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Musiker Magazin 03/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2014 Y'AKOTO - Kunst bedeutet für mich spielen. Interview mit der Komponistin und Texterin Irene Paul über die Zusammenarbeit mit Wolfgang Petry Colin B - Gitarrist & Songwriter aus Leidenschaft verschafft sich Gehör! Vanessa Balscher - Mit Herz und Spaß zum Erfolg Bastian Korn - Was zählt, ist Qualität Nicefield - Ein Feuerwerk der Gefühle Dagmar Bunde - Mein Jazz Andy Lang - Bodenständig, fränkisch, keltisch und spirituell Christines Leidenschaften POND - Interview mit Wolfgang Paule Fuchs über die Anfänge in der DDR und die aktuellen Projekte Red Cat Entertainment - Interview mit Dr. Andreas Kassel Proberäume oder "Welche Sicherheiten können Sie uns bieten?" Music Licensing - die eigene Musik in Film, TV und Werbung Image? Brauch' ich nicht! - Die Angst der Musik, ins zweite Glied zu rutschen

26 STORIES ANDY LANG:

26 STORIES ANDY LANG: Ich bin ja nach wie vor Pfarrer, wenn auch beurlaubt, und feiere nach wie vor gerne Gottesdienste, vor allem in der Kombination von keltischer Spiritualität und Musik. Gottesdienste wie eine Osternacht, Trau ungen, Taufen oder Christmetten sind dafür besonders geeignet. Mein Pfarrersein beeinflusst natürlich mein Songwriting. Ich mache spirituelle Musik aus der Begeisterung für die Schöpfung und ihre Quelle und für die Menschen. Die Texte sollen aber für jeden nachvollziehbar sein und keine konfessionellen Grenzen haben. ANDY LANG: Ich habe 1988 mein erstes Konzert gegeben – 2013 habe ich dann zum Jubiläum bereits zum zweiten Mal auf der ältesten Freilicht bühne Deutschlands ein Konzert geben dürfen: Der Luisenburg in Wunsiedel, einer Location, die in ihrer Ursprünglichkeit und ihrem Felsenlabyrinth auch ganz besonders zu meiner Musik passt! Ich habe ja einen speziellen Bezug zu den Räumen, in denen ich spiele. Oft sind es Kirchen, Tropfsteinhöhlen, Burgen, Gewölbekeller oder Naturbühnen. Ich könnte mir kein Konzert im neutralen Neonlicht-Setting vorstellen! Inhalt meines Jubiläumskonzertes – ein Festival keltischer Musik – war einerseits der Rückblick. Ich hatte meine alte Folk-Rock-Band, die „Forgotten Freaks“, wieder zusammengebracht, mein Trio „Anam Cara“ war dabei, aber auch mein neues Ensemble und ein Streicher-Trio waren mit beim Konzert. Die „Forgotten Freaks“ haben nach zwölf Jahren Abstinenz wieder zusammen gespielt und wir waren schon bei der Probe auf Anhieb wieder 100%ig bei der Sache – jedes feine Detail im Arrangement war noch im „Zellengedächtnis“ vorhanden. Und auch nach dem Revival werden wir zukünftig wieder auf Tour gehen. »Was wir tun, denken und fühlen, muss im Körper ankommen, dann ist es authentisch. Die keltische Herangehensweise ist, mit Leib und Seele Mensch zu sein.« MM: Und 2014 kommt auch ein neues Album von dir heraus? MM: Der Pfarrer Andy Lang geht auch seit einigen Jahren auf Pilger - reise nach Irland. Welche Menschen begleiten dich auf diesen Reisen? ANDY LANG: Wir sind bei meinen Pilgerreisen durch Irland immer eine total bunte Truppe: von frommen Christen, Agnostikern, mystisch-spirituellen und ganz normalen Irlandfreaks, die die Atmosphäre dieser Reise genießen. Jeder darf mitkommen, ohne Wertung und ohne dass er einem festen Bekenntnis zugehörig sein muss. MM: Du hast wiederholt von keltischer Spiritualität gesprochen. Was ist das eigentlich? ANDY LANG: Mich persönlich törnen fromme Übungen ab, die nur im Kopf ablaufen. Was wir tun, denken und fühlen, muss im Körper ankommen, dann ist es authentisch. Die keltische Herangehensweise ist, mit Leib und Seele Mensch zu sein. Das gilt ja auch für die Musik: Ein Sänger, der nur mit dem Kopf singt, ist „hohl“. Nein, es muss der ganze Körper dabei sein! In Irland findet man diese alten keltischen Schwingun - gen auch in der Landschaft wieder. Und Lachen und Weinen ist in der irischen Musik sehr nah beieinander, alles hat seinen Platz! Das findet man sonst vielleicht nur noch in der Klezmer-Musik. Und ich weiß auch von vielen, die dies bei meinen Konzerten so spüren. MM: Womit wir wieder beim Thema wären: Seit 25 Jahren auf der Bühne! Was passiert in deinem Jubiläumsjahr? ANDY LANG: Ja, ein großartiger Komponist hat mir Streicherarrange - ments zu meinen Songs geschrieben – und zwar richtig tolle rhythmische Bearbeitungen –, die wir beim neuen Album mit einem Streicher - ensemble einspielen. Wir spielen diese Lieder zunächst live am 1. Juni auf der Naturbühne Trebgast und gehen anschließend ins Studio. Am 8. November schließlich soll dann die CD-Präsentation im Bürgersaal in Helmbrechts sein. Und als Special ist dann auch ein Album mit den „Forgotten Freaks“ am Start! MM: Auf deiner Homepage www.andy-lang.de findet man einen interessanten Eintrag: „Meine Helden“. Dort finden sich neben Luka Bloom, Leonard Cohen und Loreena McKennitt auch Frère Roger, der evangelische Mönch aus Taizé und – dein Auto mecha - niker! Sind das auch die Helden in deinen Songs? ANDY LANG: Natürlich sind meine Songs musikalisch inspiriert von Leonard Cohen (schon wegen der sonoren Stimme!) und Luka Bloom sowie vom Harfenspiel einer Loreena McKennitt – sie war schließlich der Auslöser, dass ich Harfe spielen lernte! Aber vor allem die Lebens ein - stellung zweier Menschen hat mich stark berührt: Frère Roger mit seinem Lebensstil der Einfachheit und Versöhnung und mein Auto me cha - ni ker, dem zuversichtlichsten Menschen, den ich kenne. Er ist immer fröhlich und gibt mir und meinem Auto die Gewissheit: Alles wird gut! WEB: WWW.ANDY-LANG.DE | WWW.IRLAND-PILGERN.DE INTERVIEW: VOLKER GRUCH FOTOQUELLE: ANDY LANG musiker MAGAZIN 3/2014

