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Musiker Magazin 02/2015

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Pasquale Aleardi – Deutscher TV-Kommissar tauschte zeitweilig die Kanone gegen Mikrofon und Tanzschuhe – und überzeugte in der Hauptrolle des Musicals „Chicago“ Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Anmeldung Alina Sebastian – Preisträgerin des Deutschen Rock & Pop Preises 2014 in der Kategorie „Singer“ Interview mit Laura Neubauer, Gründerin des Labels „Lacave records“ Alexander und Maximilian Blume – Blues- und Jazzmusik mit Intention Stage Band – Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre Peter Reimer – Mit „Entschleunigungskonzerten“ gegen den Zeitgeist Max – Pop-Punk auf Deutsch Sarah Straub – Die große Pop-Neuentdeckung Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 2: CANNED HEAT – Boogie On Interview mit Dónal ó Ceallaigh Bürger7 – Eine Widmung an Siebenbürgen Der erfolgreiche Video-Release GEMA: Rechtsstaatswidrig? – Teil 2 Instrumentenversicherung Mach aus deinem Bandnamen eine Marke

32 STORIES

32 STORIES Videoproduktion bei Sarah Straub MARTIN GEISLER: Sarahs Wunsch war es, Lieder ihres neuen Albums filmisch festzuhalten. Von vornherein war klar, dass es sich nicht um ein typisches Musikvideo, sondern um ein inszeniertes Live - konzert handelt und mein Bruder Jakob und ich uns filmisch darauf einstellten. Wir benutzten drei Spiegelreflexkameras (Canon Eos) auf Stativen, um totale und halbtotale Einstellungen zu generieren und permanent sicher zu sein, was den Schnitt betrifft. Des Weiteren war eine GoPro über den Drums, eine weitere feste Kamera. Dies bot sich an, weil Domi, der Drummer, am wenigsten hin- und her - springen würde. ;-) Bewegung in das Ganze brachten wir zum einen über eine weitere Spiegelreflexkamera, die Jakob bediente, und eine Sony Fs700, die ich, aufgrund der besseren Videoqualität, als Haupt kamera vorgesehen und bedient habe. Zu statisch sollte das Video ja nicht werden. Die Band spielte jedes Lied ca. vier- bis fünf - mal, wodurch wir genug Auswahl im Schnitt hatten, etwas Nettes daraus zu machen. Pro - fessionell, wie Sarah und die Jungs sind, war eine Syn chro nisation der einzelnen Takes kein Pro blem, da exakt im gleichen Tempo performt wurde. Kniffliger wurde es bei den Soli von Dominik an der Trompete beziehungsweise von Andi an der Gitarre. Aber auch das ging gut. Nichtsdestotrotz gab es bei sechs Kameras und vier Wiederholungen pro Lied genug Arbeit, das Ganze zu schneiden. Bei 24 Video spuren fällt die Auswahl halt doch recht schwer … Weil die Lieder aber in meinen Augen beziehungsweise Ohren ein großes Ohrwurmpoten - zial haben, ging der Schnitt trotz der Menge an Material recht fix. Ich saß singend vor dem Rechner und brauchte ca vier Stunden pro Lied, bis das fertige Video dabei rauskam. Das Ergebnis kann sich, wie ich meine, für die Kürze der Dreh- und Schnittzeit sehen lassen und zeigt eine schöne Live-Performance. Und ich denke, es gibt einen guten Eindruck davon, wie sehr Sarah Straub und ihre Band live rocken können. DOMINIK SCHERER: Meine Aufgaben beim Videodreh waren die Gesamtorganisation und die Audionach be ar - bei tung der einzelnen Files. Wir haben jedes Instrument einzeln abgenommen und die einzelnen Spuren direkt vom Pult per Interface aufgenommen. Tom Körbler, der unter anderem seit Jahren für die Beatsteaks als Livemischer tätig ist, hat uns einen fantastischen Livesound gezimmert. Ich habe die Spuren anschließend in Logic X bearbeitet und gemischt. Ziel der Produktion war es, unseren Live - sound einzufangen. Wir wollten zeigen, wie die Band live tatsächlich klingt. Ich habe also auf jegliche Editierarbeit verzichtet und kleine Schönheitsfehler bewusst in den Aufnahmen gelassen. Wir haben insgesamt drei Songs aufgenommen, hatten pro Song vier Takes zur Auswahl und haben uns schließlich für den jeweils besten entschieden. Ich habe die Songs mithilfe von Plugins (vorwiegend Universal Audio und Waves) und etwas Outboard-Equipment (Universal Audio) dann in meinem Studio abgemischt. Der Mix ging recht schnell, da wir ja von Haus aus einen guten Livesound hatten. Wir haben auch im Vorfeld viel Zeit damit verbracht, die Sounds der einzelnen Instru - men te so aufeinander abzustimmen, dass eventuelle Frequenzüberlagerungen vermieden werden. Das spart hinterher sehr viel Zeit und klingt live einfach noch eine Nuance fetter. www.dominikscherer.de | www.beathof.com Deutschlands zu spielen. So habe ich auch mein Team kennengelernt, mit dem ich heute zusammenarbeite. MM: Ist es richtig, dass du deine Songs selbst schreibst und komponierst? SARAH: Ja, das Songschreiben ist seit vielen Jahren meine große Leidenschaft. Ich sehe mich zuerst als Songwriterin und erst an zweiter Stelle als Sängerin. MM: Wie bist du zu dem Label Donner wetter Musik gekommen? SARAH: Das Label ist über das BY-On-Förder - programm auf mich aufmerksam geworden. Ich bin sehr glücklich über diese Zusammenarbeit, denn es ermöglicht mir maximale Freiheit und er - laubt es mir, meinen Weg zu gehen, wie ich ihn für richtig halte. Ich musste mich nie verbiegen und nie ein Image vertreten, mit welchem ich mich nicht wohlgefühlt hätte. Ich darf einfach ich sein. MM: Welche Arbeit übernimmst du selbst und wobei unterstützt dich das Label? SARAH: Das Label unterstützt mich ganzheitlich und supervidiert meine Schritte, wann immer ich Hilfe brauche. Es kümmert sich mit unseren Part - nern um die Promotion, sei es für eine Single aus - kopplung oder im Rahmen meiner Tour, und natürlich sorgt es dafür, dass mein Album ge - nügend Aufmerksamkeit bekommt. MM: Auch in puncto Promotion hast du Profis engagiert. Wie hast du fähige Mitarbeiter ge - funden, die deine Interessen optimal vertreten? SARAH: Mein Label hat hier erfahrene und er folg - reiche Leute zur Hand, die für mein Projekt mit ins Boot geholt wurden. Sie sind alle von mir und meiner Musik überzeugt, das ist, glaube ich, ganz wichtig. Nur so haben sie ja wirklich Motivation, ein Produkt an den Mann zu bringen. MM: Hauptberuflich bist du Psychologin und schreibst momentan deine Doktorarbeit. Konnte deine Ausbildung dir schon bei deiner musikalischen Karriere helfen? SARAH: Das Vereinbaren von Musik und Studium war immer eine Herausforderung. Da habe ich erst einmal gelernt, sehr diszipliniert zu sein. Nur so konnte ich beide Wege erfolgreich gehen. Heute arbeite ich noch in Teilzeit als Psychologin, die Musik ist inzwischen einfach das Allerwichtigste musiker MAGAZIN 2/2015

