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Musiker Magazin 2/2020

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Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Konzept; Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Anmeldung; STORIES: Volkwin Müller – »Musik wie ein guter Freund«; KANDA – Die Kinder von gestern mit dem Spielzeug von morgen; the brothers – More than a family affair; Samira Saygili & Peter Autschbach – Ein musikalischer Dialog der Extraklasse, bei dem Gitarre und Gesang zu einer Einheit verschmelzen; ​ROCKTAIL – Soul, Funk und Rock aus Kassel; Guitar Scale Colours – Die Dominant-Methode: Mit drei Skalen durch die Tonleitersysteme! Die Singleschallplatten der 60er-Jahre – Eine Enzyklopädie der Musikgeschichte für Sammler; 3PLUS – Handgemachter deutscher Pop/Soul mit Rockeinflüssen aus Siegen; Jeff Beck – Who Else? – Einer der drei stilbildenden Gitarristen der British Invasion der 1960er-Jahre; Shure – feiert 95-jähriges Firmenjubiläum; Darkness Light – »The melodic hard rock band from Königsbrunn«; MUSIK & RECHT: Urteil im Fall Julia Neigel gegen Axel S.; RUBRIKEN: Musiker-News; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

26 STORIES Mit

26 STORIES Mit verfeinerten Arrangements und neuen Songs erobern Rocktail wieder die Bühnen. Hoher Mitgroovefaktor ist garantiert! Soul, Funk und Rock aus Kassel MM: Bitte stellt eure Musikgruppe Rocktail kurz vor. ROCKTAIL: Wir sind die Band Rocktail aus Kassel. Seit vielen Jahren am Start mit unterschiedlichen musikalischen Ausrichtungen setzen wir seit einiger Zeit schwerpunktmäßig auf Elemente aus Funkrock und Soul in unseren Songs. MM: Was für einen Musikstil spielt diese Band? ROCKTAIL: Die Klammer ist sicherlich noch Rockmusik, wie auch der Bandname besagt. Jedoch ist dieses Genre keine starres System. Im Laufe der Zeit haben wir viele Ent wick - lun gen beobachtet und das, was uns gefallen hat, auch mit Augenmaß in unser Programm in tegriert. Es macht Spaß, uns mit neuen musikalischen Facetten zu beschäftigen und die Songs immer wieder aus einem neuen Blick - winkel zu betrachten. Daher klingen einige unserer Titel heute völlig anders als noch vor drei Jahren. Seit Längerem denken wir beim Kom po nie ren und beim Arrangieren viel über die Rhyth mik unserer Titel nach, was eben auf die derzeit starken Einflüsse aus Soul und Funk zurückzuführen ist. Dabei räumen wir auch dem Gesang mehr Freiräume ein. MM: Welche musikalischen Einflüsse und Vorbilder habt ihr? ROCKTAIL: Das ist keine so leichte Frage, da jeder von uns musikalisch sehr unterschiedlich musiker Magazin 2/2020

