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Musiker Magazin 1/2018

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56 PRODUKT-NEWS ten

56 PRODUKT-NEWS ten Nachfahren aufbewahrt. Es hat eine äquidistante Stim - mung mit 7 Tönen pro Oktave. Diese ist ähnlich der westlichen Diatonik und klingt herrlich schwebend. Die Me - lodien sind auch 1 : 1 auf C- oder F-Balafone übertragbar, ohne sie zu vergewaltigen. So können sie mit der Kora oder mit westlichen Instrumenten gespielt werden. Sie sind ebenso kurz und repetitiv wie die Koramelodien, dazu kommen wunderschöne Gesänge und komplexe Impro visationen. Pentatonische Balafone wurden vom Ur-Balafon abgeleitet und sind in anderen Regionen zu finden. DIE MUSIK IN WESTAFRIKA Die Musik in Afrika hat so ein breites Spektrum, dass kaum ein Merkmal auf alle Traditionen des riesigen Kontinents zutrifft. Eins ist jedoch das Repetitive: Die Rhythmen und Melodien sind meist kurze Phrasen, die wiederholt werden. Sie bilden den rhythmischen/harmonischen Teppich. Darüber wird gesungen und meist polyrhythmisch improvisiert. Je nach Region herrschen verschiedene Tonsysteme vor. • DIE DJEMBÉ Bei vielen Volksgruppen wird die Oktave in vier, fünf oder Die Malinké ließen sich sechs Schritte unterteilt. Diese haben aber nicht einen vom rhythmischen Hirse- Abstand von Halb- und Ganztonschritten wie in der Diatonik, Stampfen inspirieren und sondern gleiche Abstände (sie sind äquidistant). So ist z. B. entwickelten im 11. / 12. eine äquidistante Pentatonik mit unserem System nicht zur Jh. aus dem Mörser die Deckung zu bringen. Mit der Folge, dass diese Musik für Djembé. Sie wird mit den unsere Ohren schief klingt. Händen gespielt und diente zunächst dem Versammeln Die Popmusik vieler Regionen basiert auf traditionellen der Leute („versammeln“ Melo dien und Instrumenten, wurde aber meist diatonisch = „Djela beng“). Durch das Schlagen des Fells wird die Luft - „umgebogen“, damit sie auf westlichen Instrumenten spielbar ist und für Weiße gut klingt. Hört sich jemand, der von nung wird die Luft geballt unten herausgepresst, was den säule im Kelch nach unten bewegt. Durch die kleine Öff- Kindheit an auf das diatonische System geprägt ist, traditionelle Musik quer durch Afrika an – vom Jodelgesang der abgestoppte Schlagweise ist der Klang obertonreich, lässt druckvollen Klang verursacht. Durch die offene, nicht Pygmäen über Trompeten im Tschad, Fiedeln der Tuareg sich aber gut in diversen Musikstilen einsetzen, zumal Ton bis zum Kehlkopf gesang der Xhosa in Südafrika –, fährt es und Slap differenzierter sind als z. B. beim Cajon. Die Handto-Hand-Spielweise liefert einen angenehm durchlaufenden ihm durch Mark und Bein. Teppich. Doch kommt man im westlichen Westafrika an, mag man seinen Ohren kaum trauen: zarte Harfenklänge, perlende Xylophonlinien und wunderschöner Gesang! • DIE KORA Die Manding entwickelten im 18. Jh. in Kabou (heute Gambia/Südsenegal) aus 4- bis 6-saitigen Jäger-Harfen der Malinké die komplexere Kora. Diese hat 21 Saiten. Die Stimmung ist F-Dur, in manchen Regionen auch F lydisch. Links befinden sich 4 Basssaiten (F, C, D, E), dann geht es abwechselnd weiter mit der normalen F-Dur-Tonleiter. Die zwei Daumen spielen Bass-Figuren, die zwei Zeigefinger Melodie-Linien. Die Stücke sind kurz und repetitiv. Die Ge - sänge sind länger und ziehen sich quer über die Melodie- Linie. Kora- und Balafonspieler schöpfen aus dem gleichen musikalischen Fundus, weil sie gemeinsame Wurzeln haben. In Westafrika sind die Gesellschaften noch teilweise am Kasten system orientiert. Traditionelle Melodie-Instrumente werden daher nur von Angehörigen der Kaste der Musiker und Geschichtenerzähler gespielt (Griots/Griottes). Auch die Lieder sind ihnen vorbehalten (von wenigen Ausnahmen abgesehen wie Salif Kéita). Das Trommeln ist frei und nicht mehr an die Kaste der Schmiede gebunden. Kombiniert man Kora oder Balafon mit modernen