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Musiker Magazin 02/2016

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Deutscher Rock & Pop Preis 2016 Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Mehr Deutschsprachiges, mehr Solo Deutscher Rock & Pop Preis 2016 – Anmeldung EchtZe!t – Rock aus Bochum VOICES OF SUNRISE – Stimmen wie ein Sonnenaufgang DEXICO … komm nach Dexicopolis! PFLASTER – Lieder irgendwo zwischen sonnenwarmen Sandstränden und dem rauen, tiefen Meer Robert Mietzner – Songwriter, Entertainer, Sänger und Pianist FALK – Er beleidigt aufs Charmanteste, er pöbelt so unfassbar liebevoll und er ist dabei immer niveaulos auf allerhöchstem Niveau Ines Omenzetter : „Angekommen“ – Ein Album, ohne mich zu verbiegen! Patrick Nowak – Die Liebe zur Musik bietet eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag bst Becker Studio Technik – Interview mit Matthias Becker Musiker trifft auf Versicherungsmensch – Wir sprechen über die Absicherung von Übungsräumen und die Transporte zum Gig Ärger mit dem Nachbarn – Bin ich zu laut? Was ist eigentlich erlaubt? Wer beurteilt die Lautstärke meines Übungsraumes?

62 CD-REZENSIONEN BENNI

62 CD-REZENSIONEN BENNI BILGERI »Bad Boy« Benni Bilgeri hörte in seiner Jugend Deep Purple, Led Zeppelin und Hendrix. Die Bewunderung für die frühen Hardrockgrößen beflügelte seinen Wunsch, in Coverbands in seiner österreichischen Heimat mitzuwirken. Namhafte Acts aus dem Nachbarland begleitete er mit seinem Gitarren - spiel, so zum Beispiel bei Tschako und die Kapelle, GS- Band und der Kiosk All Star Band. Er fungierte viele Jahre für die Filmmusikkomponisten und Produzenten Harald Kloser und Peter Wolf. Überdies arbeitete als Filmkomponist und Produzent für österreichische, schweizerische und deutsche Produktionen und immer wieder als Sessionmusiker in Los Angeles, London oder Barcelona. Als Sessionmusiker arbeitete er u. a. mit Al Jarreau, die Pointer Sisters, Katrina and the Waves, Zucchero und Tom Waits. Bilgeri über Bilgeri: „The stage is my life!“ Nun präsentiert er endlich eine Studioarbeit, die die ganze Bandbreite seines musikalischen Spektrums zeigt. Neben Heavy Riffs trifft der „Bad Boy“ auch die Töne in R-&-B-Songs. Er wird von einer – wie wär’s anders denkbar – hervorragend aufgelegten Riege im Studio begleitet. Zu den Songs: Eine so gewagte wie brillante Version von „Whole Lotta Love“ hat noch niemand herausgehauen. Mit ungewöhnlichen Bläsersätzen und einem unwiderstehlichen Funkbeat kommt die Breitwand - produktion wie ein Hollywood-Monster aus den Membranen. Die ausgezeichneten Vokalisten lassen keine Wünsche offen: Gee K. erinnert hie und da an Steve Perry, im Opener „Bad Day“. Petra Bonmassar ist in „Runawaytrain“ eine veritable Soul-Diva. Auf dem Album kommen auch ein Didgeridoo und eine schöne Dobro in „Dobrovista“ zum Einsatz. Das Album besticht durch eine Top-Produktion, die neben dem E-Gitarre-typischen Einsatzspektrum auch eine Reise durch die Möglichkeiten des Gitarrenspiels erfahren lässt. Es ist eine Reise vom klassischen Rock zur Neuzeit. Und diese Epochen hat Benni Bilgeri stilprägend begleitet, so wie einst seine Heroen aus der Hardrock-Ära. www.bilgeri.com C.S. NIMA LINDNER »Follow« Nima Lindner legt los wie ein Wirbelwind. Ihr Song „Fight For“ ist der Opener ihres Albums „Follow“. Sie hat mit diesem Smasher 2015 den dritten Platz für den besten Alter - native Song beim Deutschen