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Musiker Magazin 1/2022

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FESTIVAL: Deutscher Rock & Pop Preis 2021 – Gewinner; Deutscher Rock & Pop Preis 2022 – Konzept STORIES: 40 Jahre Deutscher Rock & Pop Musikerverband e. V. – Ein kleines, aber feines Jubiläum ...; Alwin Smoke – »Six String Stories«; Peter Volland – »Losgelöst von Markt und Umsatz bleibt das Musizieren weiter Teil meines Lebens«; Lili Czuya – »Andere haben mit 20 ein Auslandsjahr gemacht, ich hab auf dem Kiez als Sängerin gearbeitet.«; FEDERNELKEN – Populärmusik zwischen Hirschbachstüberl und Mittlerem Ring; LOOPAHEAD – Musikalische Strukturen, mit den Wurzeln im Blues, Rhythm ’n’ Blues, Latin, Rock & Jazz; Sandra Ajtner – »My future«BARRY ALEXANDER KING – Singer-Songwriter; DER SCHWEIGER – Mit seinen philosophisch-poetischen Songs ist er mittendrin in der deutschen Poesie; SANDRA DELL’ANNA – »Ich möchte nicht aufhören, an Musik zu wachsen«; Die Historie der Rock- & Popmusik – THE DOORS MUSIKBUSINESS: Online musizieren – verzögerungsfrei; The Singer’s Coach von LeeZa Nail – Teil 3: VOCAL SKILLS RUBRIKEN: Musiker-News; Produkt-News; Titelschutzanzeigen; CD-Rezensionen; Kleinanzeigen; Impressum

48 STORIES die Qualität

48 STORIES die Qualität der Kom position und die mu sikalische Ge die - genheit der Band in einen Sog zieht. In „Cars Hiss By My Window“ erzielt Morrison mit seinem Gesang, der zeitweise wie eine E-Gitarre klingt, hohe Span nung. Der Blues - rock „Been Down So Long“ ist eine Tour de force, und „The Wasp (Texas Radio And The Big Beat)“ serviert in der Tat den zitierten „Big Beat“. Noch während „L.A. Woman“ abgemischt wurde, zog Morrison mit seiner Freundin nach Paris in der Hoffnung, wieder zu Kräften zu kommen. Alkohol und Drogen entließen die beiden aber nicht aus ihrem Griff. Nach Konsum von Al - ko hol und Heroin starb Morrison am 3. Juli 1971 in der Badewanne seiner Pariser Wohnung. Um seinen Tod bildeten sich wie bei Jimi Hendrix rasch Legenden. Manzarek, Krieger und Densmore produzierten 1971 und 1972 noch die Studio-Alben „Other Voices“ und „Full Circle“. Während ihrer Europa- Tournee traten die Rest-Doors am 3. Februar »Nach Konsum von Alkohol und Heroin starb Morrison am 3. Juli 1971 in der Badewanne seiner Pariser Wohnung. Um seinen Tod bildeten sich wie bei Jimi Hendrix rasch Legenden.« 1972 im Beat-Club auf. Ohne Morrison blieb der Erfolg jedoch aus. Darauf reagierten die Doors mit der Aus wer - tung nicht veröffentlichten Materials mit Morrison und der Pflege des musikalischen Rufs der Band. Im Januar 1972 erschien der 2-LP-Sampler „Weird Scenes Inside The Gold Mine“, der einen sehr guten Überblick über die Musik der Band gibt. Morrison hatte allein einige seiner Gedichte auf Tonband aufgezeichnet. Für das im November 1978 veröffentlichte Doors-Album „An American Prayer“ unterlegten Manzarek, Krieger und Densmore die Gedichte mit Musik. Außerdem fügten sie eine Live-Version vom „Roadhouse Blues“ hinzu. Im Herbst 1983 wurde mit dem Live-Album „Alive, She Cried“ die Fortsetzung von „Absolutely Live!“ nachgereicht, zusammen mit weiteren Live-Aufnahmen im Mai 1991 als 3-LP- Set „In Concert“ he - rausgegeben und später als Doppel- CD aufgelegt. Zu „An American Prayer“ und „Alive, She Cried“ wurden noch einmal Single-Auskopplungen veröffentlicht. Bis 1985 waren vier weitere Musikfilme zu Doors-Songs entstanden, zuletzt Manzareks Vision von „L.A. Woman“. 1995 kam noch „Ghost Song“ hinzu. Nachdem Oliver Stone 1991 die Band mit seinem Spielfilm „The Doors“, in dem Val Kilmer Morrison spielt, auf die große Leinwand gebracht hatte, wurde das Set „The Doors Box“ von 1997 mit vier CDs vorgelegt. Drei enthalten bis dahin un - ver öffentlichte Demo- und Studio-Aufnahmen sowie Ausschnitte aus Live-Konzerten, während die vierte CD Manzareks, Kriegers und Densmores Lieb lingsstücke der Doors versammelt. 2002 belebten Manzarek und Krieger gemeinsam mit dem Sänger Ian Astbury die Doors auf der Bühne wieder. Densmore hatte seine Teilnahme abgelehnt. Sowohl er als auch Morrisons Eltern www.musiker-online.tv

