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Musiker Magazin 03/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2014 Y'AKOTO - Kunst bedeutet für mich spielen. Interview mit der Komponistin und Texterin Irene Paul über die Zusammenarbeit mit Wolfgang Petry Colin B - Gitarrist & Songwriter aus Leidenschaft verschafft sich Gehör! Vanessa Balscher - Mit Herz und Spaß zum Erfolg Bastian Korn - Was zählt, ist Qualität Nicefield - Ein Feuerwerk der Gefühle Dagmar Bunde - Mein Jazz Andy Lang - Bodenständig, fränkisch, keltisch und spirituell Christines Leidenschaften POND - Interview mit Wolfgang Paule Fuchs über die Anfänge in der DDR und die aktuellen Projekte Red Cat Entertainment - Interview mit Dr. Andreas Kassel Proberäume oder "Welche Sicherheiten können Sie uns bieten?" Music Licensing - die eigene Musik in Film, TV und Werbung Image? Brauch' ich nicht! - Die Angst der Musik, ins zweite Glied zu rutschen

24 STORIES

24 STORIES Bodenständig, fränkisch, keltisch und spirituell ANDY LANG Keltische Harfe, irische Balladen und eine sonore Stimme – das sind die Markenzeichen von Andy Lang. Seit nunmehr 25 Jahren gibt der fränkische Celtic-Barde Konzerte und hat in der Folkszene mit seinen atmosphärisch-dichten Auftritten ein Alleinstellungs merk mal. Wir haben uns mit ihm unterhalten über die Musik, das Leben und das, was seine Lieder prägt … Denn Celtic Folk ist ja auch eine sehr erdige Musik, die im ländlichen Bereich entstanden ist. MM: Trotzdem war es ein verrückter Zufall, wie du zum Folkie wurdest. Es gibt da eine Geschichte, die dir als Zwölfjähriger passiert ist … MM: Andy, wie kommt ein Junge aus dem Frankenland dazu, keltische Musik zu machen? ANDY LANG: Meine Heimat ist das Fichtelgebirge – ich komme also sozusagen aus den „Highlands“ Frankens! Es ist eine raue, aber liebenswürdige, zum Teil unberührte Landschaft, und da ist es kein Wunder, dass dies für mich das „Einfallstor“ zur Folkmusik wurde. ANDY LANG: Ich habe als Junge zuhause gerne mit Dartpfeilen ge - spielt und den Flokati-Teppich meiner Eltern als Zielscheibe genommen. Dummerweise traf aber einer der Pfeile nicht den Flokati, sondern eine LP, die mein älterer Bruder an die Wand gelehnt hatte. Es war die Doppel-LP „Folk Friends“, die Hannes Wader 1978 mit renommierten Folkmusikern aus den USA und Irland aufgenommen hat. Und in dieser LP steckte nun mein Dartpfeil! Ich hatte die Platte musiker MAGAZIN 3/2014

STORIES 25 regelrecht perforiert. Mein Bruder bestand darauf, dass ich ihm die LP für 20 DM abkaufte (viel Geld für einen Zwölfjährigen). Die zweite LP in der Hülle war noch unversehrt und so wurde ich dann beim Hören der Platte über Nacht zum Folkmusikfan! MM: Im Nachhinein waren die 20 DM durchaus gut angelegt, wenn man deine weitere Karriere betrachtet. Aber sag mal, Folkmusik war doch zu dieser Zeit, Anfang der 80er-Jahre, völlig uncool! ANDY LANG: Das stimmt, meine Klassenkameraden hörten Duran Duran oder Modern Talking – ich hörte dagegen Clannad, Simon & Garfunkel und solche Sachen. MM: Wie wurdest du dann vom Folkmusikfan zum Songwriter? ANDY LANG: Ich habe nach meinem Abitur ein Jahr in England als Krankenpfleger verbracht und dort unter dem Eindruck des Golf - krieges auch angefangen, Lieder zur Gitarre zu schreiben, weil ich in meinem jugendlich-frommen Zorn etwas zu der politischen Situation sagen wollte. Ein Song hieß damals „Good Night Bagdad“. Später habe ich dann einige Lieder auf Kassette aufgenommen und einer guten Freundin, von der ich wusste, dass sie Ahnung von Musik hat, nach Deutschland geschickt. Nach langem, bangen Warten – ich dachte schon „jetzt hast Du endgültig bei ihr verschissen …“ – kam dann ihr Antwortbrief und sie hatte wirklich zu jedem Song ausführlich eine konstruktive Kritik verfasst und schrieb: „Mach auf jeden Fall weiter!“ MM: Eine „zweite Bekehrung“ zum Folk erlebtest du dann in Schottland … ANDY LANG: Zum Abschluss dieses Jahres in England machte ich noch ein Reise nach Schottland und erlebte auf einem Festival in Edinburgh zufällig ein Konzert der Harfenistin und Sängerin Loreena McKennitt, die damals noch nicht so bekannt war. Ich saß ganz vorne und spürte: „Genau das ist meine Kombination: keltische Harfe und Gesang.“ Das war der Auslöser für mich, keltische Harfe zu lernen. Und über die Jahre wurde genau das mein Alleinstellungsmerkmal: Gesang und Harfe! Viele Leute kamen anfangs ja nicht wegen des Namens Andy Lang zu den Konzerten, sondern wegen der keltischen Harfe. Ich erinnere mich, wie ein Veranstalter in Eschwege mich bat, doch eine Stunde früher zu kommen, weil er schon über 600 Karten verkauft habe und er die Leute früher in den Saal lassen müsse. Und das an einem Ort, wo mich eigentlich keiner kannte! MM: Hast du auch davon profitiert, dass es in den letzten Jahren immer wieder ein Folkrevival oder einen Hype in Sachen Irish Folk gab? ANDY LANG: Sicherlich gab es in den 25 Jahren, in denen ich auf der Bühne bin, immer mal wieder eine Art „Folk-Welle“, aber einen Hype konnte ich zum Glück nicht erkennen. Immerhin darf ich nun schon kontinuierlich seit 15 Jahren im Hauptberuf Musiker sein! MM: Apropos Hauptberuf: Du bist ordinierter Pfarrer, hast Theo - logie und Philosophie studiert – wo ist der Pfarrer Andy Lang geblieben? THE headphone company

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