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Musiker Magazin 02/2016

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Deutscher Rock & Pop Preis 2016 Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Mehr Deutschsprachiges, mehr Solo Deutscher Rock & Pop Preis 2016 – Anmeldung EchtZe!t – Rock aus Bochum VOICES OF SUNRISE – Stimmen wie ein Sonnenaufgang DEXICO … komm nach Dexicopolis! PFLASTER – Lieder irgendwo zwischen sonnenwarmen Sandstränden und dem rauen, tiefen Meer Robert Mietzner – Songwriter, Entertainer, Sänger und Pianist FALK – Er beleidigt aufs Charmanteste, er pöbelt so unfassbar liebevoll und er ist dabei immer niveaulos auf allerhöchstem Niveau Ines Omenzetter : „Angekommen“ – Ein Album, ohne mich zu verbiegen! Patrick Nowak – Die Liebe zur Musik bietet eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag bst Becker Studio Technik – Interview mit Matthias Becker Musiker trifft auf Versicherungsmensch – Wir sprechen über die Absicherung von Übungsräumen und die Transporte zum Gig Ärger mit dem Nachbarn – Bin ich zu laut? Was ist eigentlich erlaubt? Wer beurteilt die Lautstärke meines Übungsraumes?

28 STORIES und ich

28 STORIES und ich fähig war, meine Lieblingssongs aus dem Radio abzuhören, hat sich die Begeisterung für mein Instrument entzündet. An dieser Stelle danke ich meinen beiden Eltern für die hervorragende Förderung; Meine Mutter hat damals den Bereich Tanz und mein Vater den musikalischen Teil meiner Ausbildung übernommen. MM: Neben deiner Ausbildung im Gesang hast du auch eine in Ballett. Wie kam das zustande? Schon als Jugendlicher war ich von Broadway- Tanzfilmen fasziniert. Begeistert hat mich insbesondere der Tanzstil von Fred Astaire, die Sprünge, die galanten Bewegungen und Drehungen. Das alles wollte ich auch können und ich zeigte mich zum Glück durchaus begabt. »Ich habe den Moment erlebt, in dem ich anfing, in der Musik zu schweben. Alles Umgebende ist dann ausgeblendet und der Fluss der Töne wird zur treibenden Kraft. Dieses Gefühl und der Applaus nach harter Arbeit auf der Bühne muss ich immer wieder erleben. Wenn eine urige Kraft aus der Musik zu wahnsinniger Begeisterung in meinen Geist und Muskel steigt, ist das Körperkoks.« So tanzte ich mich im zarten Alter von 17 bei den „Challengers“ zum Brandenburger Meister im Rock’n’Roll-Turniertanz. Danach trat ich in eine Ballettgruppe ein, die von der Palucca-Schülerin und Fernsehchoreographin Ursula Dathe Brill geleitet wurde. Ich brachte es bis zur Zweit be - setzung einer Paul-Lincke-Revue an einem Ber - liner Stadttheater und sprang und ballettierte so eifrig meinen Idolen nach. MM: Deine Musikerlaufbahn hat als Bar - pianist im „Checkpoint Udo“ begonnen. Was konntest du aus dieser Zeit mitnehmen? ROBERT: Mein Klavierlehrer, der sehr an mich glaubte, hat mich dort hineingebracht. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Gästen bedanken, deren Musikwünsche zu erfüllen mich immer befleißigte, beim Hotel für die Anstellung und den Händen und meinem Po. Ihr habt mir Tausende kreative Übungsstunden ermöglicht und mich so in höhere Sphären ar - peggieren lassen. Hier prägte sich mein Klavier stil, eine Tonperlensuche zwischen Klassik, Jazz und dem Modernen. Ich habe mit Udo Lindenberg gejammt und für Hape Kerkeling, Nicolas Cage und Richard Gere gespielt. Mein absoluter Lieblingssatz des Kunst-unbeflissenen Publikums ist seit jeher: „Dies ist doch eine Piano-Bar ..., können Sie dann bitte auch Piano spielen!!? “ Unglaublich für mich: Es gehen Leute in die Bar, ohne dem fantastischen Spiel des Pianisten lauschen zu wollen? MM: Wie ging es dann für dich weiter? ROBERT: Weiter ging es mit der Aufstockung des Klavierspiels durch den Gesang. Ich nahm Gesangsunterricht bei einem tollen Lehrer, einem von der alten Schule. Er hob schon Frank Schöbel und Inka Bause aus den vokalen Kinderschuhen. Ich erarbeitete mir ein Entertainment-Pro - gramm, mit dem ich nicht nur im Hotel, sondern auch auf Feiern jeder Art die Gäste zum Tanzen brachte. Es machte unglaublich Spaß! So ließ ich meinen Schalk und meine Per sönlichkeit in bekannte Lieder fließen, und das wurde zu einer eigenen Darbietung, auf die ich sehr stolz bin. Mein Ohr an der Zeit, förderten die Swing- Alben von Robbie Williams und Roger Cicero mein Wetteifern und das Ziel, ebenso gut zu sein. Eigene Songs, zu denen sich dann auch ein Text und eine Gesangsstimme gesellten, wurden zur Umlaufbahn eines neuen großen Planeten meines Musiksystems. So schrieb ich Songs, aber auch ein Musiktheaterstück, und wusste nun, was ich wirklich werden wollte. Ein Enter - tainer, ein Songschreiber und Performer. Das einzige, was bisher noch ausblieb, war der kommerzielle Erfolg. MM: Heute bist du gut gebuchter Sänger und Entertainer. Was hat dich dazu ge - bracht, den unsicheren Weg eines Künstler - lebens professionell zu verfolgen? ROBERT: Du hast recht, keine Festanstellung, kein Krankengeld, kein Wochenende! Als Selbst - ständiger bin ich zu jeder Tageszeit im Dienst. Morgens telefonieren, abends den Netzauftritt musiker MAGAZIN 2/2016