STORIES 49 setzten ge richtlich durch, dass die neue Formation weder unter dem Namen The Doors noch als The Doors of the 21st Century auftreten durften. Deswegen benannte man sich schließlich in Ray Manzarek and Robby Krieger of The Doors um. Mit Astbury entstanden mehrere Live-Mitschnitte, einer davon kam 2004 als DVD auf den Markt. Gradmesser für die Attraktivität der Ur-Doors waren aber ihre persönlichen Auftritte. „The TV Collection“ von 2016 versammelte 13 Auftritte von 1967 bis 1969 in US-Fernsehshows, dabei auch die beiden Songs, die die Band in der Ed Sullivan Show präsentierte, in der es zu einer Kontroverse kam. Der Schwerpunkt lag aber auf Konzertmitschnitten von 1967 bis 1970 (San Francisco, Hollywood, New York, Boston, Pittsburgh, Vancouver, Isle of Wight), die das Label Rhino, das seit Jahren Wiederauflagen von Elektra vermarktet, von 2007 bis 2017 herausgab. 2009 erschien sogar eine 6-CD-Box mit sämtlichen Shows der Doors im New Yorker Felt Forum vom 17. und 18. Januar 1970. Erhältlich sind aber auch Radiomitschnitte, die der sogenannte graue Markt hervorgebracht hat (Stockholm 1968, New York, Detroit und Seattle 1970). Im Zeitalter von VHS, DVD und Blu-Ray wurden außerdem Live-Mit - schnitte im Bild verfügbar. Der Auftritt in der Hollywood Bowl von 1968 wurde im April 1999 auch noch einmal in die „30 Years Comme mo - rative Edition“ gesteckt, zusammen mit dem Pro - gramm „Dance On Fire“ und „The Soft Parade. A Retrospektive“. Zum 40-jährigen Band-Jubiläum der Doors kam im November 2006 die Box „Perception“ mit allen sechs überarbeiteten Studio-Alben heraus, angereichert mit Bonustracks. Nun erzählten Manzarek, Krieger und Densmore 2006 und 2008 die Geschichte des Debütalbums und von „L.A. Woman“ für DVD-Veröffentlichungen. Ein Highlight ist sicherlich Tom Dicillos ausführliche Filmdokumentation „When You’re Strange“ über die Band, die Johnny Depp erzählt. Sie ist als DVD mit Begleitmaterial herausgekommen. Dazu war von Betrachtern außerhalb des Doors-Zirkels 2009 die durchaus sehenswerte DVD „The Doors from the Outside“ herausgekommen. Zuletzt erschien 2013 „R-Evolution“, die Samm lung der Musik-Videos der Doors von 1967 bis 1995. Sie wurde Manzarek gewidmet, der im selben Jahr verstarb. Die Doors-Welle rollte auch danach weiter. 2017 wurden für das Set „The Singles“ alle 20 Singles der Doors von 1967 bis 1983 zusammenfasst, dazu vier Monoversionen fürs Radio und auf Blu-Ray der quadrofonische Mix „The Best Of The Doors“ mit elf Songs. Der weitaus größere Wurf waren aber die „50th Anniversary“-Ausgaben aller sechs Studio-Alben von 2017 bis 2021. Bis auf „Strange Days“ und „Waiting For The Sun“ wurden sie dieses Mal sogar in Deluxe-Ausgaben angeboten. Und wieder gab es Neues aus dem Studio und live zu entdecken. „Morrison Hotel“ bot zum Beispiel einen umfangreicheren Einblick in die Entwicklung einiger Songs. Mittlerweile hatten Manzarek, Krieger und Densmore ihre Erinnerungen an die Doors auch in Buchform vorgelegt. Den bisherigen Schluss punkt setzte aber der deutschfranzösische Kultur kanal Arte am 2. Juli 2021 mit einem The men abend über Jim Morrison. Eröffnet wurde er mit der neuen Dokumentation „Jim Morrison: Die letzten Tage in Paris“. Dann folgten der Auftritt der Doors auf der Isle of Wight und Dicillos „When You’re Strange“. Die Legende lebt also auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen weiter! NÄCHSTE FOLGE: DREI PIONIERE: CLIVE DAVIES, ALEXIS KORNER UND GRAHAM BOND TEXT: DR. NORBERT APING WEB: THEDOORS.COM FOTOQUELLE: THEDOORS.COM; DPA BACKGROUND: © AMIXSTUDIO; ©TOBIAS ARHELGER / ADOBE STOCK »Manzarek, Krieger und Densmore produzierten 1971 und 1972 noch die Studio-Alben „Other Voices“ und „Full Circle“. Während ihrer Europa-Tournee traten die Rest-Doors am 3. Februar 1972 im Beat-Club auf. Ohne Morrison blieb der Erfolg jedoch aus.«