Rock und Pop Preis erreicht. Sie hat nun ihr ganzes Album geschrieben, komponiert und produziert. Marius Lamm am Schlagzeug und Rik Borne am Bass komplettierten das Gefüge. Die Songs kommen roh und stark rüber. Erdig-rockig, mit hartem Riffing, ziemlich geradeaus. Nimas Stimme ist herausragend und erinnert hie und da an Pat Benatar oder Sandra Nasic (Guano Apes). Dabei klingt sie so emotional und hingebungsvoll, dass sie jeden Song dominiert und ihm ihren Stempel aufdrückt. Neben dem Opener „Fight For“ ist auf jeden Fall der Bonus - track „Follow Your Dreams“, das ein wenig pop-tauglicher klingt, ein heißer Anspieltipp. Nima Lindner hat mit „Follow“ absolut vielversprechende Songs abgeliefert. www.nima-lindner.de C.S. DOS HOMBRES »Licht am Ende des Tunnels« Die zwei Gitarren-Hombres Alexander Donatus und Christoph Frenzel bringen mit ihrem neuen Album gleich 14 Deutsch- Rock-Songs auf den Markt. „Wohin die Reise geht“, wissen die beiden Musiker: „An die Grenzen“! Sie experimentierten während der Schaffensphase mit einer Sängerin. Ihre Me - lodien sind gewohnt eingängig, haben Ohrwurmcharakter. Nach ihrem letzten Album aus dem Jahr 2010 haben viele Fans „Nicht mehr daran geglaubt“, dass ein weiteres Album kommt. Doch es ist da. Leider fehlt den Songs trotz Key - board einsatz zusätzlich zu den Gitarren die Abwechs lung. Wer deutsche Texte mit poppiger Unterlegung mag, wird an dem Album dennoch Freude haben. doshombres.de J.H. MARK MERRIT »Barrooms And Bedtime Stories« Er ist nach seiner Militärzeit in Deutschland „hängen ge - blieben“: Mark Merritt, Gitarrist, Sänger, Songwriter aus Virginia. Ein Glücksfall, dass die Amerikaner Rock ’n’ Roll, Blues und Jazz uns mitgebracht haben. Mark beglückt uns mit seinen Geschichten aus Kneipen und mit Bettgeschichten auf seinem neuen Album. Er ist ein Mainstream-Country- Interpret, wie man es sich aus Tennessee erwarten dürfte. Er besingt seine Storys mit sanfter, rauchiger Stimme, schreibt und produziert selbst. So auch sein inzwischen siebtes Album. Zur Seite standen ihm Sievert Ahrend, Marko Mueller und die Bands Wild Bunch und Memphis Sky. Der zweistimmige Gesang mit Katja Picker und Gitty klingt so harmonisch, dass es dem Trucker die Tränen in die Augen treibt. So gehört in „She Rides Out The Winter“. In „Darling“ hören wir feinsten Skiffle Blue Grass mit virtuos gespieltem Banjo. Am Schluss gibt’s einen Klassiker von John Denver: „Leaving On A Jet Plane“, was Mark und Freunde wunderbar interpretieren und der Legende huldigen. Darauf einen Bourbon! www.mark-merritt.de C.S. BERÜHRT BAND »Fly Like An Eagle« Chris Mainfield, Thomas Rittmeyer und Alexander Martin berühren mit ihrer Musik. Die drei Berliner schlossen sich erst im März 2014 zu der BERÜHRT BAND zusammen. Ihre Single „Fly Like An Eagle“ lädt zum Träumen ein. Die Stimme von Mainfield trägt den Zuhörer, die Gedanken fliegen wie ein Adler. Sanfte Percussion und spielerische Gitarren sounds verstärken diesen Eindruck, der Horizont scheint sich zu weiten, die Seele kommt zur Ruhe. Mainfields mal raue, mal sanfte Stimme bildet einen tollen Kontrast. Die Single ist ein echter Ohrwurm und mit sechs Minuten Länge zum Glück nicht so schnell vorbei. www.beruehrtband.de J.H. WOODWIND & STEEL »Stony Path« Uns erwarten temperamentvolle Unterhaltung, phänomenales Flötenspiel und spritzige Rhythmik, so die Band WOOD- WIND & STEEL in ihrer Info über sich selbst. Wem da