STORIES 33 in meinem Leben. Ich bin dankbar für diese zweite Ausbildung, da sie mich gelehrt hat, mich richtig zu reflektieren und Menschen genau zu beobachten. Das ist sehr inspirierend beim Song - writing. Und meine Doktorarbeit habe ich gerade fertiggestellt – jetzt kann ich mich wieder voll und ganz auf die Musik konzentrieren. MM: Siehst du die Musik als Hobby und Aus - gleich oder als Berufung? SARAH: Für mich ist die Musik meine Berufung, meine Leidenschaft, mein Leben. Ich könnte auf vieles verzichten, aber nicht auf das. Was mir die Bühne gibt, ist durch nichts ersetzbar. MM: 2013 hast du als Support für Joe Cocker auf der Bühne gestanden. Wie wurde sein Team auf dich aufmerksam? SARAH: Den Kontakt hat das BY-On-Förder pro - gramm hergestellt, und ich war mehr als baff, als sein Management mitteilte, dass ich spielen darf. Joe Cocker war und ist eine Legende, mit seinen Songs bin ich aufgewachsen. Das war 2013 das große Highlight für mich und der Startschuss für vieles, was danach passierte. MM: Konntest du dir etwas von ihm als Mu - siker abschauen? SARAH: Auf jeden Fall! Seine Bühnenpräsenz hat mich umgehauen. Er hat nicht viel Show ge macht, aber er war allein durch seine Person umwerfend. Und auch seine Band hat mich schwer beeindruckt. Das war Energie pur! Joe Cocker stand so viele Jahre auf der Bühne, hat unglaubliche Höhen und Tiefen als Künstler erlebt und nie aufgehört zu singen. Das finde ich unfassbar toll – ich wünsche mir auch, mein Leben lang auf der Bühne stehen zu können. MM: In den letzten Jahren gab es in Deutsch - land kaum weibliche Newcomer auf den vorderen Plätzen der Charts. Was meinst du, woran das liegt? SARAH: Das ist wirklich schwer zu sagen. Wir werden natürlich auch überschwemmt vom in - ter nationalen Musikmarkt, da hat man es als deutscher Künstler grundsätzlich nicht so leicht. Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass es in Deutschland wieder mehr Frauen bis ganz nach oben schaffen. Denn wir haben fantastische Musikerinnen. MM: Welche Pläne hast du für die nächsten Monate? SARAH: In den nächsten Monaten steht klar meine Tour im Vordergrund. Ich werde unter anderem mit GENTLEMAN und LIONEL RICHIE spielen, aber auch unzählige eigene Shows stehen auf dem Plan. Ich freue mich besonders auf den Norden Deutschlands: Im Herbst spiele ich zum ersten Mal in Kiel und Hamburg. Meine Band und ich haben ein tolles Live-Programm auf die Beine gestellt, und wir sind alle schon ganz ungeduldig, dass es endlich losgeht. Außerdem schreibe ich im Moment schon an neuen Songs, ich will Ende des Jahres wieder ins Studio und an einem neuen Album arbeiten. INTERVIEW: JANA MOYSICH FOTOQUELLE: SARAH STRAUB SARAH STRAUB „RED“ VÖ: 30.05.2014 WWW.SARAH-STRAUB.DE WWW.FACEBOOK.COM/ SARAHSTRAUBMUSIC BE D1 TO COME TO TOWN BE D1 TO BURN IT DOWN ARE YOU D1 AND ONLY BAND? Gewinnt den ultimativen Preis bei der Sennheiser Band Competition: Eure Profi- Videoproduktion, eine Recording-Session im amtlichen Tonstudio ... ... und das neue Funksystem D1 von Sennheiser für die ganze Band! BE D1 AND ONLY www.sennheiser-D1.com D1

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