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Musiker Magazin 03/2013

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Leslie Clio – „Meine Lieder sind reine Reflexion“ Lisa Fitz – „Der lange Weg zum Ungehorsam“ Eclipse Sol-Air – Eine Prog-Rock-Band will ohne Major-Deal hoch hinaus Fernsucht – Deutscher Pop-Preisträger 2012 Safiya – The Orient meets the Occident30 René Ulbrich – „So weit so nah!“ GEMA: Rechtsstaatswidrig? GEMA-Petition – Beschlussergebnis Deutscher Bundestag Das Groovephänomen – eine Analyse Führungsstile in Bands – Braucht jede Band einen Bandleader? Was ist eigentlich eine Band juristisch betrachtet

48 MUSIKBUSINESS

48 MUSIKBUSINESS EFFEKTIVE BANDARBEIT Teil 01 FÜHRUNGSSTILE IN BANDS Braucht jede Band einen Bandleader? Sind wir doch mal ehrlich, diese Frage stellt sich irgendwann (ob nun offen ausgesprochen oder nur in Gedanken) in jeder Band. Genau deswegen ist es wichtig, etwaige Rollenver tei - lungen frühzeitig abzuklären oder sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Viele Bands, welche im Amateur- oder semiprofessionellen Hobby be - reich gegründet werden, „funktionieren“ meist auf demokratischer Basis ohne eine klare Füh - rungspersönlichkeit. Das kommt meist daher, dass sich solche Formationen aus Freundes - kreisen oder dem Umfeld einer Musikschule ent - wickeln. Man wird von der Lust, gemeinsam Musik zu machen, angetrieben. Fakt ist: Je mehr Mitglieder eine Band hat, umso mehr braucht man einen Bandleader, denn schon bei vier ausgeprägten Persönlichkeiten wird es schwierig, jedem Einzelnen gerecht zu werden. Man kann also nicht sagen, dass eine demokratische Band besser „funktioniert“ als eine leaderorientierte. Das hängt im Wesentlichen von den einzelnen Persönlichkeiten und dem Ziel der Band ab. Der Vorteil einer demokratischen Organisation ist die gerechte Auf gaben - verteilung untereinander. Somit kann jeder im Rahmen seiner individuellen Kompetenzen und Stärken das beitragen, was alle voranbringt. Dabei können die Stärken durchaus auch außermusikalischer Art sein, wie bspw. Booking oder Pressearbeit. Somit bleibt der Zeitaufwand für jeden Ein zel - nen überschaubar und das Zusammen ge hörig - keitsgefühl wird gestärkt, da die Formation ohne die Leistung jedes Einzelnen, abgesehen von seiner musikalischen Leistung, nicht (oder weniger gut) funktionieren würde. Ausgeprägte Führungspersönlichkeiten sind oft in Formationen anzutreffen, welche im so - ge nannten Dienstleistungssektor tätig sind, also Bands, welche für spezielle Anlässe von Fir men, Institutionen oder Privatpersonen aufgrund ihrer Musik oder auch Show gebucht musiker MAGAZIN 3/2013

MUSIKBUSINESS 49 werden. Im Gegensatz zu einer Band, welche sich aus Freunden zusammensetzt, eigene Songs schreibt und vielleicht auch als Gruppe außermusikalische Aktivitäten hat, geht es in diesen Bands vielmehr um kommerziellen Erfolg. Eine gute Struktur, Organisation und eben auch Führung ist daher unabdingbar. Da solche For - mationen durchaus zur gesicherten Existenz von Musikern beitragen, sollten alle Mitglieder das wichtigste Ziel, nämlich finanziellen Erfolg, teilen. Der Vorteil dieser Organisationsform ist, dass es (sofern keine anderen Absprachen ge - troffen wurden) keine Fragen bezüglich der Auf gabenverteilung gibt. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, dass die mitspielenden Musiker am kreativen Schaffensprozess, also dem Erar bei - ten von Repertoire, beteiligt sind und sich auch selbst kreativ mit einbringen. Dem entgegenzustellen wäre ein Bandkonzept, in welchem der Bandleader bereits fertige Kompositionen und Arrangements vorlegt und diese dann von seinen Mitmusikern gespielt werden. In jedem Fall sollte der Bandleader durch be sondere Fähigkeiten bzw. durch die Be wäl - tigung mehrerer Aufgabenbereiche hervorstechen, indem er z. B. die Songs/Arrangements schreibt, das Booking übernimmt, Presse ter - mine wahrnimmt etc. In Bands, wo es keinen separaten Bandmanager gibt, ist der Band leader immer derjenige, der auch die Auftritte bucht und somit die Wirtschaftlichkeit der Band sichert. Einfach gesagt: Wer die Zeche zahlt, hat auch das Sagen – er ist somit mit einem Chef einer Firma vergleichbar. Dies ist neben einem guten Bandklima besonders wichtig, da es ansonsten anhand des wenig ausgeprägten oder gänzlich nicht vorhandenen Mitsprache - rechts zu einem Identifikationsverlust mit der Band kommen kann. Allerdings heißt Band - leader nicht automatisch, „alles zu machen“, sondern vielmehr eben die Band zu leiten, d. h. auch zu delegieren, Aufgaben zu verteilen, zu motivieren und ein Bandfeeling zu fördern. Ist er lediglich der dominanteste Charakter, zeichnet ihn das keinesfalls als Bandleader aus. Ein sehr anschauliches Beispiel fur eine gut organisierte leaderorientierte Formation bietet die Band „Bon Jovi“. Diese Band ist Teil eines großen Unternehmens, welches Jon vor über 20 Jahren gegründet hat. Seine Band bezeichnet ihn als philantrophen und komplexen Multi - tasking denker, welcher alle „Fäden in der Hand hält“, die Band leitet und Aufgaben delegiert. Es ist also nur ein Teil seiner Aufgaben, Band - leader zu sein. Die Musiker seiner Band sind, eben wie in einer Firma, offiziell bei ihm angestellt. Empfehlenswert ist die Dokumentation „When We Were Beautiful“ von Bon Jovi, welche zusammen mit der CD „The Circle“ erhältlich ist. Stellt sich also die Frage, ob wir be - stimmte Charaktereigenschaften oder Fähig - keiten brauchen, um in einer Gruppe besser „bestehen“ zu können. Darüber werde ich in der nächsten Ausgabe berichten. TEXT: FABIAN WERNER FOTOS: © OLLY/FOTOLIA, © VJOM/FOTOLIA, DAVID BERGMAN Mehr als nur einfache Stecker. In all unseren Produkten stecken mehr als 35 Jahre Fachwissen und unsere ganze Leidenschaft. Egal ob Rockband, Bühnenbeleuchtung oder Fernsehstudio – Neutrik bietet für jede Anwendung innovative Steckverbindungslösungen. Leidenschaft gepaart mit Perfektion. Join us on facebook www.neutrik.com www.experience-neutrik.com ®

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