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Musiker Magazin 02/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2014 – Anmeldung Katrin Medde & Band Marteria – "Zum Glück in die Zukunft II" Charlie Chaplin – Das Künstlergenie – Interview mit dem Buchautor Norbert Aping Plain Folly – Einzigartiger Alternative Pop-Rock mit Elementen aus Progressive Rock, Art Pop, Trip Hop und Elektro Session Pro – Professionelle Dienstleistungen im Bereich Veranstaltungstechnik und Installation Birgit Bachstein – Erst mit 50 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Album "Ich klopfe an" Danny June Smith – Die bunte Musikwelt des blonden Wirbelwindes Weltweiter Eigenvertrieb für Musiker Fuck the Facts – give us ideas – Ideen für Selbstvermarkter Was sind deine Facebook-Fans wert?! Der Urheberbeweis

44 STORIES DANNY JUNE

44 STORIES DANNY JUNE SMITH Die bunte Musikwelt des blonden Wirbelwindes MM: Wir wollen vor allem über dich und deine musikalische Karriere sprechen. Du hast schon sehr, sehr früh angefangen, den Grundstein zu legen. Schon in der Schul - zeit hast du dich sehr intensiv für Musik interessiert. Wie kam es dazu? DANNY: Ich habe eigentlich schon immer gerne verschiedene Instrumente ausprobiert und ich war irgendwann dann auf Schulsuche, also die weiterführenden Schulen. Die habe ich dann mit meinen Eltern besucht und bei einer Schule bin ich eben hängen geblieben. Das war das Karl- Rehbein-Gymnasium in Hanau, dort stand ein riesiger Flügel. Ich habe mich drangesetzt und meine Eltern hatten vorher so gesagt: „Ach, wir wollten dich eigentlich lieber woanders hin, und ach, diese Schule jetzt, da wollten wir gar nicht …“ Die hatten einen bisschen Angst wegen des Busfahrens damals und so, und das war ein bisschen weit weg. Ich habe mich an den Flügel gesetzt und gesagt: „Okay, ich zeig’s euch jetzt!“ Dann habe ich erst mal schön ein Stück gespielt von, ich weiß gar nicht mehr was, ich glaube, es war ein Kasatschok. MM: Wie alt warst du? DANNY: Da war ich neun, also fast zehn. Der Lehrer hat das damals gehört, der Musiklehrer, und der hat es tatsächlich geschafft, meine Eltern zu überreden, und daraufhin bin ich dann auf diese Schule gegangen. Auch mit Danny June Smith hat sich Hannah Thalhammer in unserem RockTV-Studio getroffen, um mit ihr über ihre musikalische Ausbildung und den daraus resultierenden großartigen Erfolg in der Countrymusik zu sprechen. DANNY JUNE SMITH „Made In June“ VÖ: 12.04.2013 „Für dich ganz allein“ VÖ: 12.04.2013 WWW.DANNY-JUNE-SMITH.DE MM: Und inwieweit hat dich das auf deine spätere Karriere als Sängerin vorbereitet? DANNY: Meine Karriere hat sich eigentlich jetzt aufgebaut auf eine frühere Zeit, in der ich schon Countrymusik gehört habe, als ich ein kleines Kind war. Das hat mich immer schon fasziniert. Aber eben durch die Ausbildung auf der Karl- Rehbein-Schule habe ich erst mal die klassische Musik nähergebracht bekommen und auch die Musicalabteilung und habe danach erst wieder, nachdem ich diese Sparten in meinen Ausbil dun - gen abgedeckt hatte, eine Rock-Pop-Gesangs - ausbildung gemacht und bin dann im Country - bereich eingestiegen. musiker MAGAZIN 2/2014