STORIES 27 CHRISTINES LEIDENSCHAFTEN Seit vielen Jahren ist Christine Schmids Passion, das Akkordeon auf „neuem Terrain“ auszuprobieren und dessen klangliche Vielfalt einem breiten Publikum zu präsentieren MM: Erzähle uns bitte von deinen ersten Schrit ten in der Musik. CHRISTINE: Das Akkordeon begleitet mich seit meinem dritten Lebensjahr durch mein Leben. Solistin wurde ich, weil ich als Kind zu schüchtern war, in einem Orchester zusammen mit anderen Kindern zu spielen. Mit 15 begann ich mit Tanzmusik-Auftritten zu öffentlichen Anlässen, damals ein sehr einträgliches Geschäft mit hoher Nachfrage. Meine damalige Begleiterin war eine Hohner Vox4, später ein Midiakkordeon mit Rhythmus und Stimmen. Die Technik auf dem Knopfakkordeon eignete ich mir bei diversen privaten Lehrern an. Diese verwirrten mich zugleich abwechselnd in einem 4- oder 5-Finger-System, was nicht immer einfach war. Das meiste habe ich mir so selbst beibringen müssen. MM: Zu dieser Zeit hast du bei deinen Auf trit - ten noch nicht gesungen. Wie bist du zum Ge sang gekommen? CHRISTINE: Bei meinen Auftritten merkte ich, dass Musik zusammen mit Gesang noch mehr Aufmerksamkeit genießen würde. Mein Papa meinte damals zwar: „In unserer Familie kann doch niemand singen.“ Trotzdem nahm ich dann die ersten Gesangsstunden, die später in einem klassischen Gesangsstudium mündeten. Dies tat meiner Liebe zum Akkordeon aber keinen Abbruch. Meine Akkordeonfertigkeiten verfeinerte ich bei Hans Hans-Günther Kölz am Hohner Konser va - torium in Trossingen, der es auch verstand, zu meiner Stimme das entsprechende Akkordeon Arrange ment zu zaubern. Durch den Gesang und ein Studium an der Jazz schule in Paris kam ich zu französischen Chan sons. Jahrelang tourte ich als „Akkordeon spielende Edith Piaf“ im Marlene-Dietrich-Outfit mit Netzstrümpfen, Chapeau Claque und Frack mit diversen eigenen Programmen in Kleintheatern und auf Firmenevents. 8 3/2014 musiker MAGAZIN

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