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Musiker Magazin 03/2013

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Leslie Clio – „Meine Lieder sind reine Reflexion“ Lisa Fitz – „Der lange Weg zum Ungehorsam“ Eclipse Sol-Air – Eine Prog-Rock-Band will ohne Major-Deal hoch hinaus Fernsucht – Deutscher Pop-Preisträger 2012 Safiya – The Orient meets the Occident30 René Ulbrich – „So weit so nah!“ GEMA: Rechtsstaatswidrig? GEMA-Petition – Beschlussergebnis Deutscher Bundestag Das Groovephänomen – eine Analyse Führungsstile in Bands – Braucht jede Band einen Bandleader? Was ist eigentlich eine Band juristisch betrachtet

32 STORIES selbst. Auch

32 STORIES selbst. Auch die Musikvideoclips schneide ich selbst. Ich lebe nach dem Motto: „Du kannst alles schaffen, wenn Du es wirklich willst“. MM: Aus finanziellen Gründen oder weil du nichts aus der Hand geben magst? RENÉ: Sowohl als auch. Wichtig ist, dass man die Fäden in der Hand behält. Wenn man etwas selbst macht, weiß man, was passiert, und braucht sich nicht auf die Aussagen Dritter zu verlassen. Bei den meisten Acts gibt es diese Investoren aber nicht, so wie bei mir auch. Ich will aber trotz - dem professionell am Markt auftreten und mithalten können, also habe ich alles selbst in die Hand genommen und auf teure Promoter und Pro - duzenten verzichtet. MM: Hast du auch ein eigenes Label für die Veröffentlichung deiner Musik? RENÉ: Ich habe kein eigenes Label, sondern bin bei Pulsschlag Music (Vertrieb DA Music) unter Vertrag. Die Bemusterung an die Rundfunk- und TV-Stationen mache ich jedoch selbst. die ich dann für die Redakteure der Print- und Online-Medien aufbereite. Wenn eine Redaktion anbeißt, treffen wir uns zum Interview. Ganz wichtig ist natürlich auch die Veran stal ter - akquise. Ich habe über 1.500 Adressen in meiner Kartei, die ich regelmäßig per Post, per E-Mail oder telefonisch kontaktiere. MM: Wie gehst du mit Kritik oder Tief schlä - gen bei deiner Arbeit um? Was motiviert dich aufs Neue? „Hallo!“ – SINGLE VÖ: 01.03.2013 RENÉ ULBRICH „So weit so nah!“ VÖ: 24.02.2012 WWW.ULBRICH-SOUND.DE. »Ich habe eine klare Mission: den deutschen Schlager von seinem angestaubten Image be freien und allen zeigen: Man kann es auch ohne einflussreiches Team und Geld im Rücken schaffen!« Den größten Erfolg habe ich, seitdem ich alles selbst mache. Beim Produzieren kann ich die Titel so klingen lassen, wie ich es für richtig halte und wohinter ich auch stehen kann. Auch bei der Videoclip-Produktion sehe ich, dass, wenn man sich dahinterklemmt und ein „gutes Auge“ hat, einen professionellen Clip hinbekommt und bei den TV-Sendern gespielt wird. Es gibt einige wenige Acts, die von 0 auf 100 gehen, weil ein Riesenbatzen Geld in die Hand gen ommen wird. Da wird natürlich vieles be - schleunigt. MM: Wie viel Zeit investierst du für Promo und Pressearbeit? Und wie genau sieht deine tägliche Arbeit aus, um deinen Be kannt heits - grad zu steigern? RENÉ: Wenn man es genau nimmt, steckt man eigentlich am wenigsten Zeit in die Musik selbst. 20% meiner Zeit verbringe ich mit Komponieren und Produzieren und 80% mit der ganzen Büro - arbeit. Alle 3 bis 4 Monate erscheint eine neue Single, ich komplettiere die CDs und schreibe über 150 Redakteure an. Für die Presse brauche ich immer wieder neue Geschichten, hier heißt es: kreativ sein. ;-) Ich vermeide es, erfundene Storys anzubieten, es sind alles Geschichten aus meinem Leben, RENÉ: Ich bin überzeugt von mir. Ich weiß, dass ich ein Talent für gute Songs habe. Wenn ich einen neuen tollen Titel schreibe, will ich auch, dass die Leute draußen ihn hören. Und das motiviert mich und treibt an. Natürlich auch das Feedback bei den Live-Auftritten. Es ist schon Wahnsinn, wenn man mit seiner Musik Tausende Leute mitreißen kann und jeder seine eigene Geschichte mit den Songs verbindet. Man muss viel versuchen und anleiern, einiges klappt, einiges nicht. Wichtig ist, dass man ein Ziel hat und sich von nichts und niemandem von seinem Weg abbringen lässt. Wenn Kritik konstruktiv ist, höre ich sie mir an. Alles andere prallt an mir ab. Das habe ich zum Glück in den letzten Jahren gelernt. ;-) Tiefen sind wichtig, um sich zu „erden“. Man bekommt keine Höhenflüge, da man weiß, wie es ist, wenn keiner an einen glaubt. Man sollte sich nie zu sicher sein, dass die Erfolgswelle ewig anhält, doch man sollte immer dafür kämpfen! Ich habe eine klare Mission: den deutschen Schlager von seinem angestaubten Image be freien und allen zeigen: Man kann es auch ohne einflussreiches Team und Geld im Rücken schaffen! MM: Wie sehen deine Pläne für die kommende Zeit aus? RENÉ: Ich arbeite gerade an meinem zweiten Album. Zudem plane ich eine bundesweite Tournee. Ansonsten – authentisch bleiben und nicht verbiegen. Das klingt wie schon tausendmal gehört, ist aber so. Wer auf lange Sicht Erfolg haben will und nicht nur einen kurzen Medien- Hype, braucht ein festes Fundament und einen unverkennbaren, eigenen Stil. MM: Wir sind uns sicher, wir werden noch viel von dir hören. Alles Gute! RENÉ: Das wünsche ich euch auch, vielen Dank. WEB: WWW.ULBRICH-SOUND.DE INTERVIEW: MUSIKER MAGAZIN FOTOS: © SB musiker MAGAZIN 3/2013

