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Musiker Magazin 1/2018

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44 STORIES TEIL 10: Der

44 STORIES TEIL 10: Der zeitlose Klassiker – CREAM CREAM waren die erste Supergroup der Rockgeschichte. Ob dieses Phänomen ohne die bahnbrechenden phantastischen Erfolge der Beatles denkbar gewesen wäre, mag dahinstehen. Musikalisch liegen Welten zwischen den Bands, die beide bewiesen, weitaus mehr als die Summe ihrer Mitglieder zu sein. musiker MAGAZIN 1/2018

Im Sommer 1966 gegründet schienen CREAM ein weiterer versierter Vertreter des britischen Blues Booms zu sein. Rasch erweiterte die Band ihr musikalisches Spektrum und revolutionierte die Rockmusik durch musikalischen Er findungs - reichtum und Virtuosität. Neben Blues rock und Ausflügen in den Hard Rock gesellten sich Jazz - elemente, psychedelisch gefärbtes Lyri sches bis hin zu Klassik-Verwandtem dazu – alles miteinander rhythmisch exquisit verbunden, was die Band - mitglieder besonders mit ihren frenetisch gefeierten filigranen und wuchtigen Impro visa tionen unter Beweis stellte. Fremde Songs wurden höchst individuell interpretiert, und eigene Songs wie „White Room“, „Sunshine Of Your Love“ und „Politician“ wurden zu Klassikern der Rock musik und setzten neue Standards. Diese Stücke konnten zudem mit den Textdichtungen des 1940 geborenen Pete Brown glänzen. einen 45-Watt-Verstärker Marshall mit zwei je zwölf Inch großen Lautsprechern anschloss, war das Ergebnis eine Sensation: Claptons Phra sie rungen und Vibrato auf der Gitarre kamen in einer bis dahin nicht gehörten Kraft zur Geltung, besonders eindrucksvoll bei den Stücken „All Your Love“, „Hideaway“ und „Stepping Out“. STORIES 45 Organisation. Die neue Band verband Jazz, Rock und Rhythm and Blues miteinander. Einen guten Einblick bieten die CD-Box „The Graham Bond Organization: Wade In the Water – Classics, Origins & Oddities“ von 2012 und die Doppel-CD „Live at the BBC & Other Stories“ (2015). Gitarrist dieser Supergroup war der 1945 ge - borene Eric Clapton, der heute eine absolute Größe des Musikbusiness ist und in Groß - britannien schon vor CREAM Gitarren-Gott ge - nannt wurde, weil seine Gitarrenkünste sich in Riesen schritten entwickelt hatten. Er hatte im Herbst 1962 seine ersten Schritte als Berufs - musiker getan. Nach Stationen bei The Roosters und Casey Jones & the Engineers im Herbst 1963 schloss er sich den erfolgreichen Yardbirds an. Er verließ sie im Frühjahr 1965 und schloss sich John Mayall, dem „Godfather of British Blues“, an, um sich dem Blues zu widmen. Bei Mayall entwickelte Clapton den Sound seiner Gitarre, was ihm zentrale Bedeutung unter den Rock - gitarristen sicherte. Blues-Aufnahmen aus der ersten Hälfte der 1960er-Jahre klangen technisch meistens flach. Claptons Aufnahmen mit Mayall von 1965 und 1966 waren dagegen wie ein Quanten sprung und übten eine enorme emotionale Wirkung auf die Zuhörer aus. Erste An - zeichen dafür bietet die Clapton-Mayall-Single „Telephone Blues“ und „I’m Your Witchdoctor“. Auf Mayalls sogenanntem Beano-Album „Blues- breakers With Eric Clapton“ wurde Claptons spielerischer und soundtechnischer Beitrag jedoch offenbar. Das im April 1966 aufgenommene Album ist ein musikalischer Meilenstein. Hatte Clapton bei den Yardbirds eine rote Fender Tele caster über einen Vox-Verstärker gespielt, deren Sound der Produzent Mike Vernon als „pissy“ bezeichnete, verwendete er nun eine Ende der 1950er- Jahre gebaute Sunburst Gibson Les Paul Standard, die er in London für kleines Geld erworben hatte. Ihre Tonabnehmer konnten einen Ver - stärker mit Verzerrungen und langanhaltender Dauer eines angeschlagenen Tones an seine Grenzen bringen und dadurch einen neuen Sound erzeugen. Als Clapton im Studio diese Gitarre an »Im Sommer 1966 gegründet schienen CREAM ein weiterer versierter Vertreter des britischen Blues Booms zu sein. Rasch erweiterte die Band ihr musikalisches Spektrum und revolutionierte die Rockmusik durch musikalischen Erfindungsreichtum und Virtuosität.« Initiator von CREAM aber war der 1939 geborene Drummer Peter Edward Baker, der hoffte, mit einer neuen Band rasch große Erfolge feiern zu können. Wegen seiner rötlichen Haare Ginger genannt, war er seit Mitte der 1950er-Jahre in der britischen Musikszene heimisch geworden und verstand sich grundsätzlich als Jazz- Drum mer, der sich von afrikanischer Rhythmik an gezogen fühlt und sich sein Schlagzeug zunächst selbst baute. Nach Stationen unter anderem bei Mr. Acker Bilk stieß er 1962 zu Alexis Korner, in dessen Band er den künftigen Rolling-Stones-Drummer Charlie Watts ersetzte. Bei Korner spielten Baker, der 1943 geborene schottische Bassist Jack Bruce, der Saxo pho - nist Dick Heckstall-Smith, der vor allem durch seine Mitgliedschaft in der Jazzrock-Formation Colosseum eine prägende Größe in der britischen Musikszene wurde, sowie der Keyboarder und Saxophonist Graham Bond. Bond, Baker, Bruce und Heckstall-Smith verließen bald Korners Band und gründeten die Graham Bond Jack Bruce schrieb hier seine ersten Stücke bei der Graham Bond Organisation und wechselte vom akustischen Bass zum elektrischen Bass, den er wie eine Gitarre spielen wollte. Nach dem Ausscheiden des zeitweiligen Gitarristen John McLaughlin, der durch das Mahavishnu Orchestra große Bekanntheit erlangte, wählte Bruce den sechssaitigen Fender VI Bass (den er 1967 bei CREAM gegen den Gibson-Bass EB 3 austauschte). Baker und Bruce schätzten einander als außergewöhnliche Musiker. Beide waren allerdings eigenwillige Individualisten, die schon zu dieser Zeit einander vorwarfen, zu laut zu spielen. Ihre Hassliebe führte sie im Laufe der Jahr - zehnte zusammen, wie sie sie auseinandertrieb. Als Bruce bei der Graham Bond Organisation ausschied und sich unter anderem John Mayalls Bluesbreakers und Manfred Mann anschloss, musste Baker überlegen, wie es für ihn musikalisch weitergehen würde. Mitte Mai 1966 fragte er Clapton, ob dieser sich an einer Dreier-Blues - rock-Formation mit Gitarre, Bass und Schlag - 1/2018 musiker MAGAZIN

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