STORIES 45 MM: Gab es so ein Schlüsselerlebnis, das dich zum Country gebracht hat? DANNY: Ein Schlüsselerlebnis, ja, das gab es tatsächlich. Da saß ich als Kind, ich glaube, ich war vier oder fünf, im Auto meines Vaters und wir sind in den Garten gefahren. Wir hatten so ein kleines Gartengrundstück außerhalb der Stadt, wo ich herkomme, und da lief „Jolene“ von Dolly Parton. Ich habe den Song gehört und dachte mir: „Och, das ist ja ein ganz junges Mädel, das den singt …“ und mein Vater sagte mir dann: „Nein, die ist eigentlich gar nicht mehr so jung, die ist jetzt eigentlich auch schon eine gestandene Frau, die macht das auch schon lange.“ Ich sag: „Ja, aber die Stimme, die ist so ganz anders als das, was man sonst so kennt aus dem Radio.“ Und daraufhin hat er mir dann ganz viele Platten vorgespielt: Johnny Cash, Kris Kristofferson, Tammy Wynette, Loretta Lynn, wie sie alle heißen … MM: Es gibt Musiker, die praktizieren ihre Musik tatsächlich einfach als Hobby, andere wiederum möchten davon auch leben können. Wie sieht das bei dir aus? Bist du hauptberuflich Sängerin bzw. Mu - si kerin? DANNY: Mittlerweile ja, aber es war ein langer Weg dorthin. Ich habe angefangen mit Tanz - musik und natürlich viel Countrymusik – also die meisten Bands, die ich hatte, waren Country bands, später kam dann ein bisschen Tanzmusik dazu und ich habe dann immer mehr aufgestockt. Ich habe zuerst eine Aus - bildung nach dem Gymnasium gemacht als Fremdsprachensekretärin, in dem Beruf eine ganze Weile gearbeitet und ein bisschen gespart, weil ich wusste, irgendwann werde ich das Geld mal brauchen – ich hatte immer schon so mein erstes eigenes Album im Kopf. Danach habe ich noch mal eine Aus bildung gemacht als Erzieherin, also im Sozial bereich. MM: Du schreibst und singst deine Songs auf zwei Sprachen und hast im letzten Jahr zwei Alben rausgebracht, ein englischsprachiges und ein deutschsprachiges. Woher kam die Idee dazu? DANNY: Ich war auf einer Veranstaltung, das war in Geiselwind das Trucker- & Country- Festival, und der Veranstalter, ein guter Freund, der Uwe Penner, sagte zu mir: „Danny June, ich finde das so klasse, wenn Frauen hier in Deutschland ihre Songs auch auf Deutsch singen, nicht nur auf Englisch, probier’ da doch mal was.“ Und da wir den „Blödmann“ schon im Kopf hatten, dachte ich mir: Okay, ich spre- che mal mit dem Produzenten. Das habe ich dann gemacht und der Hauptproduzent war erst mal gar nicht begeistert: „Danny, wir wollen Country machen, wir wollen hier nix Deutsches.“ Und dann habe ich gesagt: „Okay, gib mir ‘ne Chance. Ich stelle mich jetzt einfach in die Kabine und sing mal einen Song, und du sagst mir, wie du ihn findest. Und wenn er dir nicht gefällt, dann lassen wir das.“ Ich habe gesungen und er kam dann an und sagte: „Ey, das war so geil, das machen wir.“ Und so kam die Idee zum zweiten Album und beide sind dann eben rausgekommen auf Deutsch und auf Englisch zur gleichen Zeit, am 12. April. MM: Ich finde auch, dass es generell schon schwierig ist – die Countrymusik in Deutschland ist auch nicht so populär, es gibt relativ wenige deutsche Country - musiker und dann auch noch deutschsprachig – damit hebst du dich wirklich von der Masse ab, oder? DANNY: Viele Kollegen machen das. Die Countryszene ist auch gar nicht so klein, wie man immer denkt. Es ist halt eben eine Sparte, wo jetzt der, ich sag jetzt mal so der „Otto- Normalverbraucher“ nicht so reinschaut, weil das alte Bild – der Colt und der Hut und die Stiefel – immer