Instru - menten, lässt man in aller Regel Kora bzw. Balafon beginnen, denn sie sind ja durch ihre eine Skala in C- oder F-Dur eingeschränkt. Gitarre oder Keyboard können dann Har - monien darunterlegen (leitereigene Akkorde von C bzw. F). Ursula Branscheid-Kouyaté, geb. 1968 in Köln, seit 1987 in Tübingen, 1996 – 2000 Jazz-Studium in Bern und in München. Instrumente: Schlagzeug, Djembé, Kora, Balafon, Gesang. Was ist hier passiert? Vermutlich legten schon die alten Ägypter den Grundstein für unser Tonsystem. Sie kolonisierten das antike Griechen - land und brachten ihre Musik ein. Die Griechen führten die Bezeichnungen „ionisch, dorisch“ etc. für die Skalen des diatonischen Systems ein, die wir bis heute verwenden. Über das antike Rom kam die Musik dann nach Mitteleuropa. Auf einem anderen Weg kam die ägyptische Musik nach Westafrika: Der Pharaonensohn Dinga gründete am Niger das Reich Gana, aus dem später Mali hervorging. Die Musik- Tradition dieser Mande-Völker gilt als die komplexeste Afrikas. Und sie hat erstaunliche Ähnlichkeit zu westlicher Musik. Deren wichtigste Instrumente: • DAS BALAFON 1205 bekam der im Mande-Land herrschende Soumaoro Kanté von Waldgeistern ein riesiges Balafon. Als er vom rechtmäßigen Thronerben Soundjata Kéita gestürzt wurde, ging das Instrument an dessen Hofmusiker Balla Fasséké Kouyaté. Das Ur-Balafon wird bis heute von seinen direk- Autorin von 4 Djembé-Lehrbüchern (über 30 000 verk. Exemplare), 2 DVDs (Leu-Verlag). Über 30 Afrika-Reisen mit Djembé-Unterricht bei Famoudou Konaté, Mamady Kéita und div. Trommlern der National - balletts, Kora- und Balafonspielern und Tänzern in Mali, Guinea, Senegal. Seit 1996 Dozentin an div. Volkshochschulen. Seit 2005 Schlagzeug-Lehrerin in den Musikschulen Bempflingen bzw. Neckartenzlingen, musikalische Früherziehung. Fotos: Ursula Branscheid-Kouyaté Weitere Informationen: www.leu-verlag.de musiker MAGAZIN 1/2018

PRODUKT-NEWS 57 NORD ELECTRO 6 EIN RAFFINIERTER MODERNER KLASSIKER IBANEZ PRESTIGE AZ2402-ICM ICE BLUE METALLIC Das Clavia Nord Electro 6 HP Stage key - board kombiniert die Emulationen von klassischen elektromechanischen und akustischen Instrumenten in einem ultra-portablen Gehäuse. Mit 3 unabhängigen Sound- Sektionen, einer optimierten Benutzer ober - fläche und der Ergänzung durch Seamless Transitions präsentiert der schwedische Her - steller ein leistungsstarkes und flexibles Instrument. Das Nord Electro 6 HP verwendet eine Tastatur mit 73 Tasten mit einer ge - wichteten Hammermechanik, die sich perfekt für elektronische und akustische Klavier - klänge, aber auch hervorragend für Orgel - spiel eignet. Ausgestattet ist das Nord Electro 6HP mit 3 unabhängigen Klanger zeugungs - sektionen. ORGAN SECTION Das Clavia Nord Electro 6HP enthält die Nord C2D Orgelsimulation von B3 Tone weel, B3 Bass und Vintage Transistor Orgel sowie zwei Pipe Organ Sounds. Ein Dual-Orgel- Modus bietet schnellen Zugriff auf zwei manuelle Setups und eine hervorragende Übersicht und Kontrolle über die drawbar settings sowohl für das untere als auch für das obere Manual. Das Nord Electro 6HP 73 verfügt über digitale Zugriegel, die eine hervorragende Übersicht über die ak tuellen Einstellungen bieten. VINTAGE ROTARY SPEAKER Das Nord Electro 6HP Stagekeyboard verfügt über die neueste Generation der Vintage 122 Rotary Speaker-Simulation, die einen wesentlichen Charakter für eine Live-Organ- Performance liefert und über Slow-, Fastund Stop-Modus sowie eine Drive-Steue - rung verfügt. SAMPLE SYNTH SECTION Die Sample Synth Section enthält eine große Auswahl an hochwertigen Sounds aus der Nord Sample Library 3.0, einschließlich der exklusiv lizenzierten Sounds des legendären Mellotron und Chamberlin. Der Synth ist mit wesentlichen Reglern für Attack, Decay/Release und Dynamik ausgestattet. PIANO SECTION Die Piano Section bietet eine große Aus wahl an akustischen, elektrischen und digitalen Pianos