nochmals zwei Jahre, bis die ersten richtigen Gigs ins Haus standen. Vorher waren das mehr Proberaum-Meetings etc. Zwischen 1994 und 1996 machten wir dann so unsere ersten Gehversuche im Live- und Studio - bereich, die auch zu unseren ersten demoartigen Recordings führten. Weitere drei Jahre später, also 1999, haben wir unsere erste richtige Long - play-CD „Incarcerated“ veröffentlicht. Von da an ging es so richtig rund und wir waren mit zwei weiteren Longplayern („The Difference“ 2002 und „Night Stalker“ 2004) im Gepäck echt viel unterwegs. In der Spitze hatten wir in einem Jahr rund 52 Gigs, was für unsere Verhältnisse doch echt viel war, da wir ja auch alle noch unseren „normalen“ Dayjob hatten. Gerade auch in der Zeit von 2002 bis 2006 durften/mussten wir die Höhen und Tiefen des Musikbusiness erleben. Und da könnten wir so einiges erzählen, was jetzt aber hier den Rahmen sprengen würde. Aufgrund familiärer (Ehe, Kinder) und beruflicher (Meister- aus bil dungen, Diplome etc.) Herausforderungen legten wir Ende 2006 unsere Tätigkeit erst mal auf Eis, was eigentlich nur für zwei Jahre geplant war. Aus diesen zweien wurden dann aber rund zehn Jahre, sodass wir wieder „richtig“ neu erst Ende 2018, Anfang 2019 gestartet sind. Ende 2019 kam es dann auch durch unseren neuen Drummer Uwe zu einem deutlichen Motivations - schub und wir haben unsere „besten“ Songs nochmals grundsätzlich überarbeitet, um sie dann in Form unserer neuen CD „Reincarnation“ in neuem Ge wand herauszubringen. MM: Am 24.04.2020 ist euer Album „Re in - carnation“ erschienen. Wie war es, an dem Album zu arbeiten? ARREST: Da wir jahrelang die eigenen Titel nicht mehr gehört hatten, war es alles vollkommen neu und begeisternd für uns. Fast schon ein richtiger Genuss, sich der Erstellung eines kompletten neuen CD-Albums zu widmen. Und die darauf befindlichen Songs sind für uns so richtige Highlights. www.musiker-online.tv

STORIES 41 ARREST „Reincarnation“ VÖ: 24. APRIL 2020 WWW.ARRESTMUSIC.COM Handgemachte, ehrliche Gitarrenrockmusik, frei von jeglichen Trends. Sie spielen ihren Heavy Metal ohne Kompromisse und sie machen es verdammt gut ... MM: Wie geht ihr beim Songwriting vor? Fallen euch erst die Lyrics ein oder kommt die Melodie zuerst? ARREST: Das ist immer total unterschiedlich und hängt vom Song und/oder der Idee ab. Es kann dabei von allem ausgehen: Rhythmus, Harmonie, Melodie oder Lyrics. Auch schon Solopassagen waren die Basis für das Entwickeln eines schönen Liedes. Irgendwie entsteht das dann recht organisch innerhalb verschiedener Proben, wo wir über diese jeweilige Idee jammen und dann immer mehr eine weitere Idee geboren wird. Das sind immer ganz spannende, aufregende Pro zesse. MM: Als Band beschreitet man gemeinsame Wege; manche sind leichter als andere. Wie ist euer Zusammenhalt? ARREST: Ja, da gibt es immer mal Höhen und Tiefen, durch die man geht. Gerade in den schwie - rigeren Zeiten ist es dann sehr gut, wenn das Teamwork und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gut laufen, was bei uns gegeben ist. Grund lage ist dabei immer der Respekt voreinander. Grundsätzlich dürfen für unser Dafürhalten im Bereich der Musik auch niemals der Spaß und die Freude daran auf der Strecke bleiben. MM: Wie ist eure Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Vertrieb Timezone? ARREST: Ausgezeichnet, würde ich sagen. Wir sind jetzt sehr froh, bei solch einem tollen Unter - neh men gelandet zu sein, das absolut seriös und kompetent für seine Musiker arbeitet. Und das sind sicherlich Attribute, die die Grundlage für gemeinsame zukünftige Ziele und Planungen bieten. MM: Ihr habt euer eigenes autarkes Mana - gement. Wie ist dort eure Organisation, damit ihr noch genug Zeit für neue Songs habt? ARREST: Ach, das ist eigentlich gar kein großes Ding. Jeder hat neben dem Musikmachen so seine Aufgaben, die sich auch immer mal überschneiden und vermischen. Die „Big Points“ (CD-Pro duk tion, größere Gigs usw.) besprechen und entscheiden wir gemeinsam. In den operativen Proben kommen dann jedes Mal so viele neue Ideen, dass schon etliches Material für zukünftige Lieder da ist, aber noch sortiert und in Struk tur gebracht werden muss, worauf wir uns schon riesig freuen. MM: Durch Covid-19 waren Musiker sehr eingeschränkt. Was tatet ihr, um diese Zeit zu überbrücken? ARREST: Ja, das sind wirklich sehr schwierige Zeiten für Musiker. Gerade das Live-Geschäft, so will ich es mal nennen, lag ja echt brach. Deshalb haben wir uns in dieser Zeit zuletzt auf die Ver - breitung unserer Songs in Form unserer neuen CD „Reincarnation“ konzentriert, was echt gut läuft. Daneben ist natürlich – wie oben schon erwähnt – das Sammeln neuer musikalischer Ideen für neue Lieder Programm. Sobald wir dann wieder „ordentlich“ proben können, starten wir die Kom - positionen fürs neue Album und das Booking für hoffentlich viele schöne Gigs. MM: Was sind eure Ziele für die Zukunft? ARREST: Dass die Welt unsere Songs hört! Na ja, im Ernst, auf jeden Fall das weitere Bekannt - machen unserer Musik, damit dann verbunden tolle Live-Engagements, sobald das wieder machbar ist. Und schließlich die zukünftige Veröffentli - chung neuer ARREST-Musik, die schon in der Pipeline auf das Licht der Musikwelt wartet. Und mit all dem ganz viel Spaß haben! Das werden noch spannende „ARREST-Jahre“ werden. ;) WEB: WWW.ARRESTMUSIC.COM INTERVIEW: LEONIE FÖRSTER FOTOQUELLE: ARREST 2/2021 musiker MAGAZIN