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Musiker Magazin 03/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2014 Y'AKOTO - Kunst bedeutet für mich spielen. Interview mit der Komponistin und Texterin Irene Paul über die Zusammenarbeit mit Wolfgang Petry Colin B - Gitarrist & Songwriter aus Leidenschaft verschafft sich Gehör! Vanessa Balscher - Mit Herz und Spaß zum Erfolg Bastian Korn - Was zählt, ist Qualität Nicefield - Ein Feuerwerk der Gefühle Dagmar Bunde - Mein Jazz Andy Lang - Bodenständig, fränkisch, keltisch und spirituell Christines Leidenschaften POND - Interview mit Wolfgang Paule Fuchs über die Anfänge in der DDR und die aktuellen Projekte Red Cat Entertainment - Interview mit Dr. Andreas Kassel Proberäume oder "Welche Sicherheiten können Sie uns bieten?" Music Licensing - die eigene Musik in Film, TV und Werbung Image? Brauch' ich nicht! - Die Angst der Musik, ins zweite Glied zu rutschen

20 STORIES BASTIAN KORN

20 STORIES BASTIAN KORN Was zählt, ist Qualität Bastian Korn, deutschsprachiger Sänger, Komponist und Pianist, erzählt von seiner Band und ihrem Weg zum Erfolg. Mit ihm im Rock-TV-Studio sein Zwillingsbruder Benny, Schlagzeuger, und Tobi, Bassist. Mit ihrem selbsternannten „Erwachsenen-Pop“ haben sie schon einige Auszeichnungen beim „Deutschen Rock & Pop Preis“ abgesahnt. DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV MM: Bastian, ihr wurdet in der Kindheit schon sehr beeinflusst von der Musik eures Vaters zur Rock’n’Roll-Zeit. Was habt ihr aus dieser Zeit besonders mitgenommen? BASTIAN: Als wir sehr jung waren, haben wir mit einfachen Instrumenten angefangen. Mein Bruder hat Ukulele gespielt und ich Waschbrett. Da konnten wir besonders unsere Kreativität und Innova - tion entwickeln. Nachdem wir dann jahrelang Rock’n’Roll gespielt haben, wurde uns das zu langweilig, und die Idee kam auf, eigene Songs zu schreiben. MM: Du hast mir im Vorgespräch erzählt, dass es extrem schwierig war, andere Musiker zu finden, die mit euch Deutsch-Pop machen wollten. Tobi, warum war für dich klar, dass du Teil dieses Projekts sein möchtest? TOBI: Für mich als Bassist sind die Kriterien relativ klar. Dabei spielt die Musikrichtung erst mal keine Rolle. Wichtiger sind die Menschen, dass man vom Charakter her gut zusammen harmoniert, sonst hat man auf Tour schnell ein Problem. Die Chemie zwischen den Menschen ist das, was die Musik immer zu etwas Besonderem macht. MM: Bastian, als du angefangen hast, deutsche Texte zu schreiben, hat es sich für dich angefühlt, als seien dir die Hände hinter dem Rücken gebunden gewesen. Warum war das anfangs so eine Tortur und was hat sich ver - ändert für dich? BASTIAN: Ich habe vorher 15 Jahre lang englisch gesungen. Englisch klingt für mich, gerade beim Singen, schön, leicht, einfach melodischer. Heut - zu tage hat sich die deutsche Sprache aber verändert, sie klingt nicht mehr so holprig, und es gibt mittlerweile viele Bands, die das wirklich gut hinkriegen. Manche entwickeln dann fast eine eigene Sprache – das ist eben die künstlerische Freiheit. Für mich war es anfangs schwer, die Songs mit Leben zu füllen, richtig drin zu sein. Es hat lange gedauert, überzeugend und mit viel Intensität zu singen. MM: Tobi, du hast in Brighton studiert. Was hat dir diese fundierte Ausbildung dort als Musiker gebracht? TOBI: Bei