nicht warm ums Herz wird? Irish Folk ist natürlich für das geneigte Ohr immer ein Schmaus! Und was Alex Vallon, Ann O’Casey und Ed O’Casey auf ihrem Album „Stony Path“ zaubern, ist aller Superlative wert. Diese Jigs und Reels und Polkas lassen die Füße nicht stillstehen. Ein Song nach dem anderen ist klassischer Irish Folk, gewürzt mit lustigen Geschichten. Es kommen Gitarre, Flöte, Akkordeon und Bodhran zum Einsatz. Zu unterscheiden sind die Tin-Whistle und die große, wärmer klingende Irish-Wooden-Flute, die virtuos von Ann O’Casey bespielt werden. Neben rhythmischen, tanzbaren musiker MAGAZIN 2/2016

CD-REZENSIONEN 63 Stücken, wie in „Mursheen Durkin“, gibt es mystisch-träumerische Klänge, wie in „Eanach Chuin“. Auf „Stony Path“ hören wir alles, was Irish Folk ausmacht, in reinster Form, ohne Schnörkel, modernen Schnickschnack oder Pop- Rock. Pure Freude! www.woodwind-steel.de C.S. MUSIC ROAD PILOTS »Nashvegas« PARACHIVA »Desire« INGO HÖRICHT/ PONTICULUS QUARTETT »Überall und nirgends« Produzent Ingo Höricht hat mit „Überall und nirgends“ einen Sampler mit „Kammermusik für Streicher“ herausgebracht. Mehrere Künstler sind vertreten und zeigen, was aus Streichinstrumenten herauszuholen ist. Alle Stücke wurden von Höricht geschrieben. Das Ponticulus Quartett ist ein junges Hamburger Streichquartett. Mit klassischen Klängen eröffnen sie das Album, spielen einfühlsam, aber nicht herausragend. Cellist Sven Holger Philippsen zeigt mit fünf Stücken, wie unterschiedlich sein Instrument je nach Gefühls - lage klingt. Gute Laune, Sehnsucht, Ärger, Verzweif lung und wechselnde Gefühle sind die Themen. Die drei Sätze von „Überall und nirgends“ bilden das Ende des Albums. Die Stücke schrieb Höricht ursprünglich für seine Folk-Jazz-Band, arrangierte sie aber in den 90er-Jahren für ein Streich - quartett. Freunde klassischer Instrumental musik werden dieses Album lieben. Streicherfans können zu den Klängen träumen. www.ingo-hoericht.de J.H. Der holländische Gitarrist Albert Rumengan gründete 2010 die Band MUSIC ROAD PILOTS. Es galt, einen modernen Country-Sound mit klassischem Americana-Stil zu entwickeln. Man wollte sich an die Szene-Stars Hank Williams, Merle Haggard oder Buck Owens anlehnen. Hinzu kommen Stilrichtungen wie Southern Rock, Rock ’n’ Roll und Blues. Binnen drei Jahren und intensivem Touring durch Europa entwickelten sich MRP zu einem der angesagtesten Acts diesseits des Atlantiks. Die Band teilte sich Bühnen unter anderen mit Charly McCoy, LeAnn Rimes und sogar ZZ Top. In Österreich wurden MRP zum besten internationalen Country Act gewählt. Die Songauswahl auf dem Album „Nashvegas“ präsentiert besten Mainstream-Country im typischen Nashville-Stil. Im Instrumentarium der Musiker um Bandleader Rumengan gesellen sich Steel Guitar und Fiddle zu Gitarren, Bass und Drums. Als Anspieltipp empfehle ich „Last Call“, das an die Bellamy Brothers erinnert, aber durchaus modern klingt. Die Scheibe bietet feinsten Country Rock, im Bereich „Middle of the Road“. www.musicroadpilots.com C.S. Wir betreten das Land der Riesen, Feen, Engel und Wer wölfe, aber auch der Wünsche und der Begierde. Dies sind die lyrischen Extrakte aus PARACHIVA mit ihrem Album „Desire“. Die Texte basieren auf der Vorlage von Holger Helm. Das edle Booklet sieht aus wie ein Märchenbuch. Aber wenden wir uns der Musik dieses Fantasy-Projektes zu: Acht Titel zeigen sich im Gewand digitaler Produktion mit