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Musiker Magazin 02/2015

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Pasquale Aleardi – Deutscher TV-Kommissar tauschte zeitweilig die Kanone gegen Mikrofon und Tanzschuhe – und überzeugte in der Hauptrolle des Musicals „Chicago“ Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Anmeldung Alina Sebastian – Preisträgerin des Deutschen Rock & Pop Preises 2014 in der Kategorie „Singer“ Interview mit Laura Neubauer, Gründerin des Labels „Lacave records“ Alexander und Maximilian Blume – Blues- und Jazzmusik mit Intention Stage Band – Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre Peter Reimer – Mit „Entschleunigungskonzerten“ gegen den Zeitgeist Max – Pop-Punk auf Deutsch Sarah Straub – Die große Pop-Neuentdeckung Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 2: CANNED HEAT – Boogie On Interview mit Dónal ó Ceallaigh Bürger7 – Eine Widmung an Siebenbürgen Der erfolgreiche Video-Release GEMA: Rechtsstaatswidrig? – Teil 2 Instrumentenversicherung Mach aus deinem Bandnamen eine Marke

28 STORIES te, wie ich

28 STORIES te, wie ich das Erleben intensivieren könnte, und ließ die Songs weg, weil deren Titel und Texte meiner Ansicht nach ablenkten. So entstanden die Entschleunigungs konzerte – mutmachende und herausfordernde Im pulse und instrumentale Gitarrenmusik im Wechsel. Die Musik hat eine Funktion bekommen. Sie dient als Zeitraum für die Synchroni sierung innerer Prozesse, die durch die Impulse in Gang kommen. Dabei habe ich, als mir das bewusst wurde, Entschleunigungs - musik entwickelt, die um die 100 bpm hat. Ent - spannungs musik, die im Ruhepulsbereich arbeitet, hat 40 – 60 bpm. es zu den meines Erachtens nach irrigen Gleichungen „Zeit gleich Geld“ und „mehr gleich besser“. Aber egal, wie viel Geld man erwirtschaftet, man kann nicht eine Minute, die man gearbeitet hat, mit Geld zurückkaufen. Deswegen glaube ich, Zeit ist Leben. Mit der vergehenden Zeit verrinnt auch unsere Lebenszeit, und wir müssen uns genau überlegen, was wir mit der Lebenszeit, die uns bleibt, anfangen. Die gefühlte Lebensmitte liegt laut Forschung bei etwa 25 Jahren. Jedes Lebensjahrzehnt danach erleben wir doppelt so schnell. Was, glaubst du, waren die ersten Fragen, die ich mir stellte, als mir das bewusst wurde? MM: Was willst du mit deinen Entschleuni - gungs konzerten erreichen? PETER: Ich kann meine Gaben als Musiker und Seelsorger einbringen. Das Format entstand aus meinen Lebensumständen und lässt sich weiterentwickeln. Als Fünfzigjähriger kann ich aufgrund meiner Lebenserfahrung Thema und Inhalt glaub - würdiger transportieren, als es ein jüngerer Künst - ler könnte. Entschleunigungskonzerte sollen den Menschen, die sie besuchen, guttun, ihnen Mut zur Veränderung machen und Impulse geben, wie ein entschleunigteres Leben aussehen kann. »Egal, wie viel Geld man erwirtschaftet, man kann nicht eine Minute, die man gearbeitet hat, mit Geld zurückkaufen. Deswegen glaube ich, Zeit ist Leben.