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Musiker Magazin 02/2015

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Pasquale Aleardi – Deutscher TV-Kommissar tauschte zeitweilig die Kanone gegen Mikrofon und Tanzschuhe – und überzeugte in der Hauptrolle des Musicals „Chicago“ Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Anmeldung Alina Sebastian – Preisträgerin des Deutschen Rock & Pop Preises 2014 in der Kategorie „Singer“ Interview mit Laura Neubauer, Gründerin des Labels „Lacave records“ Alexander und Maximilian Blume – Blues- und Jazzmusik mit Intention Stage Band – Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre Peter Reimer – Mit „Entschleunigungskonzerten“ gegen den Zeitgeist Max – Pop-Punk auf Deutsch Sarah Straub – Die große Pop-Neuentdeckung Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 2: CANNED HEAT – Boogie On Interview mit Dónal ó Ceallaigh Bürger7 – Eine Widmung an Siebenbürgen Der erfolgreiche Video-Release GEMA: Rechtsstaatswidrig? – Teil 2 Instrumentenversicherung Mach aus deinem Bandnamen eine Marke

24 STORIES ALEXANDER UND

24 STORIES ALEXANDER UND MAXIMILIAN BLUME Blues- und Jazzmusik mit Intention DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV MM: Alexander, du bist seit mehr als dreißig Jahren als Blues- und Jazzpianist unterwegs. Wie bist du zum Jazz gekommen? ALEXANDER: Ich wurde bereits in meiner frühesten Kindheit mit Jazzmusik vertraut gemacht. Mein Vater war ein ziemlich kompromiss- und auch gnadenloser Jazzfan. Er spielte seine Schall - platten meistens sehr laut von früh bis spät rauf und runter. Das hatte unter anderem zur Folge, dass mein Bruder und ich schon im Vorschulalter alle Jazzgrößen an ihrem Sound und ihrer Spiel - weise erkannten. MM: Du sagst, gerade in deiner Anfangszeit hätten dich Blues und Boogie Woogie beeinflusst. Warum ist es dann doch eher der Jazz geworden, für den dein Herz schlägt? ALEXANDER: Im Alter von acht Jahren habe ich mit dem Klavierspielen begonnen. In der Musik - schule gab es das typische, mal mehr, mal weniger spaßige Programm. Zu Hause liefen dann öfter auch Boogie-Woogie-Schallplatten. Diese Pianospielweise hat mich fasziniert. Auch die Blues pianisten haben mich berührt. Ich habe an - gefangen, die Songs nachzuspielen. Vom Blues war es nicht weit zu Jazzpianisten wie Les McCann oder Bobby Timmons. Als ich das erste Mal Aufnahmen von Miles Davis und John Coltrane hörte, hat es mich geradezu umgehauen. Da war ich etwa zehn Jahre alt. Ähnlich ging es mir mit Keith Jarrett. Meine eigene Musik ist heute bluesiger Jazz oder jazziger Blues. MM: Im Jahr 1989 hast du in der DDR viele sogenannte Ökojazzmessen in Kirchen ge - geben und dich somit für die Umwelt und Bürger rechte stark gemacht. Warum hast du das trotz der daraus resultierenden Auftritts - ver bote und sogar Hausarrest gemacht? ALEXANDER: Ich musste mich zwischen Auf rich - tig keit und Verrat, zwischen freier Meinungs äuße - rung und Dauerlügerei entscheiden. Diese Ent - scheidung ist mir nie schwergefallen. Blues und Jazz sind ohnedies grundehrliche Musik. Ich konnte nicht Blues spielen und mich gleichzeitig dem DDR-Regime unterwerfen. MM: Du hast anfangs mit deinem Bruder und später mit Freunden in Bands gespielt. Seit einigen Jahren trittst du mit deinen Söhnen auf. Warum ist für dich Musik so eine familiäre Angelegenheit? Wie kam es dazu? ALEXANDER: Das gemeinsame Musizieren mit meinem ein Jahr jüngeren Bruder lag nahe. Stanley startete ebenfalls mit dem Piano. Damit wir zu - sammen musizieren konnten, hat er Klarinette und Saxophon gelernt. Er ist seit vielen Jahren einer der besten Jazzsaxophonisten in Deutschland. Eine Zeit lang habe ich mit meinen vier Söhnen Musik gemacht. Heute ist noch Maximilian, mein Jüngster, dabei. Die anderen haben sogenannte „richtige“ Berufe wie Zahnarzt oder Manager in einer Supermarktkette. Egal, ob mit Bruder, Freun - den oder den eigenen Kindern: Es hat immer Spaß gemacht, mit Menschen, die mir auch persönlich sehr nahe stehen, kreative Dinge zu tun. MM: Zwei Songs in deinem Repertoire sind von dem deutschen Bluesmusiker Stefan Diestel mann. Warum spielst du diese Songs? ALEXANDER: Der leider bereits verstorbene Stefan Diestelmann war der Blues-König der DDR. Ich war jahrelang sein Pianist und habe die meisten seiner Produktionen mit eingespielt. Viele Fans haben mich lange bearbeitet, ich solle doch einige der Songs in mein Programm aufnehmen. Stefans 65. Geburtstag im Jahr 2014 war ein würdiger Anlass, mich dieser Aufgabe zu widmen. Die Songs gefallen mir und ich spiele sie gern. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn einige Hundert Fans vor der Bühne stehen und plötzlich mitsingen. MM: Wie stellst du dir deine musikalische Zukunft vor? ALEXANDER: Ich habe in der Tat einige reizvolle Projekte in der Schublade, die auf eine Bear bei - tung warten. Im Moment habe ich zu viele Auf - träge als Musiker, Dozent und Autor, als dass sie sich angemessen verwirklichen lassen. Bereits in Bearbeitung ist ein Programm für Jazz quartett und Streichquartett, das auch besonders gut für Kinder geeignet sein wird. Im Früh jahr 2015 steht die dritte Tournee durch Jordanien auf dem Programm. Gerade sind Max und ich zurück aus Albanien und voller Ideen, was wir dort zukünftig tun werden. WEB: WWW.ALEXANDERBLUME.DE INTERVIEW: JANINA HEINEMANN FOTO: TORSTEN MEYER FOTOQUELLE: ALEXANDER BLUME musiker MAGAZIN 2/2015

