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Musiker Magazin 02/2015

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Pasquale Aleardi – Deutscher TV-Kommissar tauschte zeitweilig die Kanone gegen Mikrofon und Tanzschuhe – und überzeugte in der Hauptrolle des Musicals „Chicago“ Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Anmeldung Alina Sebastian – Preisträgerin des Deutschen Rock & Pop Preises 2014 in der Kategorie „Singer“ Interview mit Laura Neubauer, Gründerin des Labels „Lacave records“ Alexander und Maximilian Blume – Blues- und Jazzmusik mit Intention Stage Band – Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre Peter Reimer – Mit „Entschleunigungskonzerten“ gegen den Zeitgeist Max – Pop-Punk auf Deutsch Sarah Straub – Die große Pop-Neuentdeckung Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 2: CANNED HEAT – Boogie On Interview mit Dónal ó Ceallaigh Bürger7 – Eine Widmung an Siebenbürgen Der erfolgreiche Video-Release GEMA: Rechtsstaatswidrig? – Teil 2 Instrumentenversicherung Mach aus deinem Bandnamen eine Marke

48 MUSIK & RECHT

48 MUSIK & RECHT INSTRUMENTENVERSICHERUNG Sind eigentlich meine Musikinstrumente über die Hausratversicherung bereits abgedeckt? »… mit diesen oder auch anderen Fragen haben sich fast schon alle Musiker einmal beschäftigt, wenn es darum geht, ob man sich für Extrageld noch eine eigene Instrumentenversicherung leisten sollte.« Wie bereits im letzten Heft angekündigt, wird uns Christian Raith, Geschäftsführer und Inhaber der Eberhard, Raith & Partner GmbH – erpam mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mit seinem Team beschäftigt er sich täglich mit solchen Fragen. MM: Christian, was ist an solchen Aussagen dran, dass die Instrumente über die Haus rat - ver sicherung bereits abgedeckt sind? CHRISTIAN RAITH: Generell ist da ein kleiner An - teil an Wahrheit mit dabei. Natürlich sind Musik - instrumente im Rahmen einer Hausratver sicherung mit abgedeckt. Aber: hier gelten nur die klassischen Gefahren wie Feuer, Einbruchdiebstahl, Sturm und Hagel als mitversichert. Aber noch schlim mer ist: Das gilt nur am Versicherungsort, der im Normal - fall die Wohnung oder das Haus ist. MM: Wie sieht es dann bei anderen Schä den aus? Oder bei Gigs bzw. im Probe raum? CR: Genau das ist das Problem. Die Gefahr, dass mein Instrument daheim einen Sturmschaden er - leidet, ist sehr gering. Viel wichtiger ist es doch, dass man auch im Proberaum, auf der Bühne oder während des Transportes versichert ist. MM: Was wäre denn dann versichert? CR: Besser wäre es zu fragen, was dann nicht als mitversichert gilt, denn die Musikinstru men ten - versicherung ist eine All-Gefahren-Deckung. Das heißt, dass erst einmal alles mitversichert ist, was nicht ausgeschlossen ist. Und diese Aus schlüsse sind eigentlich sehr kurz gefasst, nämlich die „vorhersehbaren Schäden“. MM: Was versteht man darunter? CR: Wenn ich im Vorfeld weiß, dass sich der Schaden ereignen wird, dann ist das vorhersehbar. Ein Beispiel: Es regnet und ich stelle mein Key board ungeschützt auf die Open-Air-Bühne. Dann weiß ich, dass das Keyboard einen Schaden erleiden wird. Aber auch wenn ich bei meinem Gig die Gitarre gegen den Lautsprecher schlage, weiß ich, dass sie zu Bruch gehen wird. Solche und andere vorhersehbaren Schäden kann natürlich kein Versicherer tragen. MM: Das kann doch nicht sein. Ver siche run - gen sind doch bekannt dafür, dass es viele Ausschlüsse gibt und sowieso nicht bezahlt wird. CR: Ja, das ist in einigen Bereichen wirklich so, aber deshalb hat man diese speziellen Be din gun - gen schon vor über 20 Jahren anders aufgebaut und damit für Klarheit gesorgt. MM: Das hört sich fast zu gut an, um wahr zu sein. Sind meine Instrumente dann auch im Auto versichert? Was passiert, wenn man mir mein Mikro von der Bühne klaut? Und was ist, wenn im Proberaum eingebrochen wird? CR: Ihr wollt es wirklich nicht glauben, aber alles davon ist versichert. MM: Gut, aber dann wird mich die Ver siche - rung natürlich richtig viel Geld kosten. CR: Das liegt natürlich ein wenig an dem Neu wert deiner Instrumente. Aber man kann mit einem Prämiensatz zwischen 1 und 2% am Markt rechnen. Es gibt noch verschiedene Mindestprämien der Anbieter. Bei uns liegen die Prämien bei 1% und einem Mindestbeitrag von 50 Euro. Aber das soll auch keine Werbeveranstaltung werden. MM: Das heißt, wenn ich z.B. Equipment von 7 500 Euro habe (wenn ich dich richtig ver- musiker MAGAZIN 2/2015