MUSIKBUSINESS 33 GEMA: RECHTSSTAATSWIDRIG? Immer mehr Gerichtsurteile von Landes-, Oberlandes, und Kammergerichten, aber auch des Bundesgerichtshofes, scheinen von der GEMA in ihren Aktivitäten gegenüber ihren ca. 65.000 Mitgliedern nicht beachtet zu werden. Aus diesem Grunde haben wir eine Urteilssammlung der verschiedenen Gerichte zusammengestellt und ausgewertet, um diesen Vorwurf gegen die GEMA zu prüfen. Die Nichtbeachtung dieser zum Teil höchstrichterlichen Urteile haben für wahrscheinlich Hunderte GEMA-Mitglieder fatale und existenzbedrohende Auswirkungen, die hier beschrieben werden sollen. ➲ FALL 1: Im Frühjahr dieses Jahres schrieb die GEMA einem Mitglied des Deutschen Rock & Pop Musi kerverbandes e.V. (DRMV), dass gemäß Ab - schnitt IV Ziff. 4 Abs. 2 der Ausführungsbe stim - mungen zum Verteilungsplan für das Auffüh rungsund Senderecht nur Programme zur Verrech nung gelangen, die den Tatsachen entsprechen. „Besteht der Verdacht, dass falsche Programme zur Verrechnung eingereicht werden, sind wir (die GEMA) als Treuhänderin aller Berechtigten verpflichtet, die Programme zurückzuweisen und haben auf den vollen Nachweis der Richtigkeit der Programmangaben zu bestehen. Bei routinemäßigen Kontrollen am … in der … in der Stadt … haben wir festgestellt, dass Veran stal - tungen mit Live-Musik nicht stattgefunden haben. Dennoch wurden von ihnen unterschriebene Programme zur Verrechnung eingereicht.“ „Diese Programme entsprechen nicht den Tat - sachen und nehmen deshalb nicht an der Ver - rechnung teil.“ WEITER: „Aufgrund unserer Kontrollfeststellungen be - stehen berechtigte Zweifel, dass die eingereichten Programme (Musikfolgebögen) für das Ge schäfts - jahr 2012, die sie als Veranstalter und Musik leiter ausweisen, inhaltlich richtig sind. Zweifel an der Richtigkeit der Programmangaben haben wir ferner, da nach unseren Erkenntnissen eine enge Verbindung zwischen den am Aufführungs ge - sche hen beteiligten Personen und den in den Programmen benannten Berechtigten besteht und die Programme vieler Werke von Berech tig - ten enthalten, die von unabhängigen Dritten (von anderen Bands etc., d. R.) oder überhaupt nicht oder nur im geringen Maße genutzt werden. Die zweifelhaften Programme haben wir nach Ab - schnitt IV Ziff. 4 Abs. 5 AB-A (sämtlich) von der Verrechnung zurückgestellt.“ „Wir fordern Sie auf, den Nachweis der Rich - tigkeit der Programmangaben zu erbringen. Ein Nachweis kann z. B. dadurch erfolgen, dass neutrale und unbeteiligte Dritte aus eigener Wahr - nehmung detailliert darlegen, dass die Angaben im Programm richtig sind. Geeignet können dabei Bestätigungen von Zuhörern oder Vertretern der Veranstaltungsorte sein, ebenso Belege einer geordneten Buchhaltung, aus denen sich die Einnahmen aus Eintrittsgeldern o. Ä. für die einzelnen Veranstaltungen ablesen lassen. Der Nach weis ist für jede Veranstaltung einzeln zu erbringen.“ „Wird der Nachweis nicht innerhalb der nächsten sechs Monate erbracht, sind die zweifelhaften Programme gem. Abschnitt IV Ziff. 4 Abs. 5 ABVPA endgültig von der Verrechnung ausgeschlossen!“ WEITER: „Ihre Mitgliedskonten haben wir vorläufig ge - sperrt, um etwaige Vermögensschäden von den übrigen GEMA-Mitgliedern abzuwenden, sowie zur Sicherung etwaiger Rückfor derungs ansprü - che. Eine Rückforderung gezahlter Tantiemen und 8 3/2013 musiker MAGAZIN

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