aus der Nord Piano Library, erweiterte Stimmenpolyphonie und kreative Piano-Filter. Zusätzlich findet man die Ka tegorie „Layer“ mit reichhaltigen dynamischen Patches. AUSTAUSCHBARE SOUNDS Mit dem Nord Sound Manager können Sie ganz einfach neue Sounds hinzufügen oder ersetzen. Dabei wird die Piano Library ständig erweitert mit neuen exklusiven Sounds und ist immer kostenlos. EFFECT SECTION Die leistungsstarke Effekt-Sektion des Clavia Nord Electro 6HP bietet eine große Auswahl an sofort anpassbaren, hochwertigen Effek - ten, die den klassichen Stomp-Boxen nachempfunden sind. Alle Effekte sind stereo und können frei den Bereichen Orgel, Piano oder Synth zugeordnet werden. Erhältlich unter www.musicstore.de Die Ibanez Prestige AZ2402-ICM Ice Blue Metallic ist das perfekte Werkzeug für den modernen Gitarristen, der auf der Suche nach einer erstklassigen E-Gitarre für die Um set - zung virtuosester Spieltechniken im Rock-, Fusion- oder Jazz-Kontext ist. Hierbei bieten der ergonomisch gestaltete Erle-Korpus mit eleganter Riegelahorn-Decke und der geschraubte S-Tech-Wood-Hals eine ungehinderte Bespielbarkeit, während speziell ent - wickelte Seymour Duncan Hyperion Pick ups mit dyna-MIX10-Schaltung für vielseitige Sounds mit lebendiger Artikulation sorgen. Außerdem verfügt die Ibanez AZ2402 über ein hochwertiges Gotoh-T1802-Tremolo mit Saitenreitern aus Titan sowie Gotoh-H.A.P.- Locking-Mechaniken. ERSTKLASSIGE HÖLZER UND UNGEHINDERTER SPIELKOMFORT Für den ergonomisch geschwungenen Kor - pus der Ibanez AZ2402 wählt Ibanez das klassische Erlenholz aus, wobei weit ge - schnit tene Cutaways und der „Super All Access Neck Joint“ auch die höchsten Lagen problemlos erreichbar machen. Absolutes Highlight der Ibanez AZ2402 ist jedoch zweifelsohne der geschraubte Hals aus S- Tech Wood Roasted Maple. Dieses Ahorn- Holz wird in einer reinen Stickstoff-At mos - phäre thermisch behandelt, wodurch es un - empfindlich gegen Klimaänderungen wird und eine ausgezeichnete Resonanz ge winnt. Das mittelkräftige „AZ Oval C“-Profil liegt bequem in der Hand, sodass zwischen den 24 Edelstahlbünden im Jumbo-Format jeder noch so komplexe Song bequem aus den Fingern geht. Hierbei gestatten fluoreszierende Side Dots auch auf den dunkelsten Bühnen eine optimale Orientierung. SEYMOUR DUNCAN HYPERION PICKUPS MIT DYNA-MIX10 SCHALTUNG Für eine optimale Tonwandlung steuert niemand Geringeres als Seymour Duncan die Pickups der Ibanez AZ2402 bei. Hierbei über - zeugen die in Hals- und Mittelposition verbauten Seymour Duncan Hyperion Hum - bucker mit einem moderat er höh ten Output und einer ausgewogenen Wieder gabe aller Frequenzen, sodass in Verbindung mit der lebendigen Dynamik ausdrucksstarkes E- Gitarre-Spielen bestens unterstützt wird. Ausgewählt werden die Spulen der Tonabnehmer unterschiedlichen Kombinationen mithilfe des 5-Wege-Klingenschalters, wobei dank dyna-MIX10-Schaltung zusätzliche Optionen abgerufen werden können. So wird nach Be - tätigung des „Alter“-Switches jeweils eine Spule jedes Humbuckers mit verminderter Wicklungszahl „angezapft“, sodass ausgedünnte, fein aufgelöste Klangfarben zur Ver - fügung stehen. HOCHWERTIGE HARDWARE VON GOTOH Nicht zuletzt überzeugt die Ibanez Prestige AZ2402-ICM Ice Blue Metallic mit einer erst - klassigen Hardware-Ausstattung. Als Brücke kommt das speziell für die Ibanez AZ-Serie entwickelte Gotoh-T1802-Tremolo zum Ein - satz, das mit Saitenreitern aus Titan und einem massiven Stahlblock klangfördernd ausgestattet ist. Mit Saitenabständen von 10,5 mm unterstützt es außerdem die optimale An schlagstechnik. An der Kopfplatte werden die Saiten außerdem über einen Knochen sattel zu den Gotoh-Magnum-Lock- H.A.P.-Mechaniken geführt, deren höhenverstellbare Wickelachsen einen optimalen Saitendruck garantieren. Auch erhältlich in anderen Farben unter www.musicstore.de 1/2018 musiker MAGAZIN

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