STORIES 25 MUSIK DER 60ER-, 70ER- UND 80ER-JAHRE STAGE BAND PETER CONZE – Bass|Gesang|Frauenversteher ULI VASSMAR – Gitarre|Gesang|Mischpult ALEX STIENS – Gesang KLAUS BÖCKMANN – Schlagzeug|Gesang|Percussion MICHAEL SUERMANN – Keyboard|Gesang|Gitarre MM: Michael, mit der Stage Band deckt ihr fünf Musiker eine Altersspanne von zwanzig Jahren ab. Gibt es da manchmal Reibereien wegen des Altersunterschieds? MICHAEL SUERMANN: In unserem Alter nicht mehr. Mit Uli spiele ich nun seit 1989 zusammen – da kennt man sich und auch die Macken des anderen. Ähnlich ist es mit Klaus, den ich seit 1984 kenne. Letztlich sind wir über die Musik zusammengekommen, die uns verbindet. Auch hier gibt es unterschiedliche Geschmäcker, die letztlich aber zu einer Vielfalt führen. Und so weit sind wir da nicht auseinander. Oldies und Classic Rock – auf diese Musik kann man sich schnell einigen. Jeder kennt die Songs. Das merkt man auch bei den Auftritten. Reibereien gibt es dennoch und manche Diskussion wird auch ausführlich geführt, aber am Ende stimmt das Ergebnis. Und darauf kommt es an. MM: Wie ist es zu dieser Bandkonstellation gekommen? MICHAEL: Also, wir waren im Namen des Herrn unterwegs und da kam die Stimme: „Die Band, die Band, ihr müsst die Band zusammenrufen!“ Den Rest kennt man ja. Der Film lief im Kino. Ursprünglich war diese Band 35 Jahre lang ein Trio mit Drums, Gitarre und Keyboard und alle haben gesungen. Zwei Herzen schlugen schon immer in der Brust – einerseits die Unterhaltungs - musik für Veranstaltungen, andererseits Rockmusik für unsere gute Laune. Ab dem Jahr 2000 wurden die kleinen Ver anstaltungen immer weniger, weil Laptops und MP3 die Bühnen eroberten. Als dann Ludger, unser Drummer, starb, ergab sich die Frage, ob wir noch eine Band hätten. Dieses Telefonat zwischen Uli und mir bleibt un - vergessen, weil es der Startpunkt für ein Um - denken war. Wir haben dann noch eine Zeit lang Unterhaltungsmusik mit Klaus gemacht, aber 2008 wurde mit Peter ein Bassist aufgenommen, der natürlich auch singen musste. Gesang war schon immer sehr wichtig, und so war es nur logisch, dass sich die Band in diesem Bereich nochmals verstärkte. 2011 kam Alex dazu und diese Röhre passte perfekt in die Band. Ich konnte die zweite starke Stimme be setzen, Chöre wurden fett und die Arrangements immer ausgefeilter, weil die Möglichkeiten da waren. Seitdem sind mehrstimmiger Gesang und wechselnde Lead stimmen und die daraus resultierende große Viel falt die Markenzeichen der Stage Band. MM: Euch gibt es ja mittlerweile schon seit mehreren Jahren. Wie war euer musikalischer Werdegang? MICHAEL: Als Peter den Bass übernahm, konnte ich mich mal richtig um die Keyboards kümmern. Und ich kann ja auch Gitarre spielen. Somit können wir nun die 60er mit zwei Gitarren, Bass und Drums spielen. Für die 70er mit den Key - boards spiele ich dann Orgel oder Piano. Uli spielt als Lead-Gitarrist alles, was ihm in die Saiten kommt. Früher hatte er einen Plattenladen und hielt jede Single noch als Neuware in der Hand. Klaus an den Drums hat 35 Jahre Bühnener fah - rung im Fuß und die Bassdrum treibt den Beat. Alex kommt aus der Rock-Szene und ist AC/DC- Fan, was man auch hören kann. Da ist die Mi schung schon perfekt. Aus einer Dreier- Konstel lation wurde Schritt für Schritt eine Fünf- Mann-Band mit eigenem Stil. MM: Ihr bezeichnet euch als Oldieband und spielt hauptsächlich die Songs der 60er- und 70er-Jahre. Was fasziniert dich an der Musik dieser Zeit? MICHAEL: Das ist ehrliche, handgemachte, komponierte Musik. Wir kennen die Musiker, die die Songs eingespielt haben. Eine Band war eine Band und nicht einfach zusammengewürfelt. Eine Band ist eine Einheit und keine Castingshow. Lieder haben Aussagekraft und die Solos singt man mit. Wenn man die Platten in der Hand hatte, hatte man auch einen Bezug zu der Musik und den Musikern. Da muss schon alles stimmen. WEB: WWW.STAGE-BAND-ONLINE.DE INTERVIEW: JANINA HEINEMANN FOTOQUELLE: STAGE BAND DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV 2/2015 musiker MAGAZIN

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