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Musiker Magazin 1/2018

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STORIES–– Seite 09: Deutscher Rock & Pop Preis 2018 STORIES • Seite 15: Mut zur deutschen Sprache – Interview mit Miss Allie • Seite 18: THE CONTINENTALS – So klassisch wie Cadillac – so modern wie Batman • Seite 20: STINGER – Hardrock mit einem Hauch Blues, der über alles erhaben ist! • Seite 23: Interview mit GHOSTTOWN COMPANY • Seite 25: Manila Muffin – Tanz der Kontraste • Seite 28 Tokunbo – Leise ist das neue Laut • Seite 34: LEBENDIG – Wer deutsche Musik liebt, wird auch diese coolen Jungs lieben • Seite 37:  Interview mit A SCAR FOR AMY • Seite 38:  IRON HORSES – Kick-Ass Heavy Metal from Germany! 
• Seite 40: Interview mit Jennifer Loosemore • Seite 44: Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 10: Der zeitlose Klassiker – CREAM • ––MUSIKBUSINESS–– Seite 50: Mitgliedschaft im Deutschen Rock und Pop Musikerverband e.V. • Seite 54: Gründungskosten einer Unternehmergesellschaft mit beschränkter Haftung • ––MUSIK & RECHT–– Seite 52: Streit um zwei Sekunden geht in die nächste Runde • RUBRIKEN –– Seite 04: Musiker-News • Seite 55: Produkt-News • Seite 60: CD-Rezensionen • Seite 64: Titelschutzanzeigen • Seite 65: Kleinanzeigen • Seite 66: Impressum

24 STORIES »Die eigenen

24 STORIES »Die eigenen Stücke machen unsere Identität als Band aus – das ist uns wichtig. Denn diese Stücke erzählen unsere Geschichte.« HINTERGRUND: © ALEXANDER RATHS/FOTOLIA.COM oder Ausbeutung durch die britische Krone. Aber die Iren haben sich nie unterkriegen lassen und ihrem Land immer wieder zu neuer Blüte verholfen. Sie sind ein ehrliches, bodenständiges Volk und stolz. Sie wissen um ihre Geschichte. Nicht zuletzt fasziniert die raue Landschaft. Wer sich dort länger aufhält und alles bewusst auf sich wirken lässt, wird davon geprägt. MM: Könnt ihr ein oder zwei typisch irische Geschichten/Begegnungen erzählen? GHOSTTOWN COMPANY: Da gäbe es viel zu er zählen. Aber Gastfreundlichkeit und Hilfsbereit - schaft sind dort unglaublich. Iren haben immer ein offenes Ohr. Sie sind interessiert an allem, was man aus seinem Herkunftsland erzählen kann. Musik ist ein präsentes Thema. Eine kleine Anek - dote: Zu später Stunde wollte ich mit einer Freun - din gerade einen Pub in Galway verlassen. Der Pub war ziemlich voll und ich bin aus Ver sehen einem Mann vor mir ziemlich unsanft auf die Ferse getreten. Nun dachte ich, er dreht sich um und will sich beschweren. Aber genau das Gegenteil war der Fall: Er drehte sich um, lächelte und entschuldigte sich mehrfach bei mir! Ich war überrascht, aber so etwas passiert dort. Die Men schen pflegen einen respektvollen Umgang miteinander. MM: Musikalisch klingen eure Lieder nach guter Laune. Macht ihr keine Musik, wenn ihr mies gelaunt seid? GHOSTTOWN COMPANY: Sicher sind wir nicht vor jeder Probe oder jedem Auftritt gleich gut ge - launt. Man muss aber im Hinterkopf haben, dass die Leute für eine gute Show bezahlen. Wir sind unseren Zuhörern schuldig, dass sie eine top Leis tung bekommen. Die schlechte Laune tragen wir lieber untereinander, in unseren Familien oder zu Hause auf der Couch aus. MM: Beim Deutschen Rock & Pop Preis habt ihr im Dezember in fünf Kategorien Preise bekommen. Was war das für ein Gefühl? GHOSTTOWN COMPANY: Das war bzw. ist un - glaublich schön. Wir haben zwei Jahre hart dafür gearbeitet. Keiner von uns hat ernsthaft mit fünf Auszeichnungen gerechnet, aber wir sind stolz darauf. MM: Was sind eure Ziele für 2018? GHOSTTOWN COMPANY: Wir werden viel unterwegs sein und zunächst unsere Platte live promoten. Im Februar werden wir ins Studio gehen, einen neuen Song aufnehmen und ein Video dazu drehen. Ab Herbst werden wir vermehrt neue Songs schreiben. Denn es soll zeitnah einen Nachfolger zu unserer Platte „FolkRock“ geben. WEB: WWW.GHOSTTOWN-COMPANY.DE INTERVIEW: JANINA HEINEMANN FOTOQUELLE: GHOSTTOWN COMPANY GHOSTTOWN-COMPANY „FolkRock“ VÖ: 20.04.2017 GHOSTTOWN-COMPANY.DE WWW.FACEBOOK.COM/ GHOSTTOWNCOMPANY musiker MAGAZIN 1/2018