MUSIK & RECHT 49 standen habe, dann redet ihr vom Neuwert), kostet mich die Versicherung 75 Euro. Mo - natlich? CR: Das wäre schön für uns. Nein, jährlich! Aber sind wir ehrlich, die Versicherungssteuer von 19% kommt noch on top. MM: Das hört sich wirklich gut an. Unter - scheiden sich die Marktteilnehmer in ihren Angeboten und Bedingungen? CR: Klar, natürlich steckt auch hier der Teufel im Detail. Immer noch gibt es Anbieter, die einen Aus schluss zwischen 22 und 6 Uhr früh im mobilen Einsatz haben. Das ist natürlich völliger Blödsinn für Musiker. Genau dann sind doch alle unterwegs. Aber auch andere Bereiche wie Gel - tungs bereich, Selbstbehalt, Neu- oder Zeit wert - en t schä digung, Versicherungsschutz im Auto oder auf Reisen sind Punkte, die sich massiv unterscheiden können. versicherung. Das heißt, der Musiker gibt den Neu wert an und erhält im Schadenfall dann auch den Neuwert seines Instrumentes, egal wie alt das Gerät ist. Bei Liebhaberstücken oder bei Wert - steigerungen muss der Kunde die Wert an gabe seiner Instrumente immer wieder anpassen. So haben wir einige Kunden, die uns einmal im Jahr die neuesten Werte angeben und wir dann die Versicherungen anpassen. So besteht immer der richtige Versicherungsschutz. MM: Kann sich eine Band auch gemeinsam über einen Vertrag versichern? CR: Klar, das haben wir oft, dass sich eine GbR oder bei größeren Bands auch GmbHs mit dem kompletten Equipment inklusive Backline oder auch mal ein wenig Licht versichern. Der Aufwand ist auch nicht größer und die Prämiensätze bleiben gleich. Sicherlich ist es so auch relativ einfach, die Ausgaben als Betriebsausgabe zu finanzieren. fangen und stolz präsentieren. Ich möchte da diskret bleiben. Aber ihr könnt sicher sein, dass wir sehr große deutsche Bands genauso in unserem Bestand haben wie auch Einzelkünstler. Für uns macht das keinen Unterschied. Natürlich sind wir schon sehr stolz auf unsere Kunden, vor allem, wenn man sie im Fernsehen bzw. bei Live veran - staltungen sieht. Die eine oder andere Band be - gleiten wir schon seit der Gründungsphase. MM: Super, vielen Dank schon einmal für deine klaren Statements. CR: Ich danke euch und hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. In der nächsten Aus gabe werden wir uns mit dem Thema Haftpflicht be schäftigen. Reicht wirklich eine Privathaft pflichtversicherung aus? Auch dazu wird sich Christian einem Interview stellen. Wir freuen uns über eure Fragen und Anregungen. MM: Wie sieht es denn eigentlich mit In stru - menten aus, die schon älter sind bzw. die auch Wertsteigerungen erfahren? CR: Wie gesagt, wir sprechen von einer Neuwert - MM: Noch eine Frage zu eurem Unterneh - men: Habt ihr eigentlich auch bekannte, größere Bands und Tourneen? CR: An dieser Stelle würden wohl jetzt viele an - WEB: WWW.ERPAM.DE INTERVIEW: MUSIKER MAGAZIN FOTO: © ZARYA MAXIM/ FOTOLIA.DE Versicherungen für alle Eventualitäten® Eberhard, Raith & Partner GmbH · Assekuranz Makler · Telefon +49-(0)89-54 01 63-0 · info@erpam.com Christian Raith und www.milk-and-honey.de

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