der Musik kommt es doch sehr auf Gefühle an, und ich glaube, dass man das an keiner Uni lernen kann. Richtig spielen lernt man dort auch nicht, da könnte man auch einfach Musikunterricht nehmen. Aber das Netzwerk, das man dort untereinander aufbauen kann, und das Know-how über’s Musikbusiness, das hat mir sehr viel gebracht. Innerhalb meines dreijährigen Studiums habe ich in ganz vielen Bands gespielt mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen, mit den kuriosesten Menschen, die man so in seinem Leben treffen kann. Ich konnte dort also ganz viel aufsaugen. Zu meiner Zeit waren wir 800 Stu den - ten an der Uni, die Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug studiert haben. Man merkt schnell, mit wem man harmoniert und mit wem nicht. MM: Benny, was nimmst du als schwierig wahr in der Musikbranche heute? BENNY: Es ist relativ unehrlich geworden, weil da auch technisch sehr viel möglich ist. Es ist nicht mehr unbedingt nötig, wer weiß wie gut an seinem Instrument zu sein. Ich denke auch, dass die vielen Castingshows suggerieren, dass man mal eben ganz schnell nach oben kommen kann. Früher haben die Bands noch diese „Ochsen- touren“ gemacht, tingelten von Club zu Club, und konnten so über Jahre reifen. Man hat den Bands einfach mehr Zeit gegeben. MM: Du hast gesagt, dass es schwierig ist, über die Jahre auch ohne Hits zu überleben. Der Castingweg ist ausgeschlossen, aber das Ziel ist doch schon das Fernsehen. Wie schafft man den Sprung denn dahin? BASTIAN: Man kann den Hit nicht voraussagen, aber man kann immer mehr das Umfeld dazu schaffen, man braucht Connections und Vitamin B. Und wenn man eine Plattenfirma findet, die das geil findet, dann geht alles seinen Weg vom Platten vertrag über die Supporttour bis zum Fern - sehauftritt. Diese Rahmenbedingungen kann man durch viel Arbeit selber schaffen – neben guten Songs. Was zählt, ist die Qualität. Dabei spielt heut zutage auch das Alter überhaupt keine Rolle mehr. TOBI: Das Wichtigste in der Musikbranche ist, dass man immer dranbleibt, immer neue Leute kennenlernt und sich so sein Netzwerk aufbaut. MM: Ich fand, das waren einige wertvolle Tipps für Nachwuchsmusiker. Vielen Dank, dass ihr hier wart. WEB: WWW.FACEBOOK.DE/ BASTIANKORNMUSIK INTERVIEW: HANNAH THALHAMMMER musiker MAGAZIN 3/2014

STORIES 21 SUSANNA: Das ist eine deutschsprachige Musik und dadurch ist Schlager sehr vielseitig. Mittler - weile gibt es ja Popelemente, Rockele mente, Klassik elemente. Jeder hat seinen eigenen Stil. Das hat sich einfach sehr weiterentwickelt. Man hat es übernommen aus den 70er-Jahren und man hat dem Ganzen keinen neuen Namen ge - geben. NICEFIELD Ein Feuerwerk der Gefühle Auch Susanna und Andreas haben auf unseren roten Sesseln Platz genommen. Bereits seit zwölf Jahren machen die beiden erfolgreich in Form von Nicefield Musik und widmen sich dabei vor allem den schönen Dingen des Lebens. MM: Ihr besingt überwiegend die positiven Dinge. Trauer und Wut durchlebt jeder mal. Wie kommt es, dass ihr das gar nicht in eurer Musik verarbeiten wollt? ANDREAS: Es ist einfach das Gefühl nicht vorhanden und Musik ist absolute Gefühlsgeschichte für uns. Wir machen alles aus dem Herzen, aus dem Bauch und spontan. Natürlich erleben wir auch Sachen, die nicht positiv sind, aber die sind gering. Und es ist schön, das zu verarbeiten, was wir