STORIES 29 aktualisieren und dann immer wieder üben, üben, üben. Die Vorteile der Selbstständigkeit haben aber klar überwogen. Ich kann mir eigene Ziele setzen, stelle mich gerne den Heraus for - derungen der selbst gesuchten Aufträge und bin vom meinem Wesen eher Projektarbeiter als Angestellter. Musik ist nun mal das, was ich am besten kann! MM: Deine Performance wurde mal als Mischung zwischen Stefan Raab, Helge Schneider, Kurt Krömer und Monty Python beschrieben. Wie kannst du das erklären? ROBERT: Das bauchpinselt. Das kommt, nehme ich an, auch dadurch zustande, dass ich all diese „Kollegen“ gut finde. Vorbilder färben eben ab. MM: Du bist nicht nur solo unterwegs, sondern auch mit den „Feinen Herrschaften“. Was zeichnet euch als Trio aus? ROBERT: Wir treten in der Formation als klassisches Jazztrio auf (Drums, Kontrabass, Piano/ Voc) sind aber musikalisch im Jazz-Pop-Funk zu Hause. Wir drei sind stilistisch recht unterschiedlich vorgebildet, schwingen zusammen trotzdem auf einer Saite. Diese unterschiedlichen Teile und auch unsere Persönlichkeiten fließen in ein spitzenmäßiges Klangerlebnis. Wir konnten von Anfang an einfach drauflosspielen und der Song entwickelte sich immer weiter. Jede spontane tonale Drehung, jeder rhythmische Sprung erscheinen wie lange getroffene Verabredungen. Wir atmen dann wie ein Or ga - nismus. So entstand frisch nach der Band grün - dung 2008 der Song „Coffee & Cigarettes“, der Protestsong gegen das Rauchverbot in Kneipen schlechthin. Geschrieben für alle leidenschaftlichen Kaffeetrinker und Raucher, nachzuschlagen auf YouTube. MM: Welche Pläne hast du für deine musikalische Zukunft? ROBERT: Das ist die Frage, die mich gerade am meisten beschäftigt. Vorrangig schraube ich an neuen Songs. Die werde ich dann zusammen mit dem Siegersong des Deutschen Rock & Pop Preises 2015 (UDKD, „Und dann kommst Du“) veröffentlichen. Bald soll das Album erscheinen und dann auf den einschlägigen Plattformen als Download er - hältlich sein. Das Musikbusiness ist bekanntlich die Hai - fisch branche. Ohne Köder, Harpune und Käfig ist man im offenen Wasser zu sehr der Gefahr ausgesetzt, zu versinken oder gefressen zu werden. Ich suche also jemanden, der sich mit dem Ködern auskennt. In einem Wort: ein Management. Gute Musik, die nicht gehört wird, ist zum Leben zu schade. Meine Zukunft sehe ich natürlich weiterhin in der Musik- und Medienbranche. Ich glaube, dass sich meine Fähigkeiten als Musiker, Sänger, Kom - ponist und Moderator mit der Konzeption von Shows wunderbar vereinen lassen, um großen Entertainern wie Harald Juhnke, Peter Alexander und Götz Alsmann in der heutigen Zeit nacheifern zu können. Auf diese Weise und mit der professionellen Unterstützung eines Managements werde ich erfolgreich sein. Ich gebe alle meine Kraft dafür! In diesem Sinne, let me entertain you! WEB: WWW.MIRO-ENTERTAINMENT.DE INTERVIEW: JANA MOYSICH FOTO: MARIELLE MORAWITZ FOTOQUELLE: ROBERT MIETZNER Alles, was Du brauchst ! Analoge Lösungen – Digitale Lösungen Kabelmeterware – Kabelkonfektion Egal, ob Du Musiker, DJ, Studio- oder Veranstaltungstechniker bist: Qualitätskabel = CORDIAL · photo: © Anton Brandl Cordial GmbH · Sound & Audio Equipment Otto-Hahn-Straße 20 · D-85221 Dachau · Phone +49 (0) 8131.99 697-0 · Fax +49 (0) 8131.99 697-29 · www.cordial.eu

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