STORIES 27 sozialisiert wurde. Unser Sänger Jörn wurde sehr stark vom klassischen Soul der 60er ge - prägt; Markus, unser Bassist, wohl eher vom Hard Rock. Albert, Peter oder Bea haben eine musikalische Ausbildung absolviert und sind dabei sicherlich auch von der Klassik oder dem Jazz beeinflusst worden. Ich hingegen bin reiner Autodidakt. Wenn mir eine Schallplatte gefiel, habe ich versucht, die Songs auf der Gitarre mitzuspielen. Insofern nutzt jeder von uns unterschiedliche Einflüsse, um sich in unseren Sound einzubringen. Das macht es jedoch absolut spannend – gerade wenn es darum geht, einen neuen Song zu arrangieren. der Groschen war gefallen! Unserem Sänger, der 2013 in die Band kam, ist es anfangs schwer gefallen, deutsch zu singen, da er viele Jahre in Soul-Tributebands ausschließlich mit englischen Titeln unterwegs war. Aber offenbar sagen ihm die Inhalte unserer Texte und die Möglichkeit, nun in seiner Muttersprache zu singen, zu. Von unserem Publikum bekommen wir ebenfalls viele positive Rückmeldungen, weil die Texte verständlich sind und auch Sprachmittel wie Ironie, Redewendungen oder Zitate meist besser wahr - genommen werden können. MM: Bitte stelle hier eure Bandmitglieder vor … ROCKTAIL: Jörn Birkenstock ist unser Sänger. Er liebt Soulmusik und hat natürlich bei entsprechenden Nummern die Sonne in seinem Herzen. Imponierend finde ich es jedoch immer wieder, wie er sich auch unserer klassischen Rocktitel annimmt, die wir auch noch im Pro gramm haben. „Er schmachtet, rotzt, tänzelt mit einer Stimme voller Kraft und Emotionen.“ So hat es mal unsere Tageszeitung in Kassel nach einem Auftritt be - schrieben. Das trifft’s! Darüber hinaus spielt Jörn bei uns Congas und Mundharmonika. MM: Warum spielt ihr ausschließlich nur eigene Titel statt Coversongs? ROCKTAIL: Ich habe mit zwölf Jahren meine ersten Auftritte mit einer Band gehabt. Damals haben wir uns die ersten Sporen mit Cover - titeln verdient. Ich fing jedoch bereits parallel damit an, eigene Titel zu schreiben. Ich habe in dieser Zeit Udo Lindenberg, Marius Müller- Westernhagen oder auch Wolfgang Ambros für mich entdeckt, die mir mit vielen ihrer Songs aus dem Herzen sprachen. Es hat mich gereizt, meine eigenen Ge danken aufs Papier zu bringen und zu vertonen. Die fertigen Songs habe ich dann immer wieder im Freundeskreis zur akustischen Gitarre präsentiert. Das kam oft gut an. Häufig bekam ich Be - such von Kumpels, die mich direkt fragten, ob ich denn nicht wieder einen neuen Song hätte. Das hat mich natürlich motiviert, am Ball zu bleiben. Bis heute! Beim Arrangieren hat jeder in der Band ein hohes Maß an künstlerischer Freiheit, da wir nicht an die Vor gaben eines Originals gebunden sind. MM: Warum habt ihr für eure Songs deutsche Texte gewählt? ROCKTAIL: Meine ersten Gehversuche beim Texten waren auf Englisch, wie bei sehr vielen anderen Musikern hierzulande wohl auch. Ich hatte dann aber sehr schnell festgestellt, dass ich mit meinem Schulenglisch nicht annähernd in der Lage war, detailliert und auch in einer akzeptablen lyrischen Art und Weise meine Gedanken und Gefühle darzustellen. Ich empfand meine Texte oberflächlich und steif. Hat mir bei genauer Betrachtung überhaupt nicht ge - fallen. Dann habe ich Udo Lindeberg gehört und »Es macht Spaß, die Songs immer wieder aus einem neuen Blick winkel zu betrachten. Daher klingen einige unserer Titel heute völlig anders als noch vor drei Jahren.« Bea Przybilla ist Jörns kongeniale Partnerin an den Mikros. Sie ist sanfter, von der Klassik geprägt, aber sicherlich auch vom Chanson. Sie gibt Jörn Raum und den Songs mit ihrem warmen Timbre genau das, was sie noch brauchen. Am Bass haben wir Markus Lebensieg. Er kommt, wie bereits gesagt, aus dem Hardrock. Vor einiger Zeit suchte er eine Band und spiete bei uns vor. Unsere Musik hat ihm auf Anhieb sehr gut gefallen. Ich finde es großartig, wie er sich in kürzester Zeit mit diesem für ihn neuen Genre vertraut gemacht hat und völlig darin aufgeht. albert Esipovic ist unser Drummer. Er hat unter anderem Schlagzeug studiert und ist musikalisch natürlich auf breiter Ebene bewandert. Seine Ideen beim Arrangieren neuer Titel oder des Umbaus vorhandenen Materials sind elementarer Bestandteil unserer Arbeit. Peter zingrebe, unser Saxophonist, kommt vom Jazz. Es ist immer wieder toll zu hören, wie gut sich seine Läufe mit unseren Songs vertragen. Peter kann super improvisieren, was sich natürlich bei unseren Gigs immer positiv auf die Stimmung auswirkt. Bleibe noch ich selbst (Toby Hartmann). Ich spreche nicht so gerne über mich. Daher in Kürze: Bandgründer, Gitarrist und verantwortlich für Kompositionen und Texte etlicher Titel. MM: Wie erarbeitet und entwickelt ihr eure neuen Songs? ROCKTAIL: Wie gesagt, komponiere ich die Mehr zahl unserer Titel und schreibe auch die Texte dazu. Das hat sich wohl über die Jahre 8 2/2020 musiker Magazin

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