Streichern, Drums, einem dezenten Klavier, weiblicher Stimme und dem Ansinnen, eine Art Fantasy Folk vorzutragen. Dichtes Programming gesellt sich zu den songfüllenden Frauenstimmen. „Hey ho Bogeyman, catch me if you can, hey ho hey, listen what I say“, heißt es lockend und verführend in „Bogeyman”. Die Lieder schweben zwischen düsterer Mystik und Verführung. In kühler Produktion und der ausgefeilten Story als Gesamtkonzept findet das Werk seine Anhänger. www.parachiva.de C.S. GROOVENOM »Pink Lion« EDGAR WEILER »Let It Be Me« Edgar Weiler ist Professor für Jura, bekam 1997 das Bundes - verdienstkreuz am Bande für seinen Kampf gegen Gewalt - darstellung in elektronischen Medien verliehen und ist Mit - glied im Deutschen Rock- und Poprat. Doch ist er auch Gi - tarrist und Sänger. Das beweist er auf seinem Album „Let It Be Me“. 15 Cover-Songs von „Heart Of Gold“ über „Five Hundred Miles“ bis „I’m A Believer“, von Neil Young über Cat Stevens bis Juliane Werding interpretiert Weiler große Popsongs der vergangenen Jahrzehnte mit weicher Stimme, bleibt den Songs treu, zerstört sie nicht. Das Album ist eine Reise durch die Popgeschichte der vergangenen Jahre, vereint durch Weilers Stimme. Schön, zum Nebenbei-Hören. www.edgarweiler.de J.H. JAKOB HEYMANN »Emilia« Wollmützig, stoppelbartig und frech. Jakob Heymann ist ein junger Vertreter der Liedermacher-Riege, die anarchisch, satirisch und geistreich die Welt befruchtet. Die Welt wird mit Akustikgitarre und klassischer Liedermacher-Singerei beschrieben – nein, zerstört und wieder konstruiert. Allgemeingültige Weisheiten werden ad absurdum geführt. Das Recht auf Träumen, Musizieren und Gammeln wird in „Musik Weshalb Warum“ propagiert. „Leidenschaft zahlt keine Miete, Träumerei deckt keinen Tisch“, philosophiert Jakob. In „Purer Hass“ wird Zwischenmenschliches be - schrieben, das zum Schlimmsten ausartet. „Wagnis“ sticht mit Elektro- und Orgelspielerei heraus, düster mit absurden, poetischen Ergüssen über eine Blume im Überlebenskampf. Jakob Heymann macht kleine Dinge groß und umgekehrt. Die Gitarre ist sein wichtigstes Werkzeug, der Kontakt zum Publikum ist ihm enorm wichtig, die Woll - mütze sicher als Stilmittel dabei. www.jakob-heymann.de C.S. Das Wortspiel in der Namensgebung deutet es an: Es deutet sich die Black-Metal-Legende VENOM an. Und zusammen mit einer Ladung Groove ergibt das eben das Phä nomen GROO- VENOM – meine Assoziation zum Namen. Die 2014 gegründete Band bringt die Entwicklung des Metal auf eine neue Ebene. Der viel bemühte Begriff des Cross over findet hier wieder Anwendung: Es trifft brettharter Metal mit schwersten E- Gitarren und Growls auf poppige Melodien und Techno-Beats. Auf dem Album „Pink Lion“ wird gerappt, es finden sich Breaks und Gesangspassagen, die an die genialen System Of A Dawn erinnern. So gehört im brutal guten Song „New Wave Of Mainstream“. Sänger Mr. Sanz und Bandkollegen präsentieren ihr zweites Long player-Werk, das sich bewusst weltoffen für Einflüsse gibt. Zu den Songs kann getanzt und gleichermaßen ge mosht werden. Die Band hat das auch live bewiesen, als sie mit Acts wie Placenta oder Deadlock die Bühnen teilte. Diese Mischung kann noch ein ganz heißes Ding werden. Der Metal wird wieder einmal erneuert – hier von GROOVENOM. www.groovenom.de C.S. J.H. – JANINA HEINEMANN C.S. – CHRISTIAN SCHÖNING 2/2016 musiker MAGAZIN

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