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Musiker Magazin 01/2014

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Deutscher Rock & Pop Preis 2013 – Rückblick Deutscher Rock & Pop Preis 2014 – Anmeldung Tokunbo – Queen of Folk Noir Heinz Rudolf Kunze – „Stein vom Herzen“ Wattenläufer – Rockin’ all över de Dörp Judith Holofernes – Helden-Frontfrau schwingt „Ein leichtes Schwert“ Barbara Zanetti – ihre Lieder erzählen von tiefen Gefühlen und beschwinglichen Erlebnissen Christin Kieu – Deutsche Songpreisträgerin 2013 Mike Sprunkel Band – Vier Männer und ein Groove, der die Erde beben lässt Archiv der Klänge – Das Deutsche Musikarchiv GEMA-Petition – Beschlussergebnis Deutscher Bundestag Aspekte des „Samplings“ – Eine Frage des Sounds? Coverversionen

16 STORIES TUKUNBO

16 STORIES TUKUNBO „Queendom Come“ VÖ: 14.02.2014 WWW.TUKUNBO.DE TOKUNBO & BAND ON TOUR: »Die Vision für meine Platte, sowohl musikalisch als auch visuell, war von Anfang an sehr klar.« 02.05.14 Neumünster – Altes Stahlwerk 04.05.14 Hamburg – Nochtspeicher 06.05.14 Münster – Hot Jazz Club 24.05.14 Karlsruhe – Tempel 25.05.14 Freiburg – Jazzhaus 26.05.14 Mannheim – Alte Feuerwache 30.05.14 Hannover – Pavillon musiker MAGAZIN 1/2014

