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Musiker Magazin 1/2018

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28 STORIES LEISE IST DAS

28 STORIES LEISE IST DAS NEUE LAUT Nachdem Tokunbos erstes Album „Queendome Come“ von Kritikern und Fans geliebt und gelobt wurde, steht sie drei Jahre später mit dem Nachfolger „The Swan“ wieder auf der Bühne. Ihr unaufgeregter, atmosphärischer Sound setzt sich hier fort und zelebriert Langsamkeit in einer Welt, die in Chaos unterzugehen scheint. MM: Gerade ist dein zweites Soloalbum „The Swan“ erschienen. Wie hat sich dein Sound seit dem Debüt weiterentwickelt? TOKUNBO: „The Swan“ ist in vielerlei Hinsicht ein konsequentes Weiterspinnen dessen, was mit meinem Solo-Debüt „Queendom Come“ begonnen hat. Nach wie vor sind filigrane Akustik gi tar - ren parts ein tragendes Element des Sounds. Die teils reduzierten Arrangements mit Vintage- Sounds, die auf dem Vorgänger zu hören sind, haben jedoch auf „The Swan“ einer feingliedrigen, dichteren Gesamtklangwelt Platz gemacht. Wie das Vorgänger-Album ist „The Swan“ geprägt von einem handgemachten Sound, insgesamt ist das Album jedoch graziler und schwebender. Textlich hat im Songwriting auch eine Weiter ent - wicklung stattgefunden: die Stimme der Geschich - ten hat sich verändert. Ich habe eine assoziative poetische Sprache gesucht, die eine neue Di men - sion in die persönlichen Texte bringt, ohne das Storytelling zu verlieren. MM: In der heutigen Schnelllebigkeit wirkt dein Album entschleunigend. Das findet sich auch in deinem Video zu „White Noise“ wieder. Sehnst du dich selbst nach mehr Lang - sam keit? TOKUNBO: Was für ein schönes Kompliment! „Quiet Is The New Loud“, ein Album-Titel einer meiner liebsten Singer-Songwriter-Bands, Kings of Convenience, drückt sehr treffend aus, wonach ich mich sowohl in der Musik als auch persönlich sehne. Musikalisch waren es schon immer die leisen Töne, die eine Anziehungskraft auf mich ausgeübt haben. In Lagos, Nigerias ehemaliger Haupt stadt, wo ich meine Kindheit verbracht habe, war unser Haus in der Nähe einer Lagune eine Oase der Stille im lauten Chaos der Stadt. Mein Vater hat dort mit seinem Folk-Duo mit einer Sän gerin aus den Niederlanden geprobt, eine meiner ersten musikalischen Erinnerungen. Im Plattenschrank meines Großvaters mütterlicherseits entdeckte ich die Werke von Satie, Ravel und Débussy. Das hat meine Vorliebe für melancholische Klänge ge prägt. Später entdeckte ich dann den Jazz mit seinen vielen Zwischentönen. Und so haben wir schon mit Tok Tok Tok die Kunst des Leisen zelebriert. Mein neues Album ist unter dem Eindruck eines neuen Lebensabschnitts entstanden: Mit der Ge burt meines Kindes war gefühlt der Stecker gezogen und ich habe mich voll und ganz einer Zeit hingegeben mit langsamer tickenden Uhren. In dieser Phase entstanden auch die Vision und die ersten Songskizzen. „White Noise“ vom neuen Album spricht genau von der Sehnsucht nach einem Innehalten im allgegenwärtigen Weißrauschen und nach einer hoffnungsvollen Antwort auf die zum Teil verstörenden politischen Geschehnisse unserer Zeit. Über die Plattform Demotapes.org, die Songs mit politischem Inhalt präsentiert und auf der groß - artige Künstler wie BAP, Pohlmann und Christina musiker MAGAZIN 1/2018

TOKUNBO

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