« MM: Du hast in einem Interview einmal ge - sagt, dass es wichtig sei, sein persönliches Tempo zu finden und sich zurückzuziehen. Wie und wo gelingt dir das am besten? PETER: Auf jeden Fall beim Musikmachen, beim Spielen mit meiner Tochter, beim Rollerfahren, beim Spazierengehen, bei Gesprächen mit meiner Frau oder meinem besten Freund, beim Sport, beim Kochen, beim Schreiben. Einfach gesagt: das äußere Tempo immer wieder anpassen, das innere Tempo ändert sich mit den Monaten. MM: Entgegen der gesellschaftlichen Floskel „Zeit ist Geld“ proklamierst du „Zeit ist Leben“. Was ist Leben für dich? Welche Rolle spielt Musik dabei? PETER: Wieder eine philosophische Frage. Ich erkläre es mithilfe dessen, was ich von renommierten Forschern gelernt habe: In unserer Ge - sell schaft ist es durch die Industrialisierung zum Sprichwort „Zeit ist Geld“ gekommen. Je produktiver man innerhalb einer bestimmten Zeit ist, desto mehr kann man an Erlösen erzielen. So kam Ich verrate sie: Was ist mir wirklich wichtig? Was will ich unbedingt tun? Was will ich auf keinen Fall mehr tun? Und wer weiß, wie viel Zeit mir bleibt? Deswegen bedeutet Leben für mich, bewusst zu leben, und mich nicht leben zu lassen, mich ab - zugrenzen von dem Kommunikations- und Kon - sumwirrwarr. Ich möchte Zeithoheit über mein Leben. Deswegen bin ich Freiberufler. Ich arbeite, um zu leben, und lebe nicht, um zu arbeiten. Es gab eine Zeit, da war die Musik mein Götze, meine Obsession. Ich habe mich damit aufgerieben und eine Reihe Beziehungen zurückgelassen. Aber wie das so mit dem Götzendienst ist: Man opfert und opfert und wird irgendwann selbst Opfer. Das ist mir passiert und es war eine schlimme Erfahrung. Musik machte mir keine Freude mehr und ich sah eine dunkle Zukunft für mich als Musiker, sodass ich den Beruf wechselte. Es endete in einem weiteren Desaster und führte zum erneuten Aufbau eines Einkommens durch Musik. Nun aber mit Musik, mit der ich mich identifiziere. Die Musik hat ihren Platz in meinem Leben gefunden und dient mir und anderen, nicht umgekehrt. MM: Mal ehrlich: Auch ein Entschleuni - gungs kon zert ist ein Konzert, ein Auftritt, bei dem du arbeiten – also Gitarre spielen, singen, die Technik bedienen usw. – musst. Ist so ein Konzert für dich trotzdem Ruhe und Ent schleunigung oder findest du deine Rück zugsmöglichkeit an anderer Stelle? PETER: „Sie haben es gut, Sie haben Ihr Hobby ja zum Beruf gemacht“, höre ich oft und antworte: „Ja, dafür habe ich aber ein Hobby weniger.“ Musiker sein macht Arbeit, vor allem, wenn man nicht auf der Bühne sitzt, was in 80 % der Zeit der Fall ist. Ich muss also in 20% meiner Arbeits - zeit den Umsatz generieren, der die 80% Arbeits - zeit auch rechtfertigt. Das ist die wirkliche Arbeit. Konzerte spielen ist nur die Spitze des Eisbergs und der Teil des Ganzen, den ich genieße, der aber dennoch Kraft kostet. Wenn ich in acht Tagen fünf Konzerte spiele, dann brauche ich danach auch wieder drei Tage Ruhe und Erholung, um wieder zu Kräften zu kommen. Ich mache einfach mal nichts. Nichtstun ist für mich eine herrliche Rückzugsmöglichkeit. Nichtstun bedeutet für mich, irgendwo zu liegen oder an einem Platz mit Aussicht in die Ferne zu schauen, ohne zu denken. Weitere Rückzugmöglichkeiten sind für mich Sport und das wöchentliche Treffen mit meinem besten Freund, bei dem wir uns austauschen und mit- und füreinander beten. INTERVIEW: JANINA HEINEMANN FOTOQUELLE: PETER REIMER PREISTRÄGER DES „SOUL@WORK CHALLENGE 2015“-AWARD Das Konzertformat „Entschleunigungskonzerte“ erhält Preis aus der freien Wirtschaft. PETER REIMER „Islands Of Tranquility“ VÖ: 09.09.2014 WWW.PETER-REIMER.DE WWW.ENTSCHLEUNIGUNGS- MUSIK.DE musiker MAGAZIN 2/2015