noch so ein bisschen in den Köpfen der Menschen drin ist, weil das immer so war. Und es ist auch so, dass der „Durchund-durch-Countryfan“ das auch gerne trägt. Also ich trage gerne Hut und ich trage auch immer noch gerne meine Stiefel, den Colt brauche ich jetzt nicht so und den Fuchs - schwanz erst recht nicht. Es ist halt eben eine Sparte, da guckt man von außen nicht so rein. Aber die Szene ist relativ groß. Wir kennen uns schon alle so untereinander, und wir machen, glaube ich, fast alle Deutsch und Englisch. Es gibt aber auch viele Kollegen, die nur Englisch machen. Finde ich auch in Ordnung. MM: Du tourst aber trotzdem mit sehr vielen Bands, mit sehr vielen unterschiedlichen Bands. Wie koordinierst du solche Pro jekte? DANNY: Das mache ich alles selbst. Ich habe angefangen, das Booking und diese ganzen Dinge in den letzten Jahren selbst zu über - nehmen, damit sich einfach nicht so viel über schneidet. Anfragen von verschiedenen Bands kommen jetzt nicht mehr ganz so oft vor, weil ich zu oft unterwegs bin, als dass die Bands jetzt noch großartig auf mich zurückgreifen. Manchmal kriege ich einen Anruf und dann freue ich mich und sage: „Hach, ich hab schon was.“ Es ist also einfach wirklich so, dass ich diese Bookinggeschichte zum großen Teil noch bei mir behalte, weil ich denke, dass ich da auch das Feingefühl dafür habe zu wissen, wenn der Veranstalter bei mir anruft und sagt: „Ich hätte gern Musik.“ Dann sage ich: „Ja, was genau brauchst du denn?“ MM: Das heißt, du übernimmst das Mana - gement und die Pressearbeit ebenso? DANNY: Mittlerweile gibt es viele Menschen, die mich auch sehr unterstützen, weil man schafft das nicht mehr alles alleine. In den letzten fünf Jahren hat sich so viel bei mir ereignet, dass ich in der Zeit viele Menschen gefunden habe, die mir vieles abnehmen können. Ich gucke immer noch mal drüber. Ich bin so diejenige, die sagt: Bitte lasst mich noch mal schauen. Weil ich es einfach schon so lange mache. Ich habe schon Leute eingearbeitet, die wissen auch, wie sie schreiben müssen, wie sie es machen müssen. Die haben das auch gelernt, zum Teil. Aber es ist ganz wichtig einfach auch für den Künstler, dass er weiß, er möchte ja au thentisch rüberkommen. Wenn dann jemand irgendwas schreibt, was mit mir gar nichts zu tun hat, sage ich auch: „Nimm’ das wieder raus, das bin ich doch überhaupt nicht.“ MM: Ich will zu guter Letzt noch eines von dir wissen, liebe Danny June: Was wünschst du dir beruflich für das Jahr 2014 sonst noch? DANNY: Also ich wünsche mir auf jeden Fall, dass ich noch ein Album machen kann, weil meine Quellen sind versiegt und ich bin jetzt wirklich darauf angewiesen, dass wir gucken, wie wir es machen. Die Planung ist noch ein bisschen offen, aber die Songs sind alle fertig. Also ich habe ganz, ganz viele Sachen ge - schrieben. Ich bin mir sicher, so fleißig, wie du bist und so motiviert – das wird alles klappen. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen und freue mich, mehr von dir zu hören in der Zukunft. WEB: WWW.DANNY-JUNE-SMITH.DE INTERVIEW: HANNAH THALHAMMER FOTO: MARKUS WOLFF DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW ZU FINDEN AUF: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV UND WWW.YOUTUBE.COM/MUSIKERONLINETV 2/2014 musiker MAGAZIN

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