erleben. Und wir haben das Geschenk erhalten auf dieser Erde, das tun zu können, was wir lieben. Wir versuchen, andere Menschen damit anzustecken, und das gelingt uns auch. MM: Lebt ihr nach der Maxime: Je mehr man sich auf das Positive konzertiert, desto weniger Negatives hat man im Leben? SUSANNA: Man hat natürlich einiges erlebt, was nicht toll war. Aber man sollte sich schon auf das Positive konzentrieren, denn nur so hat man auch immer seinen Weg im Fokus. Manche Sachen sind nicht gerade toll, aber ich gehe weiter und lass das hinter mir. Das ist sehr schwer. Wir wollen uns nicht auf das Negative konzentrieren, sondern darauf, es besser zu machen und positiver. MM: Das ist ja auch eine Sache, die für mich immer typisch Schlager ist: Alles ist immer sehr positiv, auch wenn es einem vielleicht gar nicht so geht. Deswegen werdet ihr vielleicht auch oft in diese Nische gesteckt. Aber ihr distanziert euch eigentlich klar davon und sagt, ihr macht keinen Schlager. ANDREAS: Wir distanzieren uns eigentlich nicht, aber wir Deutschen neigen dazu, alles zu verschachteln und in Schubladen zu stecken. Ich glaube, Musik ist eine der wunderbarsten Sachen auf dieser Welt und wir sollten uns alle anstecken mit guten Gefühlen. Wo man gemeinsam singt und gemeinsam musiziert, da streitet man nicht. Wir sind alle Musiker und wir sollten die Toleranz, die wir verkünden, auch leben. Das heißt, jeder hat seine Berechtigung, egal was er tut und egal wie. Und es ist egal, in welchem Genre er das tut. MM: Ihr hattet ja bisher viele schöne Jahre; trotzdem würde mich interessieren, was ihr als schwierig oder hart in der Musikbranche empfunden habt. SUSANNA: Sich tagtäglich treu zu bleiben. Man braucht Kontakte und natürlich Leute, die einem im Musikbusiness weiterhelfen. Man hat nicht die Möglichkeit, alles zu machen und zu können. Das geht nicht. Man braucht Arrangeure, man braucht Studios, Plattenfirmen, Vertrieb und was alles dazugehört. Und da ist es sehr schwer, das richtige Team zu finden. Was einen fördert, was einen unterstützt und was einen auch mit nach vorne treibt. MM: Das euch aber gleichzeitig auch sein lässt, wie ihr sein wollt? SUSANNA: Auf jeden Fall. Das ist der Punkt. Die natürlich auch sagen, ihr dürft das sein, was ihr wirklich sein wollt, und nicht versuchen, aus einem etwas anderes zu machen, weil es gerade so passt oder weil es schneller geht. Das ist eine der schwierigsten Sachen. Man kann leider nicht alles machen. Andreas und ich sind in vielen Rollen vertreten und machen sehr viel selbst. Aber haben mittlerweile auch den ein oder anderen Partner, auf den wir uns verlassen können. MM: Was sind eure Pläne für die nahe Zu - kunft? ANDREAS: Wir machen Anfang des Jahres das Album, werden Ende des Jahres die entsprechende Singleauskopplung machen und arbeiten sehr stark an unseren Shows. Wie gesagt, das sind alles Ideen und Pläne. Erfahrungen haben uns auch gezeigt in unserem Leben: Nicht alles, was man plant, verwirklicht sich auch, aber auf dem Weg zu einer Planung werden neue Türen geöffnet, und man sieht Dinge, an die man vorher nicht gedacht hat. WEB: WWW.NICEFIELD.EU INTERVIEW: HANNAH THALHAMMER BEARBEITUNG: JANA MOYSICH FOTO: ANA SEELENMEYER DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV 3/2014 musiker MAGAZIN

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