STORIES 25 TANZ DER KONTRASTE Manila Muffin spielt nicht nur mit Kontrasten, sie lebt sie. Ob in stetiger Zerrissenheit zwischen deutscher Heimat und philippinischen Wurzeln oder der Balance zwischen klassischer und populärer Musik. Unter ihrem Künstlernamen Manila Muffin nutzt sie diese Gegensätze für sich, um ein Gefühl von Melancholie und Aufbruch zu erzeugen. Überzeugt hat sie damit unter anderem die Jury des Deutschen Rock & Pop Preises 2017 und konnte sich den zweiten Platz in der Kategorie „Singer“ sichern. MM: Wie hast du dich im Vorfeld auf deinen Auftritt beim Deutschen Rock & Pop Preis vor bereitet? MANILA MUFFIN: In erster Linie bekam ich die Gelegenheit, mich mit meinem Song „Sleeping Beauty“ von einem neuen Standpunkt aus zu nähern. Beim Üben probierte ich neue Melodien aus, Zweitstimmen und Variationen, um ein neues Gespür für den Song zu bekommen. Die größte Herausforderung, die sich mir bei diesem Wett - bewerb stellte, lag darin, in den fünf Minuten, die jedem Teilnehmer zur Verfügung standen, mein Gesamtkonzept, das aus meiner Musik, der äußeren Erscheinung und der daraus resultierenden At mosphäre besteht, zu präsentieren. In einer Form, die das Publikum für einen Moment in meine Welt hineinzieht. MM: In deiner Musik und im Auftreten spielst du mit Kontrasten. Woher kommt deine Be - geisterung für Gegensätze? MANILA MUFFIN: Kontraste finden sich in unserer Gesellschaft, in der Natur, in Kulturen und in uns selbst. Das Aufeinanderprallen der deutschen und der philippinischen Kultur konfrontierte mich schon sehr früh mit Gegensätzen und den Kon - flikten, die daraus entstehen können. Kontraste erschaffen einen Raum mit Ecken und Kanten, mit Spannung und Reibungen, mit Konfliktpotenzial und Authentizität. Aus der allgemeinen Ordnung, dem „Schwarz-Weiß-Denken“ auszubrechen und die Vielfalt der Farben entdecken zu können, Farben einer Persönlichkeit, von Emotionen, Musik und Kunst – das ist es, was mich fasziniert. Kontraste zeichnen ein viel stärkeres Bild – sei es beim Schreiben oder im musikalischen Kon text. „Eine Blume, die im Schnee erblüht“ ist nicht einfach die Zusammenführung der Worte Schnee und Blume. Jeder hat zu dieser Formulierung ein individuelles Bild im Kopf, was aber bei den meisten wahrscheinlich mit einem Gefühl von Stärke, Zartheit, Willensstärke und Schönheit einhergeht. Eine Blume, die auf einer Wiese im Frühling aufgeht, ist genauso schön – es würde aber wohl kaum jemand an beispielsweise Stärke dabei denken. Meine Musik lebt von Kontrasten – dunkle 1/2018 musiker MAGAZIN

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