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Musiker Magazin 01/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2013 – Rückblick Deutscher Rock & Pop Preis 2014 – Anmeldung Tokunbo – Queen of Folk Noir Heinz Rudolf Kunze – „Stein vom Herzen“ Wattenläufer – Rockin’ all över de Dörp Judith Holofernes – Helden-Frontfrau schwingt „Ein leichtes Schwert“ Barbara Zanetti – ihre Lieder erzählen von tiefen Gefühlen und beschwinglichen Erlebnissen Christin Kieu – Deutsche Songpreisträgerin 2013 Mike Sprunkel Band – Vier Männer und ein Groove, der die Erde beben lässt Archiv der Klänge – Das Deutsche Musikarchiv GEMA-Petition – Beschlussergebnis Deutscher Bundestag Aspekte des „Samplings“ – Eine Frage des Sounds? Coverversionen

50 MUSIKBUSINESS A.

50 MUSIKBUSINESS A. URSPRUNG DES KLANGMATERIALS 1. SAMPLING VON EIGENEM KLANGMATERIAL Klangmaterial kann durch den Künstler selbst eingespielt bzw. aufgenommen und anschließend gesampelt werden. Dies erfolgt in der Regel immer dann, wenn sich bestimmte Fragmente in einem Musikwerk wiederholen bzw. bestimmte Figuren eines Werkes einen repetitiven Charakter besitzen sowie in Dynamik, Artikulation und Rhyth mus genau gleich vorkommen. Schwierige Figuren und Phrasen müssen nur noch einmal eingespielt werden. Dadurch werden Aufnahmen perfektioniert (Wegener 2007:22). 2. SAMPLING VON FREMDEM KLANGMATERIAL Weitaus mehr Sampling-Material stammt von fremden Quellen (Wegener 2007:23), wie z. B. Tonträgern, Einzelspuren aus Mehrspurbändern etc. Des Weiteren existieren sog. Factory-Sounds und Soundarchive z.B. auf CD oder in Internet - archiven. 3. NATURKLÄNGE Eingeteilt werden Naturklänge in Signale eigener und fremder Herstellung sowie Naturklänge, folglich von Menschen nicht geformte Klänge, u. a. Tierlaute und meteorologische Geräusche (Wegener 2007:25). B. EINZELTONSAMPLING 1. DIREKTES EINZELTONSAMPLING Unter dem direkten Einzeltonsampling wird das direkte Sampling von einzelnen Instrumental - klän gen verstanden. Dabei wird ein bestimmter charakteristischer Klang (Instrument, Stimme, Ge räusch) isoliert aufgenommen, digitalisiert, frag - mentiert und anschließend in den Sampling com - puter eingespielt. Über die Tastatur eines Key - boards kann der Klang auf eine Taste gelegt und anschließend abgespielt werden. Werden verschiedene Töne in unterschiedlichen Tonhöhen, Lautstärken und Artikulationen gesampelt, können bestimmte Musikstücke mit spezifischen musi - ka lischen Charakteristika gespielt und nachemp- funden werden. Es besteht mit diesen Verfahren ein uneingeschränkter Zugang zum Originalklang einer Musikproduktion. 2. INDIREKTES EINZELTONSAMPLING Unter einem indirekten Einzeltonsampling wird die Übernahme von gesampelten Tönen aus be - stehenden Aufnahmen (meist Tonträger aufnah - men) verstanden. Ein einzelner Ton kann isoliert und der somit erhaltene Klang weiterverarbeitet werden. Während die Übernahme von einzelnen Tönen aus einer fertig gemischten Mehrspurpro - duk tion durch die Frequenzüberlagerungen der einzeln eingespielten und später zusam - men ge mischten In stru men ten spu ren nicht ganz so ein fach ist, ist die Einzeltonübernahme aus Ein zel - spuren einer Aufnahme sehr leicht und qualitativ hochwertig zu übernehmen. 3. MULTISAMPLING Von Multisampling wird gesprochen, wenn mehrere Einzeltöne mit unterschiedlichen Tonhöhenabständen und Lautstärken auf einer Sampler - klaviatur verteilt werden. Die Aufteilung erfolgt dabei in der Regel nach der originären Tonhöhe, z. B. wird ein Ton mit einer Tonhöhe für ein eingestrichenes C auf die entsprechend gleiche Taste des eingestrichenen C eines Keyboards gelegt. Oftmals werden Töne aus gemischten Pro - duk tionen extrahiert, die überlagerte Frequenzen anderer Instrumente besitzen. Wird nur ein Ton wie beim Einzeltonsampling extrahiert, müsste dieser in eine andere Tonhöhe transponiert werden, was zu Frequenzverfälschungen bei evtl. vorhandenen Nebenfrequenzen führen würde. Deshalb werden aus unterschiedlichen Stellen eines Stückes verschiedene Töne entsprechend ihrer Tonhöhenbereiche extrahiert, um diesen negativen Effekt zu vermeiden. C. TONFOLGENSAMPLING Im Gegensatz zur Klangnutzung beim Einzel - tonsampling geht es beim Tonfolgensampling um die (Teil-)Übernahme von Melodien, Harmonien und Rhythmen und die anschließend collageartige Zusammensetzung zu neuen Musikwerken. In der Regel erfolgt eine Aneinanderreihung von gesampelten Werkteilen aus bekannten Musik - produktionen, um einen Wiedererkennungseffekt beizubehalten. Hierbei werden verschiedene Ver - fahren unterschieden. 1. MIXPRODUKTIONEN (SAMPLE-MEDLEY) Bei der Mixproduktion werden zusammenhängende, charakteristische Musikteile von wenigen Sekunden bzw. Takten gesampelt und in einer neu entstehenden Mixproduktion aneinandergereiht. Dabei kann die neue Mixproduktion entweder Teile von Samples enthalten oder im Extrem fall komplett aus solchen bestehen. Mittels Tempo - musiker MAGAZIN 1/2014

MUSIKBUSINESS 51 anpassung müssen die einzelnen Samples vor dem Mix in Geschwindigkeit und Tonhöhe ggf. an gepasst werden. Sinn und Zweck dieser Vor - gehensweise ist der Wiedererkennungseffekt der gesampelten Werkteile. Je eindeutiger die Wieder - erkennung der fremden Werkteile ist, umso er folg - reicher wurde das Ziel der Mixproduktion umgesetzt. Sehr oft entstehen solche Mixpro duk tionen im Pop- und Dance-Genre von DJs (Discjockeys). Solche Produktionen wurden bereits vor der digitalen Samplingtechnik im manuellen und wesentlich aufwendigeren Band schnittverfahren angewendet. 2. TONCOLLAGEN Im Gegensatz zu Mixproduktionen verschleiern Toncollagen ihre Her kunft (Spieß 1991:528). Anstatt Tonfolgensamples aneinanderzureihen, werden diese bei Toncollagen übereinandergeschichtet („Stapelbear beitung“). Es können sich durchaus mehrere Ebenen von Samples überlagern. Zum Beispiel kann aus Werk 1 eine Me - lodienfolge als Sample übernommen werden, aus Werk 2 ein Rhythmus und aus Werk 3 eine Gitarrensequenz. In der Regel müssen die einzelnen Samples dann noch in Lautstärke, Tempo, Tonhöhe und Klangfarbe angeglichen werden, damit diese in einer neuen Produktion, oft als Loop (Schleife) geschnitten, zusammenpassen. Wie auch bei der Mixproduktion können Ton - collagen entweder aus Teilen von Samples oder komplett aus solchen bestehen. 3. COVERVERSIONEN UND REMIXE Die Samplingtechnik bei Coverversionen und Remixen wird als „Hit-Recycling“ verstanden. Dabei werden entweder das gesamte Werk oder Teile davon, z. B. der Refrain, aus dem Original entnommen und mit neuen Rhythmen und Klängen unterlegt. Sinn und Zweck ist die hörbare klangliche Anpassung an neue Hörge wohn - heiten. In der Regel werden erfolgreiche Hits als Remix neu aufgelegt. Der Remix folgt dabei der Bearbeitung. Häufig werden die Einzelspuren eines Mehrspurbandes vollständig „zerlegt“ und zusammen mit Neueinspielungen und hinzugemischten Klangeffekten, Neue inspielung von Instrumenten und einer weitreichenden, klanglichen Veränderung des Materials neu zusammen - gesetzt und gemischt. Der Remix kann jedoch auch durch die Entnahme eines Samples erfolgen (Wegener 2007:30). Während Cover ver - sionen (Interpretation eines zeitlich vorausgegangenen Originals) auch ohne Samplingtechnik auskommen, wird diese Technik trotzdem angewandt, um bewusst und aus wirtschaftlichem In - te res se erfolgreiche Stellen des Originals beizubehalten. Wie auch bei der Mix produktion sollen die gesampelten Stellen wiedererkannt werden. 4. TONFOLGENSAMPLING ALS ZITAT In der Popmusik spielt das Zitat in gesampelter Form eine eher untergeordnete Rolle. Gleich - be deu tend den als Zitat vorausgehenden Be - dingun gen, in einem selbstständigen Werk angeführt und vom Hörer als Zitat erkannt zu werden, können zitierte Stellen direkt gesampelt und in ein Werk integriert werden. 5. MASH-UP Das Mash-up stellt eine Mischform von Toncollage und Mixproduktion dar. In der Regel werden bekannte Sequenzen aus zwei oder mehr (Multi-Mash-up) bestehenden Werken zu einem „neuen“ Werk zusammengemischt. Die 8 Get that perfect Beat www.DrumMica.de Hol dir professionellen Studiosound: DrumMic‘a! – Virtual Drum Instrument. Erlebe den perfekten Studiosound von Sennheiser und Neumann Mikrofonen! 1.370 stilechte Drum-Beats, fast 13.000 High-End Samples und ein inte griertes Tonstudio dieser Freeware eröffnen dir die Welt professionellen Recordings. Perfektioniere deinen eigenen Sound. Get that perfect Beat.

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