STORIES 17 MM: Traumberuf: Künstler. Siehst du das ähn - lich oder gibt es auch Schattenseiten? TOKUNBO: Traumberuf Künstler? Künstler zu sein hat für mich wenig mit einer Entscheidung zu tun, sondern mit einer Berufung, wir können nicht anders, und da gibt es inspirierte Mo - men te im Studio oder auf der Bühne mit den Mitmusikern und dem Publikum, aber weite Strecken sind von harter Arbeit geprägt, sei es im stillen Kämmerlein in der Arbeit an den Songs und an den instrumentalen Fertigkeiten oder auf endlosen Straßen im Bandbus auf Tour. MM: Was ist deiner Meinung nach besonders wichtig für ein erfolgreiches Manage ment? TOKUNBO: In Deutschland hält mein Mana - gement Sector3 mir in entscheidenden Mo men - ten und vor allem in administrativen Bereichen den Rücken frei. Ab einer gewissen Größenordnung ist ein Team, das eng zusammenarbeitet, wichtig. Dazu gehören die Band, Produ zen ten, aber auch Promoter, Booker, Foto grafen, Video - künstler. Es ist ein wunderbarer Moment, wenn alles ineinander zahnt und das Konzept, das man entwickelt hat, sich entfaltet. Ohne mein Team wäre das alles nicht so geworden. TOKUNBO: Ich denke nicht, dass das Zeitalter des Albums vorbei ist, es gibt mehr Hörer, als man denkt, die gerne das Album-Erlebnis zelebrieren. Sie lieben zum einen die Haptik des physischen Albums und zum anderen das Er - lebnis einer Reihe von Songs, die zusammenhängen und einen Spannungsbogen ergeben. Nicht umsonst erfährt die Vinyl-Schallplatte ein großes Revival. Ein Großteil meiner Fans gehört zu dieser Gruppe von Album-Liebhabern. Schon allein aus diesem Grund war es mir wichtig, ein ganzes Album und nicht eine kurze EP zu veröffentlichen. Gleichzeitig ist klar, dass seit Einführung der digitalen Downloads anstatt ganzer Alben nur einzelne Songs gekauft werden, eine Tatsache, der man sich nicht verschließen kann. Die Zeit lässt sich schließlich nicht zurückdrehen. Und auch die Entwicklung der Streamingportale ist eine unausweichliche Weiterentwicklung aus dem digitalen Zeitalter heraus. Ein Unding ist dabei, dass die größten Anteile aus den Gewinn - einnahmen an die Major-Plattenfirmen gehen und nicht an die Künstler. Immerhin lässt sich beobachten, dass diejenigen Hörer, die sich für bestimmte Künstler besonders interessieren, eben doch deren Alben kaufen, obwohl die Musik auch kostenlos im Stream zur Verfügung steht. Das Verhalten der breiten Zuhörermasse mag sich verändern, aber was bleibt, ist das Fantum. Und darin liegt das Geheimnis: in der Beziehung zwischen Künstler und Fan in einer eigenen Nische. Crowdfunding ist ein gutes Beispiel für eine solche Verbindung zwischen Fan und Künstler. Bei dieser neuen Art der Vorfinanzierung eines Projekts durch Fans wird dem Musiker die Frei - heit geschenkt, sein Projekt eigenständig zu ent - wickeln und z. T. auch sogar ohne Zwischen - händler zu verkaufen. Viele Artists entscheiden sich inzwischen komplett für diesen Direct-to- Fan-Vertriebsweg und gegen ein Label. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Zukunft dahin gehend entwickeln wird. Insgesamt verlagert sich der Absatz des Verkaufs von Musik aus dem Handel in die Konzerthallen. Im Konzertkontext wird das Album, ebenso wie andere Merch-Artikel, zu einem wertvollen Erinnerungsstück an ein besonderes Live-Ereignis. TOKUNBO: Das Geheimnis einer gelungenen Produktion liegt meines Erachtens darin, die richtige Konstellation für die Verwirklichung der eigenen Musik zu finden. Das kann mit einem Produzenten sein oder komplett in Eigenregie. Ein Produzent kann durch eine gewisse Dis - tanz und fremden Input die Musik bereichern. Wichtig ist dabei, dass die Chemie stimmt. Mein ultimativer Tipp wäre, sehr genau nach der eigenen Soundwelt zu suchen, das ist für die musikalische Umsetzung mit oder ohne Pro - duzent enorm hilfreich. Im kreativen Flow zu bleiben, funktioniert am besten über eine Regelmäßigkeit. Schriftsteller setzen sich täglich drei Stunden an den Schreib - tisch, egal, was dabei herauskommt. Ich räume mir jeden Tag Zeit für die Auseinandersetzung mit Musik ein, beschäftige mich mit meinen Songs. Man kann lernen, in den kreativen Modus zu schalten. MM: Du bist bald live zu sehen. Wie schwer war es, die Tour auf die Beine zu stellen? TOKUNBO: Mit Tok Tok Tok sind wir weltweit getourt, haben auf Festivals auf den Kana ri - schen Inseln und in Brasilien gespielt, wurden auf die große Bühne des Opernhauses von Tel Aviv eingeladen und haben zudem in Deutsch - land in tollen Clubs gespielt, sodass das Zu - sam menstellen meiner Release-Tour mühelos war. Nach dem tollen Auftakt in Paris freue ich mich nun auf meine Tour im Mai mit meiner Band, bei der es dann in meine absoluten Lieblingsclubs in Deutschland geht. MM: Hast du einen ultimativen Tipp oder einen Ratschlag für den musikalischen Nach - wuchs in Deutschland? TOKUNBO: Newcomern möchte ich dazu raten, viel live zu spielen, auf der Bühne entwickelt sich der eigene Sound am organischsten. Eine Fan - gemeinde wird intensiv über Live-Konzerte auf - gebaut. Den Kontakt zu ihr sollte man pflegen. Das kann über die Kommu ni ka tion via Face - book oder den eigenen News letter laufen, wo man direkt seine Fans an spre chen und er rei - chen kann und sogar Tipps für Spielorte und Ideen für Merch-Artikel einholen kann. Das Wichtigste sind die Fans, ohne die kommen wir nicht weit. MM: Ist das Zeitalter des Albums vorbei? Und wie stehst du der digitalen Entwick lung gegenüber? MM: Gibt es deiner Meinung nach ein Ge - heimrezept für eine erfolgreiche CD-Produk - tion? WEB: WWW.TOKUNBO.DE INTERVIEW: OLE SEELENMEYER FOTOS: ANNE DE WOLFF 1/2014 musiker MAGAZIN

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