MAX Pop-Punk auf Deutsch STORIES 29 MAX „Zurück auf jung“ VÖ: 29.05.2015 WWW.FACEBOOK.COM/ MAX.DIE.BAND DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV Als „Stairway To The Moon“ konnte Maximilian Wagner bereits beim Deutschen Rock und Pop Preis erste Erfolge feiern. Unter dem neuen Namen „MAX“ besuchte uns Maxi mit seinen Bandmitgliedern Lukas und Fabian für RockTV, um uns von dem neuen Projekt zu erzählen. MM: Ihr habt euch vor einiger Zeit umbenannt. Ursprünglich hießt ihr mal „Stairway To The Moon“. Wie kam es zu dieser Namens - änderung? LUKAS: Das liegt daran, dass es davor bis auf Maxi eine andere Besetzung gab. Als Fabian und ich dazukamen, haben wir uns gedacht, wir fangen unter einem neuen Namen noch mal von vorne an. Und machen ein Album. MM: Maxi, wie schon angesprochen, bis du das einzige konstante Mitglied. Jetzt ist aber der Plan, dass ihr auch fest zu dritt bleibt, oder? MAXI: Ja, das ist richtig. Jeder, der eine Band hat kennt die Situation, dass es immer wieder schwer ist, Leute zu finden, die genau so mitziehen wie man selbst. Das ist auch der Grund, warum wir zu dritt sind und einen Livebassisten haben. Wir suchen zwar noch nach einem festen Bassisten, haben aber bisher keinen gefunden. MM: Was für ein Konzept steht hinter eurer Musik? MAXI: Wir machen in erster Linie Lieder, die po - litisch oder gesellschaftskritisch sind. Manche gehen aber auch in die Richtung Liebeslied. MM: Was ist euer Ziel mit diesem Projekt? MAXI: Unser Ziel ist es, schon mit dem kommenden Album möglichst viele Leute zu erreichen. Wir sind davon begeistert und viele große Künstler haben uns auch schon gesagt, dass sie die Songs und das Produkt sehr gut finden. Daher wissen wir, dass wir viele Leute ansprechen. Wir müssen halt noch schauen, wie wir das am besten erreichen können. MM: Bei euch hat man auch nicht das Ge - fühl, dass ihr da so planlos rangeht. LUKAS: Ja, aber planen kann und darf man einfach nicht. Wir versuchen einfach, den Leuten das zu zeigen, und hoffen, dass ihnen das ge - fällt. Aber wir können nicht planen, dass wir in zwei Jahren die ganze Welt berocken wollen. Das kann man nicht planen, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen. MM: Ich wollte noch mal auf eure Social- Media-Kanäle zu sprechen kommen. Da wirkt ihr sehr professionell aufgestellt. Wer unterstützt euch dabei? FABIAN: Das hat ein Freund für uns gemacht. MAXI: Der gehört für uns schon fast zur Band. Und wenn man eine gute Website oder gute Fotos nicht hat, dann bringen einem auch die Musik und das Songwriting nichts. Man braucht Leute, die mitziehen und die das mit Herzblut machen. MM: Ihr habt als Vorband von Konstantin Wecker gespielt. Wie kam das zustande? MAXI: Mein Vater hat mit dem Konstantin Wecker ein Theaterstück gemacht und ich habe in der Technik mitgeholfen. Wir haben uns lange im Backstage unterhalten und daraufhin habe ich ihm ein paar Songs zugeschickt. Und da war er begeistert. MM: Was sind eure Pläne für die nahe Zu - kunft? Worauf können wir uns freuen? LUKAS: Auf das Album, auf viele Musikvideos, auf viele Liveauftritte. MAXI: Es wäre schon ein Traum, wenn wir eine Tour durch Deutschland machen, die dann fast ausverkauft ist. INTERVIEW: JANA MOYSICH FOTOQUELLE: MAX 2